Fußball: 3. Liga
Große Fan-Unterstützung für die Preußen bei Viktoria Köln

Münster -

Von einem Sechs-Punkte-Spiel möchte Preußen-Trainer Sascha Hildmann vor dem Auftritt am Samstag bei Viktoria Köln nichts gewissen. Wie hoch die Bedeutung dieses Kellerkrachers ist, lässt sich aber allein schon an der Anzahl der Fans ablesen, die die Münsteraner in den Sportpark Höhenberg begleiten.

Freitag, 06.03.2020, 15:24 Uhr aktualisiert: 06.03.2020, 16:36 Uhr
Luca Schnellbacher (r.) ist gut in Form und könnte nach zwei Wochen in die Startelf zurückkehren.
Luca Schnellbacher (r.) ist gut in Form und könnte nach zwei Wochen in die Startelf zurückkehren. Foto: Jürgen Peperhowe

Drei Spiele ohne Gegentor haben das Selbstvertrauen der Preußen deutlich anwachsen lassen. „Für die Moral sehr gut“, sagt Mittelfeld-Leistungsträger Fridolin Wagner. Auch sein Nebenmann Kevin Rodrigues Pires hebt das hervor: „Wir stehen defensiv mittlerweile richtig gut. Das wollen wir so beibehalten.“ Trainer Sascha Hildmann betont: „Würzburg, Uerdingen, Rostock – unsere letzten Gegner haben alle eine brutal starke Offensive.“ Soll heißen: Auch vor Viktoria Köln mit einigen prominenten Angreifern in den Reihen müssen die Adler am Samstag (14 Uhr) keine Angst haben.

Dass der Neuling mit fünf Zählern Vorsprung vor dem SCP den ersten Nichtabstiegsplatz belegt, gibt der Partie eine gewisse Brisanz. Dass der frühere Preußen-Trainer Pavel Dotchev mit dem Anpfiff zum Drittliga-Rekordcoach (237 Spiele wie Peter Vollmann) aufsteigt, ist eine nette Randnotiz. Attraktiv scheint das Duell allemal. 700 bis 800 Preußen-Fans haben sich angekündigt, die Mannschaft ist im Rennen um den Klassenerhalt seit Wochen nicht allein.

Kompakte und stabile Ausrichtung

Personelle Veränderungen sind eher nicht zu erwarten. Einzig Luca Schnellbacher darf sich Hoffnungen auf eine Startelf-Rückkehr machen. „Er ist immer ein Thema mit seiner unglaublichen Mentalität. Ein richtiger Panzer“, sagt Hildmann augenzwinkernd. „Gegen Rostock haben wir ihn bewusst von der Bank gebracht. Wenn du so einen Kerl nachschieben kannst, lässt sich viel bewirken.“ Weichen müssten für den Fall Seref Özcan oder Marco Königs.

Preußen Münster - Hansa Rostock

1/53
  • Die Mannschaft geht nach dem Spiel in die Kurve

    Foto: Sebastian Sanders
  • Luca Schnellbacher, Alexander Rossipal

    Foto: Sebastian Sanders
  • Fast die Führung im ersten Abschnitt: Münsters Lucas Cueto entwischt nach 24 Minuten Rostocks Max Reinthaler – trifft aber nur den linken Pfosten des von Markus Kolke gehüteten Hansa-Gehäuses.

    Foto: Sebastian Sanders
  • Sven Sonnenberg, Marco Königs (Münster)

    Foto: Sebastian Sanders
  • Oliver Steurer (Münster), Aaron Opoku

    Foto: Sebastian Sanders
  • R. Pedersen, Kevin Rodrigues Pires (Münster)

    Foto: Sebastian Sanders
  • Abklatschen: Vor der Partie geben sich die Spieler beider Mannschaften die Hand.

    Foto: Sebastian Sanders
  • Plakat im Rostocker Block. Wieder eine "Hopp"-Anspielung?

    Foto: Sebastian Sanders
  • FLVW-Präsident Gundolf Walaschewski übergibt vor der Partie den Preis für Zivilcourage an Preußen-Präsident Christoph Strässer.

    Foto: Sebastian Sanders
  • Ex Trainer Marco Antwerpen auf der Tribüne.

    Foto: Sebastian Sanders
  • Foto: Sebastian Sanders
  • Alexander Rossipal mit Nasenbluten.

    Foto: Sebastian Sanders
  • Lucas Cueto am Boden.

