Haussport mit dem RV Münster
Klassiker im neuen Gewand

Münster -

In Corona-Zeiten sollte man weiterhin auf seine Fitness achten. Sportexperte Benedikt Göller gibt gute Tipps für den Hausgebrauch und zum Nachahmen.

Mittwoch, 01.04.2020, 20:38 Uhr aktualisiert: 01.04.2020, 20:40 Uhr
U-19-Kader-Ruderer Laurin Kipp macht es vor: So geht die Reißkniebeuge.
U-19-Kader-Ruderer Laurin Kipp macht es vor: So geht die Reißkniebeuge. Foto: RV Münster

Benedikt Göller ist ein ausgewiesener Sportexperte und gibt sein Wissen gerne und bei Bedarf auch ungefragt weiter. Als Sportlehrer am Annette-Gymnasium beispielsweise oder als Stützpunkttrainer im Nachwuchsleistungssport.

Die Tipps des 31-Jährigen können schon mal schmerzhafte Nebenwirkungen haben, in jedem Fall jedoch gute Folgen für Fitness, Beweglichkeit und Kondition – wie die Erfolge seiner Schützlinge beim RV Münster eindrucksvoll belegen. In Corona-Zeiten hilft Göller auch gerne dem Durchschnittssportler auf die Beine – diesmal jedoch auf Nachfrage mit guten Tipps für den Hausgebrauch und zum Nachmachen.

Übung Nummer eins:

Die Reißkniebeuge

Es gilt viele verschiedene Varianten der klassischen Kniebeuge. Die Reißkniebeuge hat ihren Ursprung im Gewichtheben – genauer gesagt in der Disziplin „Reißen“. Diese Form der Ausführung gilt als eine der anspruchsvollsten im Hinblick auf die Aspekte Mobilisation und Stabilisation in Knie-, Hüft- und Schultergelenk. Ein perfekter Ganzkörper-Allrounder also und damit eine gute Warm-up-Übung. Als Hantelalternative können Besenstiele oder einfach Bänder auf Zug genutzt werden.

Los geht’s:

  • 1. Starte in schulterbreitem Stand mit leichter V-Stellung der Füße. Der Stab wird mit gestreckten Armen leicht hinter dem Kopf gehalten. Der Blick ist nach vorne gerichtet.
  • 2. „Cowboy-Stellung“: Schiebe deine Knie aktiv nach außen in den O-Bein-Stand und gehe nun langsam und kontrolliert in die tiefe Hockbewegung. Der Stab bleibt dabei immer leicht hinter dem Kopf.
  • 3. Halte deinen Oberkörper aufrecht und unter Spannung. Die Füße haben zu jeder Zeit vollen Bodenkontakt (nicht mit den Fersen abheben). Versuche als Bewegungsziel die Hüfte unter Kniegelenkshöhe zu bekommen, um deine volle Beweglichkeit zu nutzen.

Tipp: Erreichst du die tiefe Hockposition nicht ohne vorher mit den Fersen abzuheben, kannst du deine Ferse leicht erhöhen (z.B. ein weiterer Stab oder eine Teppichkante).

  • 4. Halte dein Kniegelenk stabil im Raum, indem du die Knie weiterhin nach außen schiebst. Gehe nun in eine schnellere, dynamische Streckbewegung nach oben.
  • Tipp: Wer die Übung mit mehr Kraft ausführen und seine Stabilität trainieren möchte, kann in der tiefen Hockposition einen Partner leicht auf den Stab drücken lassen. Wer die Übung mit 20 Wiederholungen täglich durchführt, wird bereits nach einer Woche eine bessere Beweglichkeit merken.

 

Maßnahmen der NRW-Landesregierung

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  • Die Bundesregierung und die Länder haben sich am Sonntag (22. März) auf weitere Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie geeinigt. Die Einschränkungen gelten zunächst bis zum 20. April.

    Foto: dpa
  • Schulen und Kitas geschlossen

    Bereits seit Montag (16.3.) sind die Schulen in NRW geschlossen. Die Lehrer blieben im Dienst, zur Vorbereitung von Abschlussarbeiten etwa oder um digitale Unterrichtsformen durchzuführen.

    Ebenso dürfen Kinder bis zum schulpflichtigen Alter seit Montag nicht mehr in Kitas gebracht werden. Kinder sollten nicht bei Großeltern untergebracht werden.

