Volleyball: Frauen-Bundesliga
Linda Bock bleibt Libera des USC Münster bis 2022

Münster -

Nationalspielerin Linda Bock hat ihren Vertrag beim USC Münster um zwei Jahre verlängert. Die wichtige Libera-Position ist damit beim Volleyball-Bundesligisten auch künftig erstklassig besetzt. Ein kleiner Baustein im Entscheidungsprozess könnte auch die Anstellung des neuen Sportlichen Leiters Ralph Bergmann gewesen sein.

Mittwoch, 01.04.2020, 17:14 Uhr aktualisiert: 03.04.2020, 11:36 Uhr
Weiter mittendrin: Libera Linda Bock verlängerte ihren Vertrag beim USC um zwei Jahre.
Weiter mittendrin: Libera Linda Bock verlängerte ihren Vertrag beim USC um zwei Jahre. Foto: Jürgen Peperhowe

Nun ist die Katze aus dem Sack, endlich. Der USC Münster hat Gewissheit, dass er weiter mit Linda Bock planen darf. Der Volleyball-Bundesligist und die hoch talentierte Libera einigten sich auf die Verlängerung des auslaufenden Vertrages. Das neue Papier hat Gültigkeit bis in den Sommer 2022. Bock wird somit zwei weitere Jahre das Trikot der Unabhängigen tragen, über eine mögliche Ausstiegsklausel machte der Club keine Angaben.

Kommentar

Linda Bock hat eine gute und kluge Entscheidung getroffen. Gut für den USC. Klug für die eigene Zukunft. Im Mai wird die Nummer 1 des USC 20. Sie hat noch alles vor sich, es bleibt genügend Zeit für die ganz großen Angebote und Herausforderungen. Bock spielt seit zwei Jahren für den USC. Sie ist Volleyball-Profi. In Münster hat sie ein angenehmes Umfeld und einen seriösen Arbeitgeber. Ein warmes Nest halt. Genau das braucht es in einer Zeit, die die ganze Welt vor gigantische Herausforderungen mit noch nicht absehbaren Konsequenzen stellt. Niemand weiß, was nach der Corona-Krise ist. Auch viele Sportvereine machen sich gerade verständliche Sorgen um ihre Existenz. Da ist es vorausschauend und grundgescheit von der 19-Jährigen, den gewiss reizvollen Auszug zu verschieben. Bock weiß sehr genau, was sie in und an Münster hat. Die Familie ist eine Autostunde entfernt zu Hause. Auch das wird die Volleyballerin bedacht haben. Durch die ganz großen Türen kann die Nationalspielerin auch später noch gehen. Wilfried Sprenger

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„Ich habe mich endgültig in Münster eingelebt und das Umfeld passt“, sagte die Spielerin. Ein kleiner Baustein im Entscheidungsprozess könnte auch die Anstellung des neuen Sportlichen Leiters Ralph Bergmann gewesen sein. Über den dekorierten Ex-Nationalspieler sagt Bock: „Mit ihm haben wir einen sehr kompetenten Mann in der Führung, ich schätze das sehr.“ Bergmann spielt den Ball gern zurück. „Wir sind sehr froh, Linda überzeugt zu haben, zumindest noch eine Weile bei uns zu bleiben. Sie hat die Chance, irgendwann die beste Libera Deutschlands zu sein“, sagte Bergmann, der neue Sportliche Leiter des USC. Natürlich war auch bei Trainer Teun Buijs die Freude über die Entscheidung der Abwehr- und Annahme-Spezialistin groß. Der Niederländer hatte in der Vergangenheit mehrfach auf „die unglaubliche Entwicklung“ seiner Hinterfeld-Kraft hingewiesen und ihr ebenfalls „eine große Zukunft“ bescheinigt.

Der riesige Leistungssprung des Ausnahmetalents, das im Sommer 2018 vom Zweitligisten Borken zum USC gewechselt war, blieb natürlich auch der Konkurrenz nicht verborgen. Bock hatte Begehrlichkeiten geweckt und Angebote erhalten. Dies verschaffte ihr ganz ohne Zweifel eine gute Verhandlungsposition. Münster warb mit „verbesserten Bezügen“ (Bergmann) und der Qualität des Standorts. Auch Präsident Martin Gesigora („Die Stadt hat viel zu bieten und der USC ein außerordentlich gutes Umfeld“) brachte sich in die Gespräche ein. Schlussendlich mit dem gewünschten Erfolg. „Wir sind sehr glücklich, dass sie bei uns bleibt. Linda ist trotz ihres jugendlichen Alters eine Stütze unserer Mannschaft“, erklärte der Club-Chef.

Trennen wird sich der USC von Doreen Luther. Nach einem Gespräch mit Sportchef Bergmann, der ihr keine Erstliga-Perspektive aufzeigen konnte, wurde der noch bestehende Vertrag mit der 23-Jährigen aufgelöst. Darüber hinaus zählt auch Johanna Müller-Scheffsky, zweite Libera hinter Linda Bock, nicht zum Kader. Ihr Kontrakt wurde nicht verlängert.

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