    Foto: Sebastian Sanders
  • Alexander Rossipal

    Foto: Sebastian Sanders
  • Fridolin Wagner

    Foto: Sebastian Sanders
  • Marco Königs

    Foto: Sebastian Sanders
  • Kevin Rodrigues Pires, John Verhoek, Jan Löhmannsröben

    Foto: Sebastian Sanders
  • R. Pedersen, Kevin Rodrigues Pires 

    Foto: Sebastian Sanders
  • Jan Löhmannsröben

    Foto: Sebastian Sanders
  • Daniel Patrick Hanslik, Kevin Rodrigues Pires, Nico Neidhart

    Foto: Sebastian Sanders
  • Nils Butzen, Fridolin Wagner

    Foto: Sebastian Sanders
  • Julian Schauerte

    Foto: Sebastian Sanders
  • Trainer Sascha Hildmann

    Foto: Sebastian Sanders
  • Lucas Cueto, Nils Butzen

    Foto: Sebastian Sanders
  • Lucas Cueto, Nils Butzen

    Foto: Sebastian Sanders
  • Lucas Cueto, Nils Butzen

    Foto: Sebastian Sanders
  • Lucas Cueto

    Foto: Sebastian Sanders
  • Lucas Cueto

    Foto: Sebastian Sanders
  • Lukas Scherff, Lucas Cueto

    Foto: Sebastian Sanders
  • Trainer Sascha Hildmann

    Foto: Sebastian Sanders
  • Lucas Cueto muss kurz von dem Physio Matthias Sieme behandelt werden.

    Foto: Sebastian Sanders
  • Luca Schnellbacher

    Foto: Sebastian Sanders
  • Sven Sonnenberg, Fridolin Wagner

    Foto: Sebastian Sanders
  • Co-Trainer Louis Cordes und Trainer Sascha Hildmann freuen sich nach dem Spiel.

    Foto: Sebastian Sanders
  • Pascal Breier, Okan Erdogan, Jan Löhmannsröben, Simon Scherder 

    Foto: Sebastian Sanders
  • Simon Scherder, Trainer Sascha Hildmann, Oliver Steurer, Julian Schauerte, Niklas Heidemann

    Foto: Sebastian Sanders
  • Foto: Sebastian Sanders
  • Oliver Steurer, Marco Königs 

    Foto: Sebastian Sanders
  • Physio Matthias Sieme, Lucas Cueto

    Foto: Sebastian Sanders
  • FLVW-Präsident Gundolf Walaschewski übergibt den Preis für Zivilcourage.

    Foto: Sebastian Sanders
  • Schiedsrichter Tobias Schultes unterbrach kurz das Spiel.

    Foto: Sebastian Sanders
  • Schiedsrichter Tobias Schultes unterbrach kurz das Spiel.

    Foto: Sebastian Sanders
  • Alexander Rossipal wird behandelt.

    Foto: Sebastian Sanders
  • Nils Butzen, Lucas Cueto

    Foto: Sebastian Sanders
  • Plakat der Ultras

    Foto: Sebastian Sanders
  • Foto: Sebastian Sanders
  • Drei Rostocker stochern den Ball selbst ins eigene Tor zum 1:0 Endstand für den SCP.

    Foto: Sebastian Sanders
  • Foto: Sebastian Sanders
  • Foto: Sebastian Sanders
  • Foto: Sebastian Sanders
  • Die Preußen jubeln nach dem Spiel zusammen.

    Foto: Sebastian Sanders
  • Trainer Sascha Hildmann bei Magenta Sport.

    Foto: Sebastian Sanders
  • Die Mannschaft geht nach dem Spiel in die Kurve

    Foto: Sebastian Sanders

Die Ausrichtung der Adler war zuletzt in Stein gemeißelt. Kompakt, stabil, defensivtreu. „Perfekt ist das noch lange nicht“, sagt der Trainer. „Gerade im Strafraum müssen wir etwas mannorientierter sein.“ Die Kölner sind unter Dotchev grundsätzlich genau anders orientiert. „Aber sie haben gespürt, dass sie etwas tun müssen und den Hebel hinten angesetzt. Sie sind zuletzt viel über das Umschalten gekommen. Es kann also ein zähes Spiel werden“, sagt Hildmann. „Da rollt einiges auf uns zu.“

Kein Endspielcharakter

Dem Eindruck, seiner Elf bereite der Überlebenskampf mit all seinen Facetten wie Zusammenhalt, Leidenschaft und Zuschauer-Unterstützung vielleicht sogar Freude, widerspricht der 47-Jährige energisch. „Das Spiel gegen Rostock hat Spaß gemacht, wie die Fans mitgegangen sind, wie sich Energie entwickelt hat, das ganze Miteinander. Aber gegen den Abstieg zu spielen – nein, darauf hat keiner Lust.“

Nun steckt sein Team nach der desolaten Hinserie aber eben in dieser Situation, und daran wird sich so schnell auch nichts ändern. Besonderen Endspielcharakter misst der Coach der Partie am Rhein deshalb aber nicht zu. „Den haben wir dann ja jede Woche. Nein, auch danach bleiben noch elf Spiele.“ Den Blick auf die Konkurrenz, so beschwört Hildmann, gönnt er sich auch nur am Rande. „Ich kann ja eh nichts beeinflussen.“ Klingt schlüssig.

  • Ole Kittner fehlt wie weiter auch Marcel Hoffmeier mit einem Infekt. Die Langzeitpatienten Jannik Borgmann und Naod Mekonnen sollen bald zurückkehren.
  • SCP: Schulze Niehues – Scherder, Löhmannsröben, Steurer – Schauerte, Wagner, Rodrigues Pires, Rossipal – Cueto, Königs, Schnellbacher
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7313853?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686137%2F2686209%2F2686789%2F
Nachrichten-Ticker