Fußball: Oberliga
Preußen-Reserve mit jugendlichem Elan in lange und herausfordernde Saison

Münster -

Die U-23-Auswahl des SC Preußen Münster wird ihrem Namen gerecht: Sören Weinfurtner hat seine Truppe neu aufgestellt – und deutlich verjüngt. 18 der 21 Kadermitglieder sind erst 23 oder jünger, neun Spieler sind im dritten Jahrtausend geboren. Da kann es nicht schaden, dass im Fußball-Lehrer auch ein ausgebildeter Pädagoge steckt.

Dienstag, 01.09.2020, 18:03 Uhr aktualisiert: 04.09.2020, 16:50 Uhr
Die Preußen-Reserve in voller Mannschaftsstärke
Die Preußen-Reserve in voller Mannschaftsstärke Foto: SCP

„Es steckt viel Potenzial in der Truppe, es braucht aber auch noch Zeit, das zu entwickeln“, sagt der Trainer, der große Stücke auf seine Jungs hält, aber auch um die Schwere der bevorstehenden Mammutsaison weiß. „Ich bin überzeugt, dass wir eine wettbewerbsfähige Mannschaft haben, aber es wird eine anstrengende Saison.“

  • Erste und zweite Mannschaft sind so eng wie nur möglich zusammengerückt. Nur eine Liga trennt beide Teams. Fluch oder Segen für die Reserve?

Weinfurtner sieht eher Vorteile in der sportlichen Nachbarschaft. „Der Ehrgeiz der jungen Spieler ist dadurch noch größer. Die wissen, dass der Schritt nicht mehr ganz so weit ist und wollen sich beweisen. Die vielen Mitnahmen in Tests und beim Training des Regionalligakaders motivieren mehr, als dass sie stören.“

  • Wird die Reserve damit zum Durchlauferhitzer ohne eigene Identität?

„Auf keinen Fall“, gibt Weinfurtner Entwarnung. Seine erfahrenen Leistungsträger haben ausschließlich die Oberliga im Blick. „Mit Jan Klauke, Nils Burchardt und Marius Mause haben ich drei absolute Führungsspieler im Team, die Verantwortung übernehmen und auch bei der Integration der neuen Spieler eine ganz wichtige und eine sehr gute Rolle spielen.“ Diese drei schielen auch nicht mehr nach oben, obwohl Burchardt in den vergangenen Jahren bereits im Kader stand und Mause in der Saisonvorbereitung des letzten Drittligajahres mit der Erstvertretung im Trainingslager weilte. Jetzt sind sie das Herz der Reserve. Stürmer Ousman Touray wird dagegen mit Sascha Hildmanns Truppe im Einsatz sein. Kürsat Özmen schnupperte zuletzt ebenso Regionalligaluft wie Innenverteidiger Sven Rüschenschmidt.

  • Wo geht die Reise hin?

Weinfurtner sagt eine ganz schwere Oberligasaison voraus – meint damit aber nicht nur das eigene Team. „40 Spiele sind eine Herausforderung für alle. Das wird echt anstrengend.“ Vom Potenzial her sieht er die Preußen allemal gut aufgestellt. „Aber die vielen jungen Spieler brauchen noch Zeit und auch Arbeit.“ Bis zum Saisonstart am Sonntag (15 Uhr) beim FC Kaan-Marienborn wird sicher noch nicht der letzte Feinschliff erledigt sein, dennoch sind die Preußen bereit, „sich der großen Herausforderung zu stellen“, so Weinfurtner.

  • Gibt es ein definiertes Saisonziel?

Die Zweitvertretung der Adlerträger will die Klasse halten. Welcher Platz dazu am Ende reicht, ist ungewiss. Entsprechend hoch greift Weinfurtner bei der Zielvorgabe. „Schlimmstenfalls Achtletzter“, denn auf dem dazugehörigen 14. Platz sollte man bei allen denkbaren Szenarien am sicheren Ufer sein. Fünf Team steigen sicher ab, die Plätze 15 und 16 sind wackelig.

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