Fußball: Tribünengespräch
Truckenbrod greift Concordia unter die Arme, Hiltrup weiter im Rennen

Münster -

Während beim Bezirksligisten Concordia Albachten Ex-Profi Jens Truckenbrod im wichtigen Abstiegsduell gegen Hörstel aufdrehte, spitzte sich in der Westfalenliga die enge Tabellensituation im oberen Drittel mit dem TuS Hiltrup zu. Außerdem: Zwei ausgefallene Spiele sind neu terminiert.

Montag, 09.03.2020, 15:48 Uhr aktualisiert: 10.03.2020, 17:12 Uhr
Da staunt auch der Unparteiische: Jens Truckenbrod
Da staunt auch der Unparteiische: Jens Truckenbrod Foto: Johannes Oetz

Als Jens Truckenbrod im Dezember des Vorjahres den Trainer-Staffelstab an Marco Müller weitergab, deutete nicht wenig auf einen Rückzug, zumindest auf einen reduzierten Aufwand des Ex-Coaches hin. Doch „Trucki“ hat längst noch nicht fertig. Beim 6:0-Erfolg von Concordia Albachten über den SC Hörstel führte er den Bezirksliga-Aufsteiger zu drei eminent wichtigen Zählern im Abstiegskampf. Im zarten Alter von 40 Jahren. Von den bislang elf Saisoneinsätzen bei 400 Spielminuten war es das wohl wichtigste Mitwirken.

„Sicher war es nicht geplant, dass ich noch regelmäßig spiele. Aber ich stand ja zuvor nicht dreieinhalb Jahre in der Verantwortung, um mich jetzt herauszuziehen“, so Truckenbrod. „Das war am Sonntag gut so. Die Jungs, die es super zelebriert haben, fühlten sich mit mir wohl.“ Was auch für den früheren Kapitän des SC Preußen gilt. „Ich habe es ja auch gemacht, um mich nicht einfach aus der Verantwortung zu stehlen. Und wenn das die Lösung ist, ist es doch gut. Wenn wir so den Klassenerhalt schaffen, kann ich beruhigt aufhören.“ Bis dahin wird sich Truckenbrod weiter einbringen. „Es macht Spaß“, gesteht der Ex-Profi, der „auf seinen Körper achtet und sich pflegt“. Schwere Beine nach den sonntäglichen 90 Minuten vermochte er nicht zu leugnen. Auch nicht den Wert für das Team. „Er war unser bester Mann“, lobte ihn bereits eine Woche zuvor Müller. Beim 6:0 wiederholten Augenzeugen das.

Verrückt geht es weiterhin in der Westfalenliga zu. Von den ersten fünf gewann keiner (wobei Borussia Emsdetten nicht spielte). Der 1. FC Gievenbeck ist nach dem 3:0 über Tabellenführer SpVgg Vreden als neuer Achter nur fünf Zähler von der Spitze entfernt. Richtig gute Karten hat weiter der TuS Hiltrup, auch wenn es in zwei Spielen dieses Jahres bisher nur zu zwei Remis reichte. „Wir orientieren uns an den Punkten der Hinserie, und da sind wir aktuell besser“, sagte Trainer Christian Hebbeler nach dem spektakulären 2:2 beim SV Rödinghausen II, dem die Münsteraner im September noch 0:4 unterlegen waren. „Es ist einfach sehr eng, alle da oben werden auch noch gegeneinander Punkte lassen“, so der Coach. Platz sechs aktuell täuscht also ein wenig über die Aussichten hinweg, denn der TuS hat nur zwei Punkte Rückstand und ein Spiel weniger als der Erste. Das gilt aber auch für den Dritten Victoria Clarholz und den Vierten Emsdetten. Es bleibt spannend.

Unterdessen sind die beiden zuletzt ausgefallenen Partien schon neu terminiert. Der VfL Wolbeck nimmt in der Bezirksliga noch in dieser Woche einen dritten Anlauf auf eine Austragung des Spiels beim SC Hörstel. Donnerstag um 20 Uhr soll der Platz wieder bespielbar sein. Die Landesliga-Partie zwischen dem VfL Senden und Spitzenreiter Westfalia Kinderhaus, die wegen der Corona-Ausbreitung abgesagt wurde, soll erst am 13. April (Ostermontag) um 15 Uhr nachgeholt werden.

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