Sportstätten-Sanierung
Münsters Vereine profitieren von millionenschwerem Förderprogramm

Münster -

In gerade auch wirtschaftlich schweren Zeiten gibt es für Münsters Sport auch gute Nachrichten. 4,2 Millionen Euro fließen in die Sanierung von Sportstätten. Der Stadtsportbund zeigt den Weg zur Förderung auf - auch für die Zukunft.

Freitag, 20.03.2020, 16:43 Uhr aktualisiert: 22.03.2020, 18:36 Uhr
Typischer Sanierungshinweis: Hier möchte auch kein Gasttrainer Platz nehmen
Typischer Sanierungshinweis: Hier möchte auch kein Gasttrainer Platz nehmen Foto: imago-images

Robin Schneegaß ist schon mal „rum“: Der neue Geschäftsführer des münsterischen Stadtsportbundes hat die Gunst der Stunde genutzt und seine „Antrittsbesuche“ bei vielen Sportvereinen hinter sich gebracht. Nicht nur, um sich vorzustellen, seine Runde hatte in erster Linie mal damit zu tun, die Faktenlage zu checken. Es geht schließlich um sehr viel Geld: 4,2 Millionen Euro, „von denen wir trotz des Shutdown noch im März und April rund 3,15 Millionen Euro an Zuschüssen für die Vereine auf den Weg bringen wollen“, erläutert der SSB-Vorsitzende Michael Schmitz.

Darum geht’s: Im Förderprogramm „Moderne Sportstätten 2020“ des Landes zur Behebung des massiven Modernisierungs- und Sanierungsstaus von Anlagen in Vereinsträgerschaft stehen bis 2020 rund 300 Millionen Euro zur Verfügung – zusätzlich zu den 220 Millionen Euro für die Modernisierung kommunaler Sportstätten und zum Bundesprogramm in Höhe von vier Milliarden Euro im Rahmen des Investitionsfördergesetzes „Gute Schule“. Für die münsterischen Sportvereine bedeutet das NRW-Programm „Moderne Sportstätten 2020“ einen Anteil von 4,2 Millionen Euro – ungeachtet der anderen Förderprogramme von Bund und Land.

„Wir haben bereits nach Ende der Antragsfrist für die erste Vergaberunde 64 Anträge mit einem Volumen von über zehn Millionen Euro eingereicht“, schildert Schmitz. 34 Clubs (von rund 200 im SSB-Zuständigkeitsbereich) haben sich beteiligt. „Quer übers Stadtgebiet und durch alle Sparten verteilt“, freut sich der SSB-Vorsitzende, dass ein guter Querschnitt abgebildet ist und eine große Anzahl die Chance beim Schopfe ergriffen hat. „Jeder bis jetzt beteiligte Verein ist erst einmal mit je einem Projekt vertreten. Wir wollen natürlich, dass viele Clubs an dem Förderprogramm partizipieren“, sagt Schmitz.

Der SSB hat einen Arbeitskreis gegründet, dessen Mitglieder über ein gehöriges Maß an Expertise verfügen, so Schmitz. Als nächstes werden Empfehlungslisten – auch nach den Beobachtungen von Schneegaß vor Ort – erstellt, damit die ersten 3,2 Millionen Euro auch zeitnah beschieden werden. „Die Liste geht an die Staatskanzlei, wird dort gegengecheckt – und dann läuft die Auszahlung bilateral zwischen NRW-Bank und Vereinen“, sagte Schmitz. Dass aus der Fülle an Anträgen nicht alle gefördert werden können, ist für Schmitz nachvollziehbar. „Aber wir haben einen guten Überblick über die gewünschten Maßnahmen, um die wichtigen und notwendigen zuerst in Richtung Staatskanzlei priorisieren zu können.“ Rund zehn Prozent der Fördersumme sollen jeweils in Eigenleistung erbracht werden. Schmitz: „Das Programm muss aus unserer Sicht verlängert werden, möglichst mit noch höheren Mitteln.“ Bis Ende März soll eine Priorisierungsliste erstellt werden. Danach werden alle antragstellenden Vereine angesprochen, um Anpassungen oder Nachträge vorzunehmen.

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