Absagenflut bei Ballsportarten
Amateursport in Münster steht still

Münster -

Das Coronavirus hat nun auch für den Amateursport einschneidende Konsequenzen. Nach und nach reagierten am Donnerstag Verbände auf die Pandemie. Die Spiele der Preußen und der WWU Baskets waren bereits vorläufig abgesagt, am Abend legte die Volleyball-Bundesliga dann sogar mit dem endgültigen Aus dieser Runde nach.

Donnerstag, 12.03.2020, 18:46 Uhr aktualisiert: 12.03.2020, 22:23 Uhr
Feierabend: Für Volleyball-Drittligist BW Aasee ist die Meisterschaft vorzeitig beendetet. Die Münsteranerinnen rangieren auf einem Abstiegsplatz. Wo sie in der neuen Saison spielen, ist noch nicht entschieden.
Feierabend: Für Volleyball-Drittligist BW Aasee ist die Meisterschaft vorzeitig beendetet. Die Münsteranerinnen rangieren auf einem Abstiegsplatz. Wo sie in der neuen Saison spielen, ist noch nicht entschieden. Foto: fotoideen.com

Volleyball:

Die Volleyball-Bundesliga (VBL) hatte erst entschieden, den letzten Hauptrunden-Spieltag in den Ersten Bundesligen (Männer und Frauen) am kommenden Wochenende noch durchzuführen – um sich dann am Abend nach eingehender Beratung doch für den sofortigen Abbruch zu entscheiden. Der USC Münster hatte sich bereits am Dienstag positioniert und beschlossen, die Partie gegen Potsdam am Samstag ohne Fans auszutragen – jetzt gäbe es also ohnehin nichts mehr zu sehen. Für die Drittligisten TSC Gievenbeck (Männer), BW Aasee, USC Münster II und VC Olympia (jeweils Frauen) ist die Saison vorzeitig beendet.

In diesem Fall reagierte der Deutsche Volleyball-Verband (DVV) auf die jüngsten Entwicklungen und stellte den Spielbetrieb in den Dritten Ligen und den Regionalligen mit sofortiger Wirkung ein. Dies gilt auch für alle Veranstaltungen der Deutschen Volleyball-Jugend sowie im Seniorenbereich. Notwendige Regelungen in allen Auf- und Abstiegsfragen werden zu einem späteren Zeitpunkt und in Abstimmung mit der VBL getroffen. Für den Spielbetrieb unterhalb der Regionalligen sowie im Beach-Volleyball, der im Zuständigkeitsbereich der Landesverbände liegt, wurde eine sofortige Beendigung ebenfalls empfohlen.

„Diese Entscheidung ist zwar sehr schade, aber wir unterstützen sie natürlich vollumfänglich. Die Gesundheit unserer Sportler geht vor“, sagte Dieter Theis von BW Aasee. Der Stadtteilclub hätte im Mai die Deutschen U-18-Meisterschaften der Mädchen ausrichten sollen. Komplett eingestellt wurde am Donnerstag auch die Saison in den 2. Bundesligen.

Handball:

Der Handball-Verband Westfalen sagte am Donnerstag alle Veranstaltungen, Sitzungen und Maßnahmen bis auf weiteres ab. Der Spielbetrieb im Kinder-und Jugendbereich wurde sofort eingestellt. Der Erwachsenenspielbetrieb ruht zunächst. Spätestens zum 19. April wird über eine „mögliche Wiedereinsetzung der Punktspiele im Erwachsenenbereich und der Saisonwertung in den jeweiligen Ligen entschieden.

Basketball:

Sämtliche Körbe bleiben am Wochenende vernagelt. Der Westfälische Basketballverband hat den Spielbetrieb ausgesetzt, die Kreise sind diesem Vorbild gefolgt. Eine Zwangspause müssen auch die besten Jung-Korbjäger des Landes einlegen. Wie bei den Vorbildern in der Basketball-Bundesliga (BBL) bleiben die Hallen auch für die Teams der Junioren-Bundesliga (JBBL) und Nachwuchs-Bundesliga (NBBL) verschlossen.

Tischtennis:

Trotz der Ausbreitung des Corona-Virus geht der Westdeutsche Tischtennis-Verband weiterhin davon aus, alle angesetzten Punkt- und Pokalspiele durchführen zu können. In einer Mitteilung vom Donnerstag heißt es: „Diese Sichtweise wird unterstützt durch Informationen seitens des LSB NRW und des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes NRW, nach denen eine Infektions- und Ansteckungsgefahr bei Veranstaltungen unserer Größenordnung nicht höher ist, als sich im Alltag zu bewegen.“ Die beteiligten Vereine haben darüber hinaus die Möglichkeit, sich über eine Nachverlegung zu verständigen.

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