Handball: Landesliga
Westfalia und Münster 08 wollen die Vorherrschaft

Münster -

Es ist (k)ein Spiel wie jedes andere. Ungeachtet der aktuellen Tabellensituation. In dem Lokalderby zwischen Westfalia Kinderhaus und dem SC Münster 08 geht es um mehr, als nur zwei Punkte. Es geht um die Vorherrschaft in der Stadt. Dabei sorgt die Vergangenheit für einen erklärten Favoriten.

Donnerstag, 12.03.2020, 17:10 Uhr
Bild aus dem Hinspiel. Beide Seiten schätzen und respektieren sich – und beide wollen die Nummer eins in der Stadt sein.
Bild aus dem Hinspiel. Beide Seiten schätzen und respektieren sich – und beide wollen die Nummer eins in der Stadt sein. Foto: Jörg Riemenschneider

Der Neunte trifft auf den Fünften. Ein Fall von klassischem Mittelfeld-Geplänkel also. Tatsächlich aber ein Fall von Denkste! Abgesehen davon, dass Lokalderbys grundsätzlich keine normalen Spiele sind. Im Landesliga-Duell zwischen Westfalia Kinderhaus und dem SC Münster 08 geht es um die handballerische Vorherrschaft in der Stadt.

Und da zählt die Gegenwart, das letzte Duell. Zumindest für die kommenden Monate. Die Vergangenheit sieht die Westfalia klar vorne. Von den bisherigen sieben direkten Landesliga-Auseinandersetzungen seit der Saison 2015/16 gingen fünf an die Handballer aus dem Norden, bei einem Remis nur eins an den Club vom Kanal. „Das war letztes Jahr,“ grinst Sebastian Dreiszis, angesprochen auf die Niederlage im Hinspiel. Doch das 27:29 vom 10. November 2019 trübt die Bilanz. „In dieser Phase hat Nullacht eine überragende Hinrunde hingelegt. Inzwischen haben sie nachgelassen,“ sagt der Westfalias Coach.

Es wird heftig.

Andreas Helftewes, Trainer des SC Münster 08, erwartet starke Gegenwehr

Auch sein Gegenüber Andreas Helftewes will das Hinrundenspiel nicht unbedingt als Gradmesser zulassen. „Westfalia war immer eine Nummer größer. Im Hinspiel haben wir eine noch ungeordnete Truppe übel erwischt.“ Am Samstag erwartet er einen anderen Gegner. „Es wird heftig“, mutmaßt der 54-Jährige.

Tatsächlich reduziert sich rechtzeitig zum internen münsterischen Duell die Ausfallliste in Kinderhaus. Michel Schulz, Manuel Honerkamp und Marco van Heek sind wieder mit von der Partie. „Die Deckung stabilisiert sich“, sagt Dreiszis zufrieden und durchaus erwartungsvoll. Worte, die sein Antipode nicht gerne hören wird. „Kinderhaus hat ohnehin eine stabile 6:0-Abwehr, die ihr Handwerk versteht.“ Kapitulieren wollen die Nullachter keinesfalls.

An unserem Ziel hat sich nichts geändert. Wir wollen nach oben rutschen.

Sebastian Dreiszis, Trainer von Westfalia Kinderhaus, der Platz vier im Visier hat

Schließlich muss sich der Derby-Kader nicht verstecken. Mit Linksaußen Jannik Merkwirth (Helftewes: „Er kann eine Waffe sein“) und Rückraumspieler Lasse Gehmeyr nehmen die Optionen zu. Auch wenn Jorma Kramer (Oberschenkelverletzung) sowie Paul Schütte (Ellenbogenprellung) angeschlagen sind.

Ungeachtet dessen geht es auch darum, den Angriff, ja das Überholmanöver der Westfalia, abzuwehren. Mit einem Heimsieg würde die nicht nur den SC Münster 08 überflügeln, sondern sich unter Umständen und mit Blick auf die Aufgaben der Konkurrenz bis auf Rang sechs vorschieben. Was Dreiszis im Visier hat: „An unserem Ziel ändert sich nichts. Wir wollen nach oben rutschen. Platz vier wäre ein versöhnlicher Abschluss.“ Und ein Derbysieg willkommener Rückenwind auf dem Weg dorthin. Die Vorherrschaft in Münster inklusive.

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