Fußball: Bezirksliga
Münster 08 im dritten Jahr auf eigenen Wegen unterwegs

Münster -

Ein Jahr nach dem Rückzug der ersten Mannschaft aus der Landesliga meldet sich der SC Münster 08 mit einem neuen Fußball-Flaggschiff zurück. Zumindest in der Bezirksliga. Und will, schon personifiziert durch den Trainer, die einst bewährten Tugenden in die Waagschale werfen, um bestehen zu können.

Donnerstag, 03.09.2020, 16:45 Uhr aktualisiert: 07.09.2020, 16:58 Uhr
Julian Wiedenhöft stellt jetzt die 08-Erste in der Bezirksliga vor.
Julian Wiedenhöft stellt jetzt die 08-Erste in der Bezirksliga vor. Foto: Jürgen Peperhowe

Gefühlt war der SC Münster 08 weg vom Fenster. Dabei hat Trainer Julian Wiedenhöft quasi im Hintergrund nach der überraschenden Abmeldung der einst so ambitionierten Landesliga-Ersten im Juni 2019 mit ehrlicher Arbeit den Fußball am Leben gehalten. Und darf nach erfolgreicher Phase über zwei Jahre mit einer U-23-Auswahl die neue Nullacht-Erste in der Bezirksliga starten lassen. Die Ansprüche von einst sind Vergangenheit. Nullacht will wieder eine eigene Identität leben.

  • Wie stellt sich das Aufgebot zusammen?

„Zu 85 Prozent aus der bisherigen Truppe“, sagt der 30-Jährige frühere Torwart, dem wie gehabt die Insider Jens Dietrich und Thomas Scheck als Co-Trainer zur Seite stehen. Steffen Dondrup wurde reaktiviert, Rüdiger Schöner kam von BW Aasee, Yusuf Güllü aus Roxel und Thilo Dierkes von Ems Westbevern. Stürmer Justin Köster wurde in der eigenen U 19 ausgebildet. Der auch personelle Austausch mit der Kreisliga-A-Zweiten soll wieder ein Nullacht-Markenzeichen werden. „Wir pflegen das Miteinander“, sagt Wiedenhöft. „Und wir haben garantiert nicht nur die Erste im Blick.“

  • Welche Ziele steuert der Aufsteiger an?

Sportlich gesehen ein „solides Bezirksligajahr“ (Wiedenhöft). „Wir sind und bleiben realistisch.“ Mindestens so wichtig ist ihm das Klima im Team und im Club. „Unsere wertvollste Tugend ist der Zusammenhalt des Kollektivs. Klar hat jeder seine eigenen Ansprüche, aber die stehen hinter dem Teamgefühl zurück.“ Diesem Credo verschreibt sich der Trainer voll und ganz.

  • Kann der Kader auf dem neuen Niveau bestehen?

Nullacht will sich treu bleiben und „den Fokus erst einmal auf uns selbst richten“, formuliert der Trainer und wünscht sich ein selbstbewusstes wie mutiges und möglichst geschlossenes Auftreten. „Über die Gegner muss und werde ich mich erkundigen.“ Zumal die Stimmung vor dem Auftakt am Sonntag (15 Uhr) gegen SuS Neuenkirchen II auf dem Rasenplatz „bestens ist und für viel Feuer im Training sorgt“, kann es eigentlich losgehen. „Unser Vorteil ist, dass wir zwei Jahre gemeinsam den Weg gegangen sind. Wir haben ein gewisses Selbstverständnis entwickelt.“

  • Wer führt das Team auf dem Platz und daneben?

Max Ricken und Woitek Walica wurden zu Kapitänen bestimmt, mit Luka Lapke kommt sogar ein dritter hinzu. Wiedenhöft nimmt damit echte Vertrauensleute in die Verantwortung.

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