Leichtathletik: Volksbank-Münster-Marathon
Kooperation zwischen Münster und Enschede findet später statt

Münster -

Sie hatten Großes vor, doch Corona machte den Organisatoren der Marathon-Veranstaltungen in Enschede und Münster einen Strich durch die Rechnung. Weil der Lauf in den Niederlanden nicht stattfinden kann, ist die Kooperation ins nächste Jahr verschoben.

Montag, 16.03.2020, 17:06 Uhr aktualisiert: 16.03.2020, 21:44 Uhr
So weit die Füße tragen – gilt in diesen Tagen leider auch nur mit massiven Einschränkungen.
So weit die Füße tragen – gilt in diesen Tagen leider auch nur mit massiven Einschränkungen. Foto: Jürgen Peperhowe

Es hatte so etwas wie Aufbruchstimmung, als Michael Brinkmann und Euregio-Geschäftsführer Christoph Almering Ende vergangenen Jahres die Kooperation der beiden Marathon-Veranstaltungen im niederländischen Enschede und in Münster während einer Pressekonferenz in der Domstadt ankündigten und den europäischen Gedanken damit ein Stück weit auf den Sport projizierten.

Die europäischen Gemeinsamkeiten bleiben, nur der eine Part der beiden Kooperationspartner bricht nun aus erklärlichen Gründen weg. Am Montag sagten die Organisatoren auf niederländischer Seite die geplante 52. Veranstaltung, die für den 19. April vorgesehen war, wegen der Coronavirus-Pandemie „mit großem Bedauern“ ab, wie die Vorsitzende des Enschede-Marathons, Sandra Melief, betonte.

Die geplante Kooperation mit dem Volksbank-Münster-Marathon, die eine gemeinsame Euregio-Wertung sowie Startgeld-Vergünstigungen für Teilnehmer an beiden Läufen vorsah, muss damit auf das nächste Jahr verschoben werden. Ob in Enschede noch 2020 ein neuer Termin angeboten werden kann, ist für Melief momentan noch nicht absehbar. „Das ist von vielen Faktoren abhängig“, betonte die Vorsitzende.

Brinkmann, Vorsitzender des Münster-Marathon e.V., bedauerte die Absage, reihte sich in Zeiten der Pandemie aber naht- und klaglos in die Riege der vielen Organisatoren von Sportveranstaltern ein. „Schade, wir hatten die deutsch-niederländische Kooperation gerade wiederbelebt“, sagte Brinkmann, wohl wissend, dass viele Münsteraner auch in Enschede starten wollten – auch als Vorbereitung auf den Volksbank-Münster-Marathon am 20. September. Ob der stattfinden kann, sei angesichts der Pandemie-Entwicklung natürlich nicht seriös zu beantworten. Brinkmann kündigte jedoch Überlegungen an, nach denen der Einzahlungsbeleg der für Enschede angemeldeten Läufer gegebenenfalls als „Rabattmarke“ für den Münster-Marathon gelten könnte.

  • Die für den 24. März anberaumte öffentliche Pressekonferenz zum Volksbank-Münster-Marathon wurde am Montag abgesagt.
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