Fußball: Regionalliga
Preußen-Neuling Langlitz berichtet von Scharmützeln mit Coach Hildmann

Münster -

Alexander Langlitz stand schon öfter bei Preußen Münster für eine Rückkehr auf dem Zettel. Richtig intensiv wurde es erst jetzt. Zugleich berichtet der Neuzugang, der von den SF Lotte kommt, dass er an der Seitenlinie schon mehrfach mit seinem neuen Trainer Sascha Hildmann aneinandergeriet.

Montag, 03.08.2020, 20:31 Uhr aktualisiert: 03.08.2020, 22:18 Uhr
Vom Lotter Kreuz an die Hammer Straße: Alexander Langlitz
Vom Lotter Kreuz an die Hammer Straße: Alexander Langlitz

Sein Name wurde in Münster in den vergangenen Jahren mehrmals gehandelt. Losen Kontakt gab es oft, intensiv wurden die Bemühungen aber erst in diesem Sommer. Nun haben Alexander Langlitz und die Preußen doch noch wieder zusammengefunden. Am Montag unterzeichnete der in Ostbevern aufgewachsene Profi, der einst bis zum ersten U-19-Jahr an der Hammer Straße spielte und dann über den FC Schalke 04 und RW Essen nach Lotte weiterzog, einen Vertrag. Seinen Kontrakt am Autobahnkreuz hatte er tags zuvor aufgelöst. „Ich habe nach der Anfrage um die Freigabe gebeten, mir wurden keine Steine in den Weg gelegt. Alles im Guten.“

Der Rechtsverteidiger ist also quasi der direkte Nachfolger von Ex-Kapitän Julian Schauerte, mit dem sich der Club nicht auf eine Verlängerung verständigen konnte und der sich nun wie Luca Schnellbacher der offenbar sehr zahlungskräftigen SV Elversberg aus der Südwest-Staffel anschließt. Langlitz – geboren bei St. Petersburg – hat 90 Drittliga-Partien absolviert (drei Tore), dazu 146 in der Regionalliga West (20 Treffer). Er gilt als kampf- und laufstarker Akteur. „Ein gestandener Mann, der einen großen Erfahrungsschatz mitbringt und als Führungsspieler ein Eckpfeiler in unserer Defensive sein wird“, sagt Sportchef Peter Niemeyer, der die Verbundenheit zu Verein und Stadt hervorhebt.

Testspiele größtenteils terminiert

Weitere Testspiele hat der SCP für die nächsten Wochen festgelegt. Nach den bereits feststehenden Partien beim MSV Duisburg (8. August), bei der Hammer SpVg (9. August) und beim 1. FC Gievenbeck (12. August) geht es am 16. August (15 Uhr) zum Oberligisten Holzwickeder SC, ehe am 22. August um 15 Uhr Nord-Regionalligist SSV Jeddeloh II zu Gast im Preußenstadion ist. Der Gegner am 26. August ist noch offen, am 29. August (15 Uhr) wartet Oberligist 1. FC Bocholt auf die Münsteraner. Bis auf die Begegnung bei Drittligist Duisburg sind jeweils 300 Zuschauer zugelassen. Details zum Kartenvorverkauf liefert die SCP-Website: www.scpreussen-muenster.de

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„Ich habe immer eine Verbindung zu Preußen gehabt“, bestätigt der 29-Jährige, der nach elf Jahren zurückkommt und seit langer Zeit in Münster lebt. „Es fühlt sich wie eine Heimat für mich an. Ich bin fit, ich will richtig Gas geben.“ Trainer Sascha Hildmann kennt er aus einigen Drittliga-Duellen gut. „Da ich ja immer an der Seitenlinie spiele, wurde es da auch mal hitzig. Aber das finde ich ja gerade genau richtig.“

Preußen-Saisonstatistik 2019/20

1/20
  • Einsätze: Kapitän Julian Schauerte verpasste nur eine Partie (in Mannheim) gelbgesperrt. 34-mal am Ball waren Heinz Mörschel und Torhüter Max Schulze Niehues. Auf 33 Einsätze kam Luca Schnellbacher, auf 32 Simon Scherder, Okan Erdogan und Seref Özcan, auf 31 Kevin Rodrigues Pires. Insgesamt wurden 26 Akteure eingesetzt. Ugur Tezel, Naod Mekonnen (1 Spiel) und Marcel Hoffmeier (2) firmierten als Kurzarbeiter. Im Schnitt waren die Profis auf dem Feld 26,1 Jahre alt. Zehn Teams waren aber noch jünger.

    Foto: Peperhowe
  • Spielminuten: Die 3330 von Schauerte sind natürlich unübertroffen. Stolze Werte liefern aber auch Schulze Niehues (3060) und Scherder (2806). Der Abstand auf Schnellbacher (2246), Mörschel (2215), Fridolin Wagner (2193), Rodrigues Pires (2120) und Özcan (2036) ist schon gehörig.

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  • Tore: Wer hätte das gedacht? Mörschel war mit acht Treffern bester Schütze, der im Winter abgebrauste Rufat Dadashov und Maurice Litka erzielten jeweils sechs, Schnellbacher und Lucas Cueto je fünf Tore.

