Fußball: Westfalenliga
TuS Hiltrup nach der Enttäuschung im Angriffsmodus

Münster -

Der TuS Hiltrup war auf einem guten Weg. Dann kam Corona, dann der Abbruch. Nun nimmt der Westfalenligist einen neuen Anlauf. Der Kader, da ist sich Trainer Christian Hebbeler sicher, ist noch besser und breiter aufgestellt.

Dienstag, 04.08.2020, 16:08 Uhr
Luca de Angelis (r.) hatte viele Verletzungssorgen in der Vorsaison. Nun ist er fit und trifft auch wieder.
Luca de Angelis (r.) hatte viele Verletzungssorgen in der Vorsaison. Nun ist er fit und trifft auch wieder. Foto: Peter Leßmann

Der Stachel saß einige Wochen tief. Da redet Christian Hebbeler nicht um den heißen Brei. Mit dem TuS Hiltrup war der Trainer in seiner ersten Saison ganz nah dran an den Aufstiegsrängen, als der Abbruch kam. „Ich hatte schon ein paar Wochen Schwierigkeiten mit der Entscheidung. Wir hatten gegen die Top drei jeweils zweimal gespielt. Ich finde, uns wurde eine große Chance genommen, zumal wir sehr viel Herzblut investiert hatten und seit Herbst ungeschlagen waren. Man kann dazu mehrere Gedankengänge haben.“ Der Punkteschnitt sprach nach 18 von 28 Partien eben minimal für andere (SpVgg Vreden und Victoria Clarholz).

Jetzt befinden sich die Münsteraner in der Vorbereitung auf die neue Serie. Und Hebbeler hat halbwegs seinen Frieden mit dem Geschehenen gemacht. „Nüchtern betrachtet, hätte uns in der Oberliga ja ein Mammutprogramm erwartet. Und fürs Ego ist ein sportlicher Aufstieg sicher schöner.“ Also alles auf die Karte Meisterschaft? So weit würde der 34-Jährige nicht gehen. „Matchglück und Verletzungsfreiheit sind essenziell. Und da gibt es ja auch ein paar andere, die starke Kader haben.“ Etwa Nachbar 1. FC Gievenbeck oder Neuling Preußen Espelkamp, wie er anmerkt. „Platz eins kann keiner planen, da kommen viele Faktoren zusammen. Zwei, drei Gegner kann auch noch keiner einschätzen.“

Stürmer de Angelis wieder fit

Auch der TuS, der ein paar Veränderungen am Aufgebot vorgenommen hat, muss sich erst neu sortieren. In sechs bis acht Wochen, so der Coach, ließe sich mehr etwas sagen. Schon jetzt ahnt er, dass sein Team „im Vergleich zur Vorsaison qualitativ breiter und besser“ aufgestellt ist. „Offensiv liefen wir ja phasenweise auf der letzten Rille. Jetzt können wir auch mal ein, zwei Ausfälle verkraften.“ Mit Luca de Angelis ist immerhin ein vielversprechender Stürmer nach einer Seuchenspielzeit fit und schon wieder treffsicher. Ihm traut Hebbeler 20 Tore zu. Zumal er verspricht, dass Hiltrup einen gewissen Stil bei­behält. „Langholz wird nicht unser Ding sein.“

Sämtliche Testspiele bestreitet der TuS am Osttor. Am Samstag gegen den SC Spelle-Venhaus (16.30 Uhr), am Sonntag gegen den FC Gütersloh (16 Uhr), am 14. August gegen Preußen II (19 Uhr) – alles Oberligisten. Am 22. August kommt Bezirks­ligist SC Greven 09 (13 Uhr), am 29. August Landesligist SV Herbern (15.30 Uhr) und am 8. September Bezirks­ligist FC Nordkirchen (15 Uhr). Alles sehr klangvoll.

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