Leichtathletik: 19. Volksbank-Münster-Marathon
Deutscher Leichtathletik-Verband und Düsseldorfer Staatskanzlei jetzt mit im Boot

Münster -

Die sportlichen Großveranstaltungen in Münster sind reihenweise der Coronakrise zum Opfer gefallen. Nur die 19. Auflage des Volksbank-Münster-Marathons ist noch nicht abgesagt. Cheforganisator Michael Brinkmann möchte aber langsam Klarheit von offizieller Seite.

Freitag, 05.06.2020, 17:54 Uhr aktualisiert: 05.06.2020, 18:39 Uhr
Will langsam Klarheit: Chef-Organisator Michael Brinkmann
Will langsam Klarheit: Chef-Organisator Michael Brinkmann Foto: Wilfried Hiegemann

Was denn nun: Läuft’s in Münsters Sport rund, nachdem Sporthallen, Schwimmbäder und Tennisplätze zumindest eingeschränkt wieder zur Verfügung stehen? Den Umständen entsprechend, wäre eine passende Antwort, denn die Pandemie lässt eine konkrete Einschätzung der aktuellen Situation noch nicht zu. Mit den Umständen ganz und gar nicht zufrieden sind die Organisatoren des Volksbank-Münster-Marathon. Können sie auch nicht sein, weil – pandemiebedingt – eben noch nicht raus ist, ob die 19. Auflage am 20. September denn nun stattfinden darf oder eben nicht. Der Münster-Marathon e.V. in der Warteschleife: Ein Gefühl, das nicht behagen kann.

Michael Brinkmann will Klarheit. „Bis auf den Berliner Senat, der bis 30. Oktober alle sportlichen Großveranstaltungen, also auch den Berlin-Marathon, vor und mit Publikum abgesagt hat, gibt es keine Landesregierung, die eine definitive Aussage trifft“, sagte der Marathon-Vorsitzende. Auch nicht die in NRW. Und so wandte sich der umtriebige Chef-Organisator des münsterischen Lauf-Events gemeinsam mit Markus Frisch (Köln-Marathon) an die Düsseldorfer Staatskanzlei und den Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV). Mit Input durch weitere Veranstalter haben German Road Races – der Zusammenschluss deutscher Laufveranstalter, Brinkmann und Frisch – ein Konzept entwickelt, das am vergangenen Dienstag in einer Videokonferenz dem DLV vorgestellt wurde. Auf acht Seiten werden Hygienestandards und Durchführungsbestimmungen dargestellt, die eine Veranstaltung nach den Corona-Standards ab dem 1. September ermöglichen sollen. Nach erneuter Beratung und abschließender Beurteilung durch den DLV soll das Konzept der Staatskanzlei vorgelegt werden. Brinkmann hofft, dass dann alle Zweifel ausgeräumt sind. Bereits nach dem vergangenen Münster-Marathon 2019 liefen die Vorbereitungen für den nächsten an, seit März dieses Jahres plant der Orga-Stab allerdings ins Blaue. Brinkmann: „Egal, wie es ausgeht: Wir brauchen nun Planungssicherheit. Sagen wir den Marathon ab und es stellt sich dann später als verfrüht heraus, sind wir die Dummen.“

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