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  • Assists: Nicht schlecht für einen Abwehrspieler – acht Treffer bereitete Schauerte vor. Schnellbacher und Özcan legten sechsmal auf, Rodrigues Pires viermal, Cueto und Ole Kittner dreimal.

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  • Scorer: Die Scorer-Wertung führen die Königstransfers Schnellbacher und Schauerte mit elf Punkten an, es folgen Mörschel (9), Litka, Cueto, Dadashov (je 8) und Rodrigues Pires (7).

    Foto: Peperhowe
  • Joker: Am letzten Spieltag setzte sich Litka hier mit zwei Toren nach Einwechslung noch an die Spitze. Auch Grodowski, Dadashov, Cueto, Schnellbacher, Mörschel und Özcan trafen, nachdem sie zunächst auf der Bank gesessen hatten.

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  • Karten: Die häufigsten Gelbsünder waren Scherder und Fridolin Wagner (je 9). Auch Jan Löhmannsröben, Litka, Mörschel (je 8), Rodrigues Pires, Erdogan (je 7), Schauerte (6) und Schnellbacher (5) handelten sich eine Sperre ein. Rot sahen Wagner und Niklas Heidemann, die Ampelkarte erhielten Scherder, Kittner und wiederum Wagner, der damit ligaweit auf Platz zwei in der Wertung der „Bösen Buben“ liegt.

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  • Noten: Top-Preuße – wen wundert es – ist Keeper Max Schulze Niehues (Schnitt 2,76). Die Winter-Zugänge Löhmannsröben (3,00) und Oliver Steurer (3,16) folgen dahinter. Scherder (3,22), Özcan (3,28), Wagner (3,38), Cueto (3,39), Alexander Rossipal (3,45) und Erdogan (3,46) liegen außerdem noch im passablen Bereich.

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  • Teilzeitkraft I: Häufigster Joker war Joel Grodowski mit 14 Einwechslungen bei 15 Einsätzen (1 Tor). Elfmal kam Philipp Hoffmann rein, zehnmal Erdogan und Marco Königs, neunmal Heidemann, Özcan und Mörschel.

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  • Teilzeitkraft II: 19-mal ausgewechselt wurde Litka, 15-mal Özcan und Rodrigues Pires, elfmal Schnellbacher, zehnmal Mörschel.
    Zuschauer: In der Coro

    Foto: Peperhowe
  • Zuschauer: In der Corona-Saison eigentlich keine messbare Größe, zumal einige Vereine sechs Geisterspiele zu Hause austragen mussten, andere (wie Münster) nur fünf.  91 716 Besucher kamen in den 14 Partien an die Hammer Straße (Schnitt 6551). Das reicht ligaintern nur für Platz elf hinter Krösus Braunschweig, Kaiserslautern, Magdeburg, 1860 München, Duisburg und Rostock, aber auch hinter Mannheim, Halle, Meppen und Ingolstadt. 

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  • Elfmeter: Vier Strafstöße erhielt der SCP in dieser Saison, alle waren drin. Mörschel verwandelte zweimal, Cueto und Dadashov einmal. Vier Elfmeter bekamen die Preußen gegen sich. Einen davon hielt Schulze Niehues.

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  • Positivserie: Zwei Siege am Stück gab es für Münster nur einmal: Kurz vor der Corona-Pause kam nach dem 2:0 beim KFC Uerdingen der 1:0-Heimsieg gegen Hansa Rostock.

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  • Negativserie: Zwischen Anfang August und Mitte Dezember warteten die Adler dagegen 13-mal auf einen Erfolg.

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  • Tabellenplätze: Beste Position war Rang vier nach dem zweiten Spieltag. Seit Runde zehn, also Ende September, steht Münster unterhalb der roten Linie. Schlechteste Position war vom 14. bis 21. Spieltag Rang 19, seitdem war der SCP mit einer Ausnahme immer 18.

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  • Heimbilanz: Im Preußenstadion holten die Westfalen sieben Siege und sechs Unentschieden, was bei 27:30 Toren zu 27 Punkten und Rang zwölf in diesem Ranking führt.

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  • Auswärtsbilanz: Sie ist grauenhaft. Nur zwei Siege in 19 Anläufen, insgesamt 13 Zähler, vorletzter Platz bei 22:32 Treffern.

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  • Halbzeit: Neunmal führte Münster zur Pause, nur fünfmal langte das zum Sieg. Nur einer von zehn Rückständen zum Seitenwechsel konnte anschließend noch zu einem Erfolg umgebogen werden. Insgesamt steht nach der ersten Hälfte Rang 14 mit 46 Punkten (21:24 Tore) zu Buche. Halbzeit zwei hingegen sieht die Preußen mit 40 Punkten auf dem 19. Rang (28:38 Tore).

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  • Ewige Tabelle: Hier steht Preußen weiter auf Rang sechs. Diese Position dürfte der Club zumindest für eine Saison auch verteidigen, da von hinten nur der Hallesche FC anrauscht (66 Zähler weniger). Münster kommt nach neun Drittliga-Jahren auf 342 Spiele, 125 Siege, 98 Unentschieden, 119 Niederlagen, 450:421 Tore und unterm Strich 473 Punkte.

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  • Die Saisonbilanz im Überblick.

    Foto: Manfred Krieg
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