Speckbrett: Liga-Auftakt
Hobbyprojekt mit acht Mannschaften startet Ende Juni in Münster

Münster -

Münster hat eine funktionierende Speckbrett-Szene, pickepackevolle Stadtmeisterschaften – und nun auch eine Liga für die lokale Trendsportart. Die erste Saison beginnt mit Widrigkeiten aufgrund von Corona, soll aber ohnehin erst mal ein Testlauf sein. Die Idee klingt charmant.

Samstag, 23.05.2020, 09:01 Uhr aktualisiert: 23.05.2020, 12:01 Uhr
Simon Voß (l.) und Christian Buller (r.) haben die neue bunte Speckbrettliga ins Leben gerufen.
Simon Voß (l.) und Christian Buller (r.) haben die neue bunte Speckbrettliga ins Leben gerufen. Foto: Cengiz Sentuerk

Speckbrett in Münster boomt seit einigen Jahren wieder mächtig. Nun bekommt die Holzschläger-Fraktion etwas Neues serviert: Am 27. Juni beginnt ein erster Ligabetrieb. Pandemiebedingt etwas verspätet, aber die erste Saison sollte eh ein Teslauf werden.

„Wir probieren das jetzt einfach mal aus, schauen, wie es läuft und stehen Verbesserungen offen gegenüber. Keiner muss genervt sein, wenn nicht alles sofort funktioniert“, sagt Christian Buller, der die Idee gemeinsam mit Simon Voß und Arne Geraedts umsetzt. Das Trio ist gemeinsam in der Initiative „Münster lebt Speckbrett“ aktiv, die zuerst den Erhalt der Plätze im Südpark erfolgreich forcierte und sich nun zum Ziel gemacht hat, die Spezialsportart weiter voranzutreiben. „Der Bedarf steigt stetig, seit drei, vier Jahren wird wieder viel mehr gespielt“, sagt Voß. „Vor zehn, 15 Jahren ging es steil bergab, der Trend hat sich ins Gegenteil verkehrt.“

In der Liga soll natürlich der Spaß im Vordergrund stehen, Plan ist der Austausch unter Hobbyspielern. Wenn es die Verordnungen zulassen, auch irgendwann mit einem kühlen Getränk nach dem Match. „Wir beachten natürlich alle Hygienevorschriften“, sagt Buller. „Angeknüpft ist das Projekt ein bisschen an die Bunte Liga im Fußball.“ 

Regeln, Ansetzungen, Platzauswahl
  • Gespielt wird nach Absprache mit mindestens drei Spielern pro Team. Die Aufstellungsform ist angepasst und hat ihren Ursprung im Tischtennis
  • Alle Partien werden ausgetragen, auch wenn alles frühzeitig entschieden ist. Maximal vier Punkte werden vergeben (bei 7:0 oder 6:1). Ist das Ergebnis knapper, werden die Zähler 3:1 verteilt.
  • Wo gespielt wird, ist nicht vorgegeben. Auch ob Asphalt oder Asche. Empfohlen wird die Sentruper Höhe mit den meisten Courts. Auch Hiltrup bietet sich gerade im Hochsommer mit sehr guten Ascheplätzen an. Ist gerade nichts frei, müssen die Spieler eben warten.
  • Los geht es mit acht Teams. Auf Sicht sind auch Hin- und Rückrunde denkbar, ebenso eine zweite oder dritte Staffel.
  • Ein Spieler kann nicht für zwei Teams in einer Saison auflaufen, nachträgliche Meldungen sind aber kein Problem.
  • Angesetzt werden die Begegnungen jeden zweiten Samstag. Sie können aber acht, neun Tage vor oder nach dem Termin ausgetragen werden.
  • Wer Speckbrett ausprobieren will, kann sich im „Tante August“ kostenlos Schläger leihen. Das Café sponsert auch die Liga, weitere Supporter werden noch gesucht.
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Stadtmeisterschaften unangefochten

Das Nonplusultra bleiben natürlich die Stadtmeisterschaften im Spätsommer, im neuen Format kann sich aber jeder wiederfinden. Bisher haben vier Teams gemeldet, unter anderem eins vom TuS Hiltrup, eins aus Kinderhaus und auch Voß, der für den 1. TTC Münster spielt, stellt mit Tischtennis-Kollegen eine Mannschaft.

Aus seiner eigentlichen Sportart hat er auch das flexible Spielsystem abgekupfert und gemixt. „Wir wollten wenig Starrheit, alles möglichst offen gestalten. Es können auch drei gegen acht Spielen. Die drei haben dann höchstens konditionelle Nachteile.“

Beim größten Club der Stadt, dem SV Sentruper Höhe, wo Buller auch Mitglied ist, kam der Vorstoß gut an. Auch andere Sportler signalisierten schon Interesse. Anmeldungen sind bis zum 1. Juni noch möglich. Knapp vier Wochen später kann der erste Aufschlag erfolgen.

Die Website der Liga: www.speckbrettliga.de

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