Fußball: Videokonferenz des Kreises 24
Drei A-Ligen gehen in der neuen Saison an den Start

Münster -

Unter die abgebrochene Spielzeit bei den Amateurfußballern hat der Kreisvorstand endgültig einen Strich gezogen. Kreisvorsitzender Norbert Krevert bat am Montag Funktionsträger und Vereinsvertreter zur ersten Online-Kreisfußballkonferenz.

Dienstag, 23.06.2020, 17:02 Uhr
Abhaken: Kreisvorsitzender Norbert Krevert (rechts) ist froh, die abgebrochene Spielzeit zu den Akten legen zu können.
Abhaken: Kreisvorsitzender Norbert Krevert (rechts) ist froh, die abgebrochene Spielzeit zu den Akten legen zu können. Foto: Thomas Austermann

Mit Verbandsflagge im Hintergrund: Aus seinem Büro daheim begrüßte Kreisvorsitzender Norbert Krevert am Montag Funktionsträger und Vereinsvertreter zur ersten Online-Kreisfußballkonferenz. Ein 45-minütiges Experiment in Zeiten von Corona – das hoffentlich nicht zur Gewohnheit wird. Grund der virtuellen Zusammenkunft: unter den Saisonabbruch endlich einen Haken zu machen und den Blick nach vorne zu richten. Die einschneidendste Veränderung im Zuge des vermehrten Aufstiegs auf Kreisebene ist der Beschluss, in der Spielzeit 2020/21 mit drei A-Ligen zu starten. Redaktionsmitglied André Fischer hat mit Krevert gesprochen.

Norbert, ist Ihnen am Montag ein Stein vom Herzen gefallen?

Krevert: Das ist so, ja. Es waren nervenaufreibende Monate. Ich freue mich am meisten darüber, dass die Vereine uns eine große Akzeptanz entgegenbringen und die Entscheidungen mittragen. Dieses „Wir-Gefühl“ imponiert mir.

Das klare Votum für den alternativlosen Abbruch kam spät. Zu spät?

Krevert: Um einen Abbruch rechtssicher zu machen, benötigte der Verband zum einen die Zustimmung der Kreise in Form der Ständigen Konferenz, zum anderen die Zustimmung des Verbandstages. Und alle Beschlüsse waren an Einladungsfristen gekoppelt. Zunächst musste die Einladungsfrist der Ständigen Konferenz eingehalten werden, zum anderen die Einladungsfrist zum Verbandstag. Denn nur so konnten wir einen rechtssicheren Weg beschreiten. Das war der Grund, warum wir erst Anfang Juni die – aus unserer Sicht – einzig richtige Entscheidung treffen konnten. Es war nicht unsere Absicht, die Vereine auf die Folter zu spannen.

24 Aufsteiger und keine Absteiger stellen den künftigen Spielbetrieb vor Herausforderungen. Die Aufstockung der A-Liga auf drei Staffeln war unumgänglich?

Krevert: Aus unserer Sicht schon. Die A-Ligen sind in der kommenden Saison mit 38 Teams prall gefüllt. Jede Mannschaft hätte in einer 19er Liga 38 Spieltage vor sich gehabt. Sechs bis acht Wochenspieltage wären unabwendbar gewesen. Das bedeutet kaum Spielraum für mögliche Verlegungen oder Nachholspiele. Wir wären auf einen milden Winter angewiesen gewesen. Und niemand weiß, ob Corona uns hier und da noch zu lokalen Verlegungen zwingt. Nicht zumutbar. Ausschussvorsitzender Helmut Thihatmar hat darum ein Konzept mit drei A-Ligen entwickelt.

Wer steigt denn dann auf?

Krevert: Unabhängig davon, ob wir am Ende zwei oder 1,5 Aufsteiger in die Bezirksliga stellen, aktuell gehen wir von zwei aus, spielen die drei Meister eine Aufstiegsrelegation in drei Spielen auf neutralem Platz aus.

Wann glauben Sie, geht es im Fußball auf Kreisebene weiter?

Krevert: Tendenziell im September. Wir müssen die aktuellen Entwicklungen abwarten. Der Fall Gütersloh zeigt, was alles passieren kann.

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