Rudern: U-23-EM in Duisburg
Corona-Saison endet für RVM-Duo mit Medaillenjagd

Münster -

Wie bringt man eine verkorkste Saison zu einem perfekten Ende? Floyd Benedikter und Ole Kruse hätten da eine Idee. Die beiden Münsteraner sitzen im deutschen U-23-Achter und rudern am Wochenende in Duisburg nicht nur um EM-Gold, sondern auch um olympische Träume.

Donnerstag, 27.08.2020, 19:34 Uhr aktualisiert: 02.09.2020, 16:47 Uhr
Fast jeder vierte Ruderer im Deutschland-Achter kommt vom RV Münster: Ole Kruse und Floyd Benedikter (4. und 5. von rechts) starten bei der U-23-EM in Duisburg.
Fast jeder vierte Ruderer im Deutschland-Achter kommt vom RV Münster: Ole Kruse und Floyd Benedikter (4. und 5. von rechts) starten bei der U-23-EM in Duisburg. Foto: Detlev Seyb

Eigentlich war diese Saison schon abgehakt – ins Wasser gefallen, um in der Rudersprache zu bleiben. Doch dann stieg im Juni doch ein kaum noch erwarteter Hoffnungsschimmer aus dem undurchdringlichen Corona-Dunst.

Start auf dem Trockendeck

Zum Ende eines Ruderjahres, das keinen Anfang hatte, steht an diesem Wochenende mit den U-23-Europameisterschaften auf der Wedau doch noch ein Höhepunkt an und der Lohn für die Plackerei, die die jungen Ruderer in diesem Ausnahmejahr lange auf dem Trockenen absolvierten. Und das mit Erfolg. Ole Kruse und Floyd Benedikter vom RV Münster beeindruckten die Bundestrainer zunächst mit Top-Werten auf dem Ergometer, anschließend dann auch auf dem Wasser mit durchgehend überzeugenden Leitungen bei allen Lehrgängen. Am Samstag sitzen beide nun hintereinander im deutschen Nachwuchs-Achter und gehen für den DRV nicht nur auf Medaillenjagd, sonder vor allem auf Bewerbungstour für die Olympischen Spiele 2024 in Paris. Der aktuell so dominante „große“ Deutschland-Achter sieht langsam aber sicher dem Ende seiner Dienstzeit entgegen, die Reihen der Recken lüften sich – gesucht werden die legitimen Nachfolger der Serienweltmeister.

Konkurrenz schwer einzuschätzen

In Duisburg bekommt es die deutsche U-23-Besatzung im Großboot mit sieben Gegnern zu tun – für diese Bootsklasse in dieser Altersklasse eine beeindruckend starke Konkurrenz, deren Qualität indes nur schwer einzuschätzen ist. „Keiner weiß so richtig, wo die Länder in der Corona-Saison stehen.“

Start am Samstag – Finale am Sonntag

Entsprechend spannend wird es bei den beiden Vorläufen am Samstagvormittag aus denen sich nur die beiden Sieger schon einen Platz im Sonntagsfinale sichern. Die anderen sechs Starter müssen am Samstagnachmittag ein zweites Mal ran, um die vier restlichen Finalstarter zu ermitteln.

Die Heim-EM findet Coronagemäß im Geistermodus statt, dem strengen Hygienekonzept sind sämtliche Zuschaueranfragen geopfert worden. Anfeuern können dann bestenfalls die Ersatzruderer am Streckenrand – und da unter anderem Sönke Kruse, der in Duisburg Riemen bei Fuß steht.

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