Volleyball: Bundesliga Frauen
USC hofft auf Revanche in Wiesbaden

Münster -

Spannender könnte das Rennen um die Playoff-Plätze vier bis sieben kaum sein. Der USC Münster möchte sich natürlich auch die möglichst beste Ausgangsposition sichern. Beim VC Wiesbaden, der die K.o.-Spiele schon verpasst, wären drei Punkte wichtig.

Montag, 09.03.2020, 12:38 Uhr aktualisiert: 10.03.2020, 17:12 Uhr
Ivana Vanjak, gegen Straubing in starker Form, will mit dem USC in Wiesbaden siegen.
Ivana Vanjak, gegen Straubing in starker Form, will mit dem USC in Wiesbaden siegen. Foto: Jürgen Peperhowe

Das Feld der Volleyball-Bundesliga hat sich auch auf der Zielgeraden noch nicht endgültig sortiert. Die Entscheidung, wer von Platz eins aus in die Playoffs gehen wird, fällt am letzten Spieltag im direkten Duell zwischen Schwerin und Stuttgart, hinter dem sicher auf Platz drei abschließenden SC Potsdam herrscht immer noch Gerangel um die Ränge vier bis sieben – und mittendrin ist dabei auch der USC Münster, der sich am Dienstag (18.30 Uhr/live bei Sport 1) mit einem Erfolg zunächst einmal auf den sechsten Platz und damit vorbei an LiB Aachen schieben möchte. „Das ist der Plan“, sagt Teun Buijs, Coach der Unabhängigen.

Neun Tage liegen zwischen dem 3:0 über Nawaro Straubing und dem vorletzten Hauptrunden-Auftritt des USC, der seit Sonntag in der konkreten Vorbereitung auf den VCW ist. Für die Hessinnen ist es der Schlussakt einer enttäuschenden Saison, erstmals seit der Bundesliga-Rückkehr 2004 verpassen sie die Playoffs. Ganze fünf Siege gab es in 19 Partien, einer davon aber glückte Wiesbaden am Berg Fidel, im Tiebreak. „Dafür wollen wir uns revanchieren“, sagt Buijs, der trotz des anstehenden Saisonausklangs mit einem top-motivierten Gastgeber rechnet. „Wiesbaden wird zu Hause noch einmal alles zeigen und einen erfolgreichen Abschluss feiern wollen.“

Der USC ist also doppelt gewarnt vor Top-Scorerin Frauke Neuhaus (Buijs: „Sie hat viel Power“), Tanja Großer oder Zuspielerin Nymke Oud. Gegen den VCW bestritt Münster im Januar zwei Testspiele. „Das ist vielleicht ein Vorteil, dass wir Wiesbaden ein bisschen besser kennenlernen konnten. Wir wollen in der Tabelle noch weiter nach oben, dafür müssen wir am Dienstag konstant spielen. Aber das Team hat sich verbessert und gezeigt, dass es stabil Volleyball spielen kann“, meint der Coach, der allerdings auf Liza Kastrup verzichten muss. Die Angreiferin knickte in der Sonntagseinheit bei einem Richtungswechsel in der Abwehr um und fällt vorerst aus. So muss Buijs sich taktisch eine Änderung austüfteln, war Kastrup doch Bestandteil des Doppelwechsels. „Da muss ich ein bisschen nachdenken, was ich anders machen kann.“

Glückt in der hessischen Landeshauptstadt der siebte Erfolg im neunten Rückrundenspiel (und zwar mit drei Punkten), dann darf sich der USC noch Hoffnungen auf Platz vier machen. Es sind allerdings nur sehr vage, die zudem von Schützenhilfe – so muss etwa Wiesbaden in Dresden siegen – abhängig sind. Doch allein die möglichen Rechenspiele zeigen, dass Münster in den vergangenen Wochen gut in der Spur war – und in dieser wollen die Grün-Weißen auch beim VCW bleiben.

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