Fußball: Preußen Münster
Bücherwurm Lucas Cueto gibt seine Shortlist an Buchtipps zum Besten

Münster -

Ein Fußballer als Bücherwurm? Preußen Münsters Flügelflitzer Lucas Cueto gehört zu dieser Sorte. Der 24-Jährige hat auf den Social-Media-Kanälen des SCP jüngst seine drei Lieblingsbücher vorgestellt. Und uns ebenfalls davon erzählt.

Freitag, 27.03.2020, 19:52 Uhr aktualisiert: 03.04.2020, 16:52 Uhr
Als ob er es gewusst hätte: Nach einem seiner zwei Tore in Jena zeigt Lucas Cueto mit der Hand eine „Drei“ – für drei Buchtipps oder war das doch eine andere Geste?
Als ob er es gewusst hätte: Nach einem seiner zwei Tore in Jena zeigt Lucas Cueto mit der Hand eine „Drei“ – für drei Buchtipps oder war das doch eine andere Geste? Foto: Jürgen Peperhowe

Man kann durchaus sagen, dass Lucas Cueto zu den Gewinnern des Trainerwechsels beim SC Preußen Münster gehörte. Unter Sascha Hildmann ist der Flügelstürmer aus dem Geschehen beim Fußball-Drittligisten nicht wegzudenken. Zuletzt agierte der Linksfuß vor allem auf der rechten Seite wie weiland Arjen Robben, nach der Winterpause war er Stammspieler mit zwei Treffern – dabei Matchwinner beim 2:1-Auswärtssieg in Jena – sowie zwei Torvorlagen und schob sich damit ins Blickfeld. Der ehemalige Torschützenkönig der U-19-Bundesliga (19 Treffer 2013/14) und mehrfache Junioren-Nationalspieler kann aber auch anders, Klavier spielen zum Beispiel, oder seine Lieblingsbücher des Augenblicks vorstellen – wie gerade auf den Social-Media-Kanälen des SCP geschehen. Unser Redaktionsmitglied Alexander Heflik sprach mit dem gebürtigen Kölner, der gerade 24 Jahre alt wurde, über Bücher und kaum über Fußball.

 

Kennen Sie Denis Scheck und Marcel Reich-Ranicki?

Lucas Cueto: Ja, natürlich. das sind bedeutende Literatur-Kritiker.

Das kommt überraschend, schließlich steckt man Fußballer gerne in die Playstation-Ecke und sieht sie nicht vor einem Bücherregal stehen. Lesen Sie denn viel?

Cueto: Ja, sehr viel. Und ich kenne auch viele Fußballer, die viel lesen. Das ist eher ein Klischee, dass Fußballer nur Fifa 20 spielen. Ich persönlich sehe Lesen nicht als etwas Besonderes an.

Können Sie sich noch an Ihr erstes Buch erinnern?

Cueto: Nein. Da habe ich wirklich keine Ahnung, vielleicht war es ein Comic.

Auf den Social-Media-Kanälen des SC Preußen Münster haben Sie drei Bücher vorgeschlagen, warum denn nun genau diese Lektüren?

Cueto: Das war nur als Gruß an unsere Fans gedacht. Ich bin nicht davon ausgegangen, dass das so ankommt. Ich fand alle drei Bücher sehr spannend.

Und welche Schmöker waren es?

Cueto: Dieses Buch wurde bereits verfilmt: „Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert“ von Joel Dicker, das war megaspannend.

Und?

Cueto: Dann noch „Achtsam morden“ von Karsten Dusse, ein Krimi.

Das dritte dann?

Cueto: Ein sehr dickes Buch, das sollte aber niemand abhalten es zu lesen, denn es hat einen tollen Schreibstil. „Das Haupt der Welt“ von Rebecca Gable.

Stehen Sie denn auf ein bestimmtes Genre?

Cueto: Nein, ich bin immer offen für Tipps. Wenn mir jemand sagt, das habe ich gelesen, dann finde ich das gut. Ich versuche, quer durch alle Gebiete zu lesen.

Haben Sie denn ein Lieblingsbuch, eine Art persönliche Bibel?

Cueto: Ich denke, das habe ich noch nicht. An dem Punkt bin ich nicht, dass ich sage, dieses Buch muss jeder gelesen haben.

Sie haben auch drei Serien aus Streaming-Diensten empfohlen, was sagte denn die Mannschaft zu so viel Lese- und TV-Fachwissen?

Cueto: Da haben mich einige sofort hochgenommen. Aber viele von meinen Mitspielern fanden das gut.

Dann gibt es also demnächst den Buchclub beim SCP in der Kabine?

Cueto: Nein, eher nicht, wir sind immer noch Fußballer und kein Debattierclub. Eigentlich wollte ich den Preußen-Fans nur ein paar Ideen für die nächste Zeit geben.

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