Basketball: 2. Bundesliga Pro B
WWU Baskets starten mit drei Talenten in die lange Vorbereitung

Münster -

Die erste Einheit der Vorbereitung stand für die WWU Baskets Münster am Montagabend an. Drei Nachwuchskräfte mischten mit und bleiben auch beim Team, das sich vorgenommen hat, zu den Aufstiegsanwärtern zu zählen.

Montag, 10.08.2020, 20:51 Uhr
Auch Lorenz Neuhaus (l.), der aus dem UBC-Jugendprogramm aufrückt, ist beim Trainingsauftakt der Baskets dabei.
Auch Lorenz Neuhaus (l.), der aus dem UBC-Jugendprogramm aufrückt, ist beim Trainingsauftakt der Baskets dabei. Foto: fotoideen.com

Vom Alltag, so wie man ihn aus der Vor-Corona-Zeit kennt, kann man noch nicht wieder sprechen. Hygiene- und Abstandsregeln als Folge der anhaltenden Pandemie sind weiterhin das große Thema, und doch kehrt bei den WWU Baskets Münster wieder ein Stück Normalität ein mit dem Vorbereitungsbeginn, den Coach Philipp Kappenstein für Montagabend terminiert hatte.

Endlich wieder Einheiten mit nahezu voller Kaderstärke nach Kleingruppen-Training vor der Sommerpause, endlich wieder zurück auf den Platz nach fünfmonatiger Spielpause. „Es kann losgehen, alle haben richtig Lust. Ich bin gespannt, wie sich die Jungs präsentieren“, sagt Kappenstein.

Neuhaus, Christophel und Schell rücken auf

Der Pro-B-Ligist, der nach der Vizemeisterschaft 2019 in der abgebrochenen Saison Dritter der Nord-Staffel war, hat sein Aufgebot fast beisammen. Zwölf Akteure umfasst derzeit der Kader, dem ab sofort auch drei Talente aus dem Jugend-Leistungsprogramm des UBC Münster angehören. Lorenz Neuhaus (17), Benedikt Christophel (18) und Max Schell (17) – sie alle werden auch für die zweite Mannschaft sowie für die U-19-Bundesliga-Truppe auflaufen – rücken auf, sie sollen weitere Erfahrungen und Meriten sammeln. „Wir haben ihnen bewusst den zwölften Spieltagskaderplatz frei gehalten und erwarten, dass sie darum in jedem Training und Spiel fighten“, erklärt Kappenstein, der zudem die drei externen Neuzugänge Cosmo Grühn, Thomas Reuter und Oliver Pahnke beim Aufgalopp begrüßte. Besetzt sind dagegen noch nicht die Ausländerplätze, die zuletzt Center Malcolm Delpeche (Amerikaner mit britischem Pass) sowie Guard Marck Coffin (USA) belegten. Nervös oder unruhig wird der 41-Jährige aber nicht. Die Gespräche mit den ins Auge gefassten Kandidaten seien weit fortgeschritten, das Duo soll möglichst bald zu den Baskets stoßen. „Dass wir noch nicht komplett sind, ist kein Problem. Wir haben elf Wochen Zeit bis zum ersten Spiel, also deutlich mehr als in den vergangenen Jahren“, meint Kappenstein.

Die Belastung ist im Kontaktsport eine ganz andere. Da wollen wir anfangs vorsichtig sein und das Risiko minimieren.

Philipp Kappenstein

Intensiv, aber doch in passenden Dosen will er daher die Vorbereitung durchführen – besonders in möglichen Spielformen, etwa bei Fünf-gegen-fünf. „Die Belastung ist im Kontaktsport eine ganz andere. Da wollen wir anfangs vorsichtig sein und das Risiko minimieren.“ Aus diesem Grund ist das erste von zehn Testspielen (von der Regionalliga bis zur Pro A) erst in drei Wochen angesetzt. „Insgesamt haben wir, glaube ich, einen stimmigen Plan.“

Auf gemächliche Einheiten dürfen sich Kapitän Jan König, Stefan Weß oder Jasper Günther ganz sicher nicht einstellen, täglich lässt Kappenstein seine Mannen antreten. Die Grundlagen im athletischen Bereich werden gelegt, konditionelle Schwerpunkte setzt das Trainerteam zu Beginn – Tests inklusive. Daneben gilt es, das neue Trio zu integrieren und nach den Abschieden von Alex Goolsby sowie Leo Padberg das Mannschaftsgefüge neu zu sortieren, um so zu einer echten Einheit zu werden. Denn die werden die Baskets sein müssen, wollen sie ihrem Anspruch, ein Aufstiegskandidat zu sein, gerecht werden.

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