Fußball: Regionalliga
Preußen wollen Ernst machen und Spaß haben

Münster -

Am Dienstagnachmittag haben die Spieler des SC Preußen Münster nach dem blauen Montag wieder richtig Gas gegeben. Es war die viertletzte Trainings-Einheit, bevor es am Freitag (18 Uhr) beim SV Rödinghausen ernst wird. Noch ist die Trainingsgruppe klein – aber fein. Trainer und Spieler fiebern dem Ligastart entgegen.

Dienstag, 01.09.2020, 17:13 Uhr aktualisiert: 01.09.2020, 17:33 Uhr
Nach fünf Wochen bei den Preußen schon fast einer von den Alten: Neuzugang Justin Möbius – hier im Testeinsatz gegen die Spielvereinigung Vreden.
Nach fünf Wochen bei den Preußen schon fast einer von den Alten: Neuzugang Justin Möbius – hier im Testeinsatz gegen die Spielvereinigung Vreden. Foto: Jürgen Peperhowe

Langsam wird es ernst für den SC Preußen Münster – und gleichzeitig fängt es jetzt erst an, richtig Spaß zu machen. Die Vorfreude beim Drittliga-Absteiger auf den Neustart eine Etage tiefer wächst von Tag zu Tag: „Wir freuen uns, dass es los geht“, sagt Trainer Sascha Hildmann ohne Wenn und Aber. Dass sein Team erst mit drei Monaten Rückstand auf die versammelte Regionalliga-Konkurrenz in die Vorbereitung eingestiegen und die Mannschaftsbildung entsprechend noch lange nicht abgeschlossen ist, ist nicht wegzudiskutieren. Spielt aber auch keine Rolle mehr: Am Freitagabend geht es beim SV Rödinghausen los – und der SCP ist nur zu bereit für den Frühstart. In der Kürze der Zeit ist in Münster eine noch kleine, aber durchaus wettbewerbsfähige Einheit zusammengewachsen, so zumindest der Eindruck des Trainers.

Borgmann auf dem Weg zurück ins Team

„Wir hatten ein sehr gutes Trainingslager und sind bereit“, so Hildmann, der keine Schutzszenarien aufbaut, sondern selbstbewusst in die Saison startet. Aktuell stehen 18 Mann im Preußen-Kader, mit Dauerleihgabe Ousman Touray aus der Reserve kommt der Trainer auf 19 einsatzbereite Spieler. Erfreulich dabei vor allem die schnelle Genesung von Jannik Borgmann, der nach seiner Hüftblockade bereits drei Einheiten wieder voll seinen Mann in der Innenverteidigung stehen konnte – genau da, wo Team-Architekt Peter Niemeyer noch eine Verstärkung geplant hat. Ob und wann diese Personalie verkündet werden kann und wann die letzten Planstellen in Mittelfeld und Sturm besetzt werden, steht noch nicht fest, allemal plant der Trainer zumindest für Freitag mit den Spielern, die eine gemeinsame Vorbereitung im niederländischen Delden und zumindest ein Testspiel bestritten haben. Für den jüngsten Neuzugang, Joshua Holtby, kommt der Ligastart somit wohl noch zu früh. „Ich denke nicht, dass ich ihn da schon reinwerfen kann“, sagt Hildmann.

Noch drei Einheiten bis zum Spiel

In den letzten Vorbereitungseinheiten – zwei am Mittwoch, eine am Donnerstag – wird deswegen auch noch einmal das Video von letzten Testauftritt in Bocholt eingespielt. Ein Auftritt, der Hildmann so gar nicht gefallen hat. Allerdings richtet sich die Kritik überhaupt nicht gegen das eigene Team, das aus einem kräftezehrenden Trainingslager heraus immer „noch einige Chancen erspielt hat“, sondern an den Gegner für dessen übertrieben rustikalen Auftritt und vor allem an den Schiedsrichter, der kein Mittel dagegen fand und einsetzte. „Die haben ordentlich zugelangt und der Schiedsrichter hat uns kein bisschen geschützt“, so Hildmann. „Es kann gut sein, dass es ähnliche Spiele auch in der Regionalliga gibt, aber dann erwarte ich vom Unparteiischen, dass er da eingreift.“

Keine Preußen-Fans im Stadion

Der SV Rödinghausen hat seine 300 erlaubten Stadionplätze für den Saisonstart am Freitag an Dauerkarteninhaber des Clubs und Ehrengäste vergeben. Auswärtsfans seien nicht berücksichtigt worden, heißt es aus Rödinghausen, die Abendkassen bleiben geschlossen.

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Eine Videoeinheit wird sicher auch der Auftaktgegner aus Rödinghausen wert sein. Spielmitschnitte der Auftritte gegen Magdeburg und Meinerzhagen liegen den Preußen vor, „ob das der letzte Stand beim Gegner ist, kann ich aber nicht sagen“, rechnet Hildmann auch in Rödinghausen noch mit späten Neuigkeiten – wie auch beim eigenen Team: „Das ist nicht auszuschließen.“

Saison 2020/21: Trainingsauftakt bei Preußen Münster

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  • 33 Tage nach dem Abstieg aus der 3. Liga sind die Spieler des SC Preußen Münster wieder ins Training eingestiegen.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Knapp 250 Zuschauer schauten sich den Auftakt an und freuten sich besonders...

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • ...über die etwas überraschende Vertragsverlängerung von SCP-Urgestein Simon Scherder.

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  • Beim Trainingsauftakt waren auch mehrere Test- und Nachwuchsspieler dabei.

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  • Die SCP-Kicker bei Aufwärmübungen.

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  • Torhüter Marko Dedovic (r.) entschärft einen Schuss.

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  • Die Weiterverpflichtung von Stammkeeper Max Schulze Niehues (l.) gilt als wichtiger Baustein beim Neustart des Regionalligisten.

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  • Rückkehr nach Münster: Als Neuzugang wurde der frühere SCP-Nachwuchsspieler Alexander Langlitz vorgestellt.

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  • SCP-Sportchef Peter Niemeyer (M.) beobachtete mit dem verletzten Spieler Okan Erdogan (r.) die erste Trainingseinheit.

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  • Die Fans sorgten von der Tribüne aus für gute Stimmung.

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  • Mischte beim Auftakt auch mit: Lukas Frenkert

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  • Preußen-Trainer Sascha Hildmann feilt an seinen Plänen für eine erfolgreiche Saison des SCP.

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  • Als Testspieler nahm Gianluca Prondziono von den Sportfreunden Lotte am Training teil.

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