Fußball: Regionalliga
Heidemann verdichtet Preußen-Defensive

Münster -

Langsam, aber sicher fallen beim SC Preußen Münster die Puzzleteile ineinander: In der Abwehr hat der Regionalligist die Reihen schon fast geschlossen, ein wichtiger Bestandteil dabei ist Rückkehrer Niklas Heidemann.

Montag, 24.08.2020, 17:54 Uhr
Niklas Heidemann (l.) ist zurück im Preußen-Trikot. Sieben Wochen nach seinem Vertragsende vollzogen er und der Club die 180-Grad-Wende.
Niklas Heidemann (l.) ist zurück im Preußen-Trikot. Sieben Wochen nach seinem Vertragsende vollzogen er und der Club die 180-Grad-Wende. Foto: Jürgen Peperhowe

Zufall ist das sicher nicht, wenn bei Preußen Münster die hinteren Reihen halbwegs geschlossen sind, während davor noch einige Lücken klaffen. Eine stabile Deckung ist elementar, um in zwei Wochen in die Regionalliga zu starten – vorne kann ja immer noch die individuelle Klasse etwas retten. Max Schulze Niehues im Tor, außen verteidigen Niklas Heidemann und Alexander Langlitz, innen Simon Scherder und hoffentlich bald wieder Jannik Borgmann oder Okan Erdogan und davor räumen Dennis Daube und Julian Schauerte ab – so könnte das aussehen am 4. September in Rödinghausen. Diese Aufstellung ist qualitativ schon recht ansehnlich und in der 3. Liga erfahren.

Als wichtiges Puzzlestück kam Anfang vergangener Woche Heidemann dazu – oder wieder zurück. Sportchef Peter Niemeyer hatte eine Einigung mit dem Flügelspieler schon abgehakt, ehe er wieder interessant wurde. „Mit den Jungs stand ich sowieso die ganze Zeit in Kontakt“, erzählt der 25-Jährige. Gemeint sind Scherder und Schulze Niehues, die ebenfalls neue Verträge unterzeichnet hatten.

„Wir haben ja auch alle noch etwas gutzumachen, da gibt es keine zwei Meinungen“, sagt Heidemann. In der Saison 2018/19 war er unter Coach Marco Antwerpen noch meist Stammkraft, in der Folgespielzeit sanken seine Einsatzminuten schon bei Sven Hübscher etwas, Sascha Hildmann zog dann erst Philipp Hoffmann und später konstant Alexander Ros­sipal vor. „Wir haben aber kein schlechtes Verhältnis“, betont Heidemann. Immerhin kam er zumindest über die Jokerrolle oftmals zum Zuge, dann aber nicht selten in offensiverer Position. „Ab und zu stand ich ja schon auf dem Platz. Und ich weiß auch ganz genau, was der Coach von mir verlangt. Mentalität, Einstellung, Wille – das ist das, was ich für den Erfolg einbringen kann.“ Also genau die Komponenten, die Hildmann in den vergangenen Wochen immer heraushob. So weit, so passend – auch wenn es auf der Hand liegt, dass sich die SCP-Verantwortlichen einige Körbe für die linke Seite eingeholt haben werden.

Sorgen, dass er in diesem speziellen Transfersommer auf der Strecke bleiben könnte, waren Heidemann offenbar fremd. „Der Markt ist eben so, da muss man geduldig sein. Das war ich. Wie schwierig es zugeht, sieht man ja an einigen Beispielen aus unserem Kader der letzten Saison.“ Recht hat er, Akteure wie Ole Kittner, Kevin Rodrigues Pires, Seref Özcan, Marian Prinz oder Marco Königs sind bisher allesamt noch ohne neuen Verein.

Anders Heidemann. Der Blondschopf findet, „dass die neue Philosophie bei Preußen zu mir passt“. Einen Schritt nach vorn in der Hierarchie traut er sich auch zu. „Ich weiß, dass von mir erwartet wird, auf dem Platz immer nach vorn zu gehen.“ Wohin der Weg des Absteigers führt, lässt sich weiterhin kaum prognostizieren. „Wir sind sicher noch eine Wundertüte“, erklärt der Blondschopf. „Das Trainingslager in Holland wird sehr wichtig für uns.“ Die heiße Phase der Vorbereitung beginnt spätestens dann, eine Woche vor dem Ligastart.

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