    Für die Kinder des Personals, das zur Bewältigung der Krise notwendig sei, gibt es besondere Betreuungsangebote.

    Foto: Caroline Seidel
  • Geschäfte und Läden werden geschlossen.

    In Nordrhein-Westfalen sind seit Mittwoch (18.3.) alle Geschäfte und Läden geschlossen, die nicht der täglichen Grundversorgung dienen. Supermärkte, Wochenmärkte, Apotheken, Drogerien, Baumärkte, Großmärkte, Lieferdienste, Apotheken, Zeitschriftenhandel und Friseure zum Beispiel bleiben auf. Lebensmittel dürfen sonntags verkauft werden. Aber alle großen Supermarktketten wollen vorerst bei ihren Öffnungszeiten bleiben und nicht sonntags öffnen.

    Foto: dpa
  • Spielplätze

    Alle Spiel- und Bolzplätze sind gesperrt. "Bitte jetzt nicht auf irgendwelche Wiesen ausweichen", mahnte NRW-Familienminister Stamp.

    Foto: dpa
  • Gastronomie

    Restaurants,Bars, Cafés, Kneipen und Amüsier-Etablissements müssen ganz schließen. Nur Lieferung oder Abholung sind noch möglich.

    Foto: dpa
  • Tourismus

    Hotels dürfen keine Touristen mehr beherbergen. Reisebusreisen sind verboten.

    Foto: dpa
  • ÖPNV wird eingeschränkt:

    Der öffentliche Personennahverkehr in NRW wird wegen der Corona-Krise eingeschränkt. Bahn und Busse fahren vielerorts nur noch nach dem Ferien-Fahrplan. Es wird empfohlen, nur noch in dringenden Fällen den öffentlichen Nahverkehr zu nutzen. Fahrkarten-Kontrollen werden nicht mehr durchgeführt.

    Die Stadtwerke Münster bitten  alle Fahrgäste, in den Stadtbussen bis auf Weiteres nur die hinteren Türen für den Ein- und Ausstieg zu nutzen. Die erste Tür direkt bei der Fahrerin oder beim Fahrer bleibt vorsorglich geschlossen, im Bus werden keine Tickets mehr verkauft.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Freizeit

    Per Erlass der Landesregierung sind Veranstaltungen grundsätzlich untersagt, dazu gehören auch alle Konzerte oder Aufführungen.

    Kultureinrichtungen wie Ausstellungen und Kinos sind geschlossen. Auch Tier- und Freizeitparks müssen den Betrieb einstellen, gleiches gilt für Sportanlagen.

    Foto: Matthias Ahlke2
  • Sportbetrieb eingestellt

    Keine Spiele, kein Training. Auch Fitnessstudios und Schwimmbäder dürfen nicht mehr öffnen. Der Sport in NRW steht komplett still.

    Foto: imago-images
  • Gottesdienste abgesagt:

    Es dürfen ab sofort keine Gottesdienste mehr abgehalten werden. Alle religiösen Veranstaltungen müssen bis auf Weiteres abgesagt werden.

    Foto: Oliver Werner
  • Sommersemester-Start an NRW-Hochschulen verschoben:

    Wegen der Ausbreitung des Coronavirus wird auch der Start des Sommersemesters an den nordrhein-westfälischen Hochschulen vorerst bis zum 20. April, dem Ende der Osterferien, verschoben.

    Ursprünglich sollte das Sommersemester an den Fachhochschulen am 23. März und an den Universitäten am 6. April beginnen.

    Foto: Sebastian Gollnow
  • Operationen verschieben:

    Alle nicht zwingend nötigen Operationen in NRW sollen wegen der Coronakrise auf absehbare Zeit verschoben werden. Das sagte Ministerpräsident Armin Laschet (CDU). 

    Foto: Georg Wendt
  • Keine Besuche mehr in Pflege- und Altenheimen in NRW:

    Wegen der Ausbreitung des Coronavirus dürfen Alten- und Pflegeheime in NRW grundsätzlich nicht mehr besucht werden. Besuche seien nur in dringenden Ausnahmefällen möglich, sagte Ministerpräsident Armin Laschet bei einer Pressekonferenz in Düsseldorf.

    Foto: Klaus-Dietmar Gabbert

 

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