Fußball: Regionalliga
Preußen-Keeper Dedovic ist heiß auf den nächsten Lernprozess

Münster -

Die Nummer eins wird Marko Dedovic wohl noch nicht sofort bei den Preußen. Trotzdem oder gerade deshalb stellt sich der bisherige U-23-Keeper in den Dienst der Sache. Er möchte Max Schulze Niehues pushen und sich selbst weiterentwickeln.

Donnerstag, 06.08.2020, 15:11 Uhr aktualisiert: 06.08.2020, 16:16 Uhr
Marko Dedovic (v.) ist sich bewusst, dass er hinter Max Schulze Niehues vorerst Geduld benötigt.
Marko Dedovic (v.) ist sich bewusst, dass er hinter Max Schulze Niehues vorerst Geduld benötigt. Foto: Jürgen Peperhowe

Nun war es nicht so, dass Marko Dedovic nicht wusste, was auf ihn zukommt, als er am Montag vor 250 Fans zum Trainingsauftakt ins Preußenstadion einlief. Schon im Vorjahr war er bei dieser Veranstaltung dabei gewesen, und im Laufe der Saison durfte sich der Keeper in der Regel einmal pro Woche im Training der Profis zeigen.

Diesmal war dennoch etwas anders. Der 22-Jährige ist nun vollwertiges Mitglied im Kader der ersten Mannschaft. Kommuniziert wurde das erst in der vergangenen Wochen. Fixiert, das verriet er, war die neue Konstellation schon länger. „Es war für mich vollkommen okay, es mussten ja noch viele Sachen im Verein geregelt werden“, sagt Dedovic.

Große Fortschritte

Sein alter Trainer Sören Weinfurtner attestierte ihm gerade in der vergangenen Saison große Fortschritte in der U 23. „Es war für meine Entwicklung vielleicht ganz gut, dass ich mich erst bei einem Spitzenteam in der Westfalenliga und dann nach dem Aufstieg auf noch höherem Niveau in der Oberliga zeigen konnte“, so der Torhüter. Der nächste Schritt ist die Regionalliga.

Wobei sich seine Einsätze dort hinter Max Schulze Niehues wohl in Grenzen halten werden. „Ich will versuchen, ihn ein bisschen Druck spüren zu lassen, damit er alles aus sich rausholen muss. Als Nummer eins ist er eine absolute Identifikationsfigur für den Verein“, sagt Dedovic, der schon seit 2014 das Adler-Trikot überstreift, fast ein bisschen ehrfürchtig.

Hochgezogen an Tantow

Einen derartigen Lernprozess nimmt der gebürtige Wilhelmshavener, der auch einen serbischen Pass hat, nicht zum ersten Mal auf sich, um Kaderplätze und Einsätze musste er immer kämpfen und hangelte sich so zu neuen Sphären. „In der Zweiten hatte ich anfangs Stephan Tantow vor mir. Ohne ihn hätte ich mein Level nie so gesteigert.“

  • Ob noch ein dritter Keeper ins Boot geholt wird, ist offen. Marian Prinz, seit 2018 beim SCP, aber nur mit Einsätzen in der U 19 und U 23, geht aber definitiv.
  • Das Auswärtstrikot in schwarz, das hier Simon Scherder trägt, und das Ausweichtrikot in rot, das Alexander Langlitz angezogen hat, haben die Preußen am Donnerstag schon mal vorgestellt. Hintergrund: Bei den ersten Testspielen am Wochenende muss die Mannschaft ja etwas überstreifen – wenn auch ohne Schriftzug auf der Brust. Das grüne Heimdress wird daher auch erst dann präsentiert, wenn ein neuer Hauptsponsor gefunden ist. Deshalb beginnt der Verkauf auch noch nicht. In der vergangenen Saison warb der Wettanbieter Sunmaker auf den SCP-Shirts. Nun sucht der Club einen neuen Förderer. Bislang gibt es noch keine Signale, dass eine Einigung bevorsteht. 
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