Volleyball: Frauen-Bundesliga
Überzeugende erste Probe des USC Münster gegen Ladies in black Aachen

Münster -

Luft nach oben ist immer – aber der erste Testauftritt des USC Münster gegen die Ladies in black Aachen war mehr als ansehnlich. Mit 3:1 setzte sich das Team von Trainer Teun Buijs durch und blickt dem Saisonauftakt Anfang Oktober bereits hoffnungsvoll entgegen.

Sonntag, 30.08.2020, 16:37 Uhr
Helo Lacerda (r.), hier gegen Jana-Franziska Poll und die ehemalige USC-Kapitänin Leonie Schwertmann, feierte ihr Debüt.
Helo Lacerda (r.), hier gegen Jana-Franziska Poll und die ehemalige USC-Kapitänin Leonie Schwertmann, feierte ihr Debüt. Foto: Stefan Reinermann

Seit viereinhalb Jahrzehnten ist Teun Buijs im Volleyball-Geschäft dabei. Erst als Nachwuchs-Ass, dann als 321-facher Nationalspieler der Niederlande und seit 1991 als Coach. Der 60-Jährige hat eine Menge erlebt, viele Titel und Matches gewonnen und einen reichhaltigen Erfahrungsschatz. So wundert es nicht, dass er mit seiner Einschätzung vor dem ersten Testspiel des USC Münster gegen die Ladies in Black Aachen richtig lag. „Wir sind schon recht weit“, hatte Buijs nach den ersten vier Wochen der Vorbereitung gesagt. Stimmt, beim 3:1 (25:12, 17:25, 25:22, 25:23) gegen den Bundesliga-Konkurrenten um die ehemaligen USC-Spielerinnen Mareike Hindriksen und Leonie Schwertmann boten die Unabhängigen eine überzeugende Leistung.

Das war gut mit anzuschauen, was der USC in der Halle Berg Fidel bot. Die Annahme stand stabil und machte es so dem Zuspiel-Duo Sarah van Aalen, die in der Startformation stand, und Taylor Nelson einfach, das Angriffsspiel aufzuziehen. Die Neuzugänge Helo Lacerda und Adeja Lambert sowie Rückkehrerin Anika Brinkmann punkteten fleißig, auch der Schnellangriff über die Mittelblockerinnen Demi Korevaar und Kapitänin Barbara Wezorke hatten starke Szenen. „Der erste Satz war sehr gut von uns“, sagte Buijs.

Erst im zweiten Abschnitt bei 11:11 schlichen sich erste Unkonzentriertheiten und Abstimmungsprobleme ein, die der Gast aus dem Dreiländereck dankend annahm und sich den zweiten Durchgang über 14:11 und 18:14 schnappte.

Es blieb der einzige, auch weil der USC nach zwischenzeitlichen Fünf-Punkte-Führungen (9:4, 15:10) die nächste Atempause (16:16) schnell wieder beendete und sich den dritten Abschnitt im Endspurt sicherte. „Es war schön zu sehen, dass die Mannschaft als Team funktioniert hat. Auch wenn wir nicht mehr so gut wie zu Beginn der Partie gespielt haben, konnte man sehen, dass die eine für die andere kämpft und sich voll reingehängt hat. Und dann haben wir ja auch in den entscheidenden Momenten das Spiel für uns entschieden“, erklärte Buijs, der wie im dritten auch im vierten Satz mit ansehen musste, wie seine Schützlinge ein Fünf-Zähler-Polster (8:3) aufbrauchten (9:9), um hintenheraus erneut zuzuschlagen.

Auch wenn noch nicht alles geklappt hat und an der Abstimmung fünf Wochen vor dem Auftakt gegen den VC Wiesbaden (4. Oktober, 14.30 Uhr) noch gearbeitet werden muss, war Buijs „alles in allem zufrieden“. Wie auch seine Spielführerin, die hinter Lambert (14 Punkte) mit 13 Zählern zweitbeste Angreiferin war. „Wir müssen uns sicher noch besser kennenlernen, manchmal hat noch ein wenig die Kommunikation gefehlt. Aber es war auf jeden Fall wichtig, mal ein Testspiel zu haben. Das ist doch etwas ganz anderes als Training“, meinte Wezorke.

In den kommenden Wochen hat sie mit ihren Teamkolleginnen regelmäßig Möglichkeiten, unter Wettkampfbedingungen an der Feinjustierung zu arbeiten. Zunächst beim Turnier in Sliedrecht, dann in Stuttgart (dort auch gegen Straubing), in Potsdam und in Schwerin. Reichlich Programm für die Grün-Weißen.

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