Fußball: Regionalliga West
Alle reden von RW Essen - wenige auch von Preußen

Münster -

Es geht wieder los für Preußen Münster. Saisonstart in der Fußball-Regionalliga. Am Freitag gastiert das Team von Trainer Sascha Hildmann beim amtierenden Regionalliga-Meister SV Rödinghausen bereits um 18 Uhr. Das ist der Auftakt für eine Mammutsaison mit 40 Spieltagen – und RW Essen als Titelanwärter Nummer eins.

Mittwoch, 02.09.2020, 18:16 Uhr aktualisiert: 02.09.2020, 20:21 Uhr
Voller Einsatz: Neuzugang Jules Schwadorf (46) im Testspiel gegen Jeddeloh
Voller Einsatz: Neuzugang Jules Schwadorf (46) im Testspiel gegen Jeddeloh Foto: Jürgen Peperhowe

Glaubt man den Cheftrainern und der Cheftrainerin der 21 Fußball-Regionalligisten in der Staffel West, dann gibt es nur einen Topfavoriten auf den Aufstieg in die 3. Liga: RW Essen. Aber Ehre, wem Ehre gebührt, der Meister der abgelaufenen Saison, der SV Rödinghausen, eröffnet gegen Drittliga-Absteiger Preußen Münster am Freitag (18 Uhr) die Saison. Die Preußen wurden immerhin von RWE-Coach Carsten Neidhart sowie von Stephane Houben, Sportlicher Leiter des SV Straelen, in den Zirkel der Titelanwärter gehoben. Immerhin.

Favoriten: RW Essen hat Neidhart vom Drittligisten SV Meppen losgeeist und zudem mit Felix Backszat sowie Simon Engelmann (beide SV Rödinghausen) zwei Topakteure der Spielklasse geholt. An Backszat hatte auch der SC Preußen Interesse. Engelmann ist eine Art Tormaschine der vierten Liga. In 229 Regionalliga-Partien traf er 113 Mal, in den letzten beiden Saison wurden allein 45 Tore für ihn gezählt. Mit Dennis Grote spielt nicht nur ein Ex-Preuße in Essen, sondern auch ein Spieler mit jeder Menge Erfahrung in den Profiligen. Härtester Konkurrent dürfte Borussia Dortmund II sein, weil a.) Rödinghausens Erfolgscoach Enrico Maassen verpflichtet und b.) Spieler mit Qualität wie Niklas Dams (SV Wehen Wiesbaden) oder Lennard Maloney (Union Berlin) geholt wurden. Fortuna Köln und RW Oberhausen scheinen ebenfalls bereit, ganz oben eingreifen zu können, Borussia Mönchengladbach II dürfte ebenfalls überraschen.

Tradition: Alemannia Aachen, Preußen Münster, Fortuna Köln und Wuppertaler SV – das hört sich schon stark nach der legendären Oberliga West der 50er Jahre an. Die Kölner mit dem neuen Coach Alexander Ende werden von vielen als Geheimtipp gehandelt.

Zweitvertretungen: Borussia Dortmund, Fortuna Düsseldorf, 1. FC Köln, Borussia Mönchengladbach und Schalke 04 mischen mit und besitzen mehr oder weniger den Charakter von Wundertüten.

Nachbarschaft: SF Lotte und RW Ahlen sind kurze Ausflüge zu Auswärtsspielen für die Preußen. Mit Imke Wübbenhorst führt eine Fußballlehrerin Regie in Lotte, wobei Leistungsträger wie Kevin Freiberger (Chemnitz), Jereon al-Hazaimeh (Meppen) und Alexander Langlitz (Münster) die Sportfreunde verließen. Neuer Hoffnungsträger ist Rechtsverteidiger Dimitrios Ioannidis, der vom niederländischen Erstligisten Fortuna Sittard ausgeliehen wurde.

Corona I: Ahlen gelang der Aufstieg auch dank der „Corona-Regelung“. Wiedenbrück ging als Tabellenerster nach 20 Spieltagen hoch, Ahlen profitierte von der Quotienten-Regelung und überholte RSV Meinerzhagen. Trainer Björn Mehnert löste Christian Britscho (Wattenscheid 09) ab, nur der Klassenerhalt zählt.

Corona II: Der erste Spielausfall nach einem Infektionsfall betrifft Wegberg-Beeck gegen Oberhausen.

Mammutsaison: Jede Mannschaft muss 40 Spiele bestreiten: Der Westfalenpokal, den gerade im Oberligaduell RSV Meinerzhagen gegen SV Schermbeck (2:0) gewonnen hat, ist noch nicht ausgelost. Diese bis zu sechs Spiele kämen für Regionalligisten wie den SCP, Ahlen, Rödinghausen oder Lotte noch dazu.

Der Kader des SC Preußen Münster in der Saison 2020/2021

1/19
  • Tor: Max Schulze Niehues

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Tor: Marko Dedovic

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Abwehr: Jannik Borgmann

    Foto: Kirchner/Marco Steinbrenner via Imago
  • Abwehr: Okan Erdogan

    Foto: Kirchner/Marco Steinbrenner via Imago
  • Abwehr: Lukas Frenkert

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Abwehr: Niklas Heidemann

    Foto: Kirchner/Marco Steinbrenner via Imago
  • Abwehr: Alexander Langlitz

    Foto: Kirchner/Marco Steinbrenner via Imago
  • Abwehr: Julian Schauerte

    Foto: Kirchner/Marco Steinbrenner via Imago
  • Abwehr: Simon Scherder

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Mittelfeld: Dennis Daube

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Mittelfeld: Marcel Hoffmeier

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Mittelfeld: Joshua Holtby

    Foto: SCP
  • Mittelfeld: Dominik Klann

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Mittelfeld: Naod Mekonnen

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Mittelfeld: Gianluca Przondziono

    Foto: SCP
  • Angriff: Jules Schwadorf

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Angriff: Joel Grodowski

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Angriff: Justin Möbius

    Foto: Kirchner/Marco Steinbrenner via Imago
  • Angriff: Nicolai Remberg

    Foto: Kirchner/Marco Steinbrenner via Imago
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