Hygienekonzepte
Münsters Vereine arbeiten am Comeback des Berg Fidel

Münster -

Anfang September startet der SC Preußen Münster in die Regionalliga-Saison, einen Monat später schmettern die USC-Spielerinnen erstmals um Bundesligapunkte. Mitte Oktober gehen die Baskets auf Korbjagd und zum Jahreswechsel bittet der 1. FC Gievenbeck zur Stadtmeisterschaft – und alles am Berg Fidel, und alles in Corona-Zeiten.

Donnerstag, 13.08.2020, 17:24 Uhr
Volle Tribüne in der Sporthalle am Berg Fidel: Ein Bild aus besseren Zeiten.
Volle Tribüne in der Sporthalle am Berg Fidel: Ein Bild aus besseren Zeiten. Foto: Jürgen Peperhowe

Am Berg Fidel schlägt Münsters Herz des Sports – wenn nicht gerade Corona das Zepter schwingt. Damit aber auch künftig wieder Sportler und Fans am Berg Fidel auf ihre Kosten kommen, ohne als Virenschleudern in die Schlagzeilen zu geraten, haben die betroffenen Vereine jetzt im Schulterschluss mit der Stadt Münster Maßnahmen besprochen und teilweise beschlossen. Fußball-Regionalligist Preußen Münster hat ein Hygienekonzept für das Stadion erarbeitet. Vertreter des USC Münster, die Korbjäger der Baskets sowie der 1. FC Gievenbeck als Veranstalter des weihnachtlichen Hallenspektakels um die Fußball-Stadtmeisterschaft haben mit den Leitungen von Corona-Krisenstab, Gesundheits-, Ordnungs- und Sportamt den überdachten Sport in Münsters Süden überdacht. Ziel ist es, den Berg Fidel wieder zum Hotspot zu machen: Für den Sport – nicht für das Virus.

Hygienekonzept der Preußen

Aktuell kann der SC Preußen für das erste Regionalliga-Heimspiel am 12. September mit 300 Zuschauern planen, das frisch erarbeitete und nach Zustimmung des Krisenstabs zumindest theoretisch einsetzbare Hygienekonzept sieht eine Stadionauslastung von 14,3 Prozent vor. Entscheidend für den Zeitpunkt der Rückkehr der Fans ist allerdings nicht das Konzept selbst, sondern die Verfügungslage der aktuell geltenden Corona-Schutzverordnung.

USC, Baskets und der FC Gievenbeck gemeinsam

Noch ohne konkrete Festlegungen blieb ein erstes Treffen der die Halle Berg Fidel nutzenden Vereine mit der Stadt Münster. Vertreter der WWU Baskets, des USC Münster und des 1. FC Gievenbeck erörterten die derzeit absehbaren Möglichkeiten einer Hallennutzung mit Publikum. Auf der Agenda stand ein sehr konstruktiver Austausch, auf dessen Basis die drei Vereine für ihre Partien in der 2. Basketball-Bundesliga Pro B, Volleyball-Bundesliga und bei den Stadtmeisterschaften im Hallenfußball ein Hygienekonzept entwickeln werden, das für Vorgaben des Landes NRW anpassbar ist.

Letztlich entscheidet das Virus

Grundsätzlich waren die städtischen Vertreter mit den vorgetragenen Lösungsvorschlägen zufrieden: Kapazitätsreduzierung, Maskenpflicht, personalisierte Tickets, veränderte Eingangs- und Wegeführung sind einige der Stichworte. Die Stadt verdeutlichte aber auch, dass sie sich an die geltenden Rahmenvorgaben des Landes NRW halten wird. Auch hier sind derzeit nicht mehr als 300 Zuschauer möglich. Zu wenig für einen wirtschaftlichen Betrieb, das machten sowohl die Baskets als auch der USC deutlich.

Etwas anders geht der FCG die Situation an „Wir wollen die Stadtis in jedem Fall ausrichten“, bestätigte Markus Schaf, der zweite Vorsitzende des Clubs, am Rande des Testspiels gegen die Preußen am Mittwochabend. Unterschiedliche Szenarien seien denkbar, die optimale Variante mit Zuschauern – aber eben auch der „worst case“ unter Ausschluss der Öffentlichkeit.

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