Fußball: Bezirksliga
VfL Wolbeck bereit zur Landverschickung

Münster -

Der VfL Wolbeck hat eine Vorbereitung hinter sich, die diesen Namen eigentlich nicht verdient. Die aktive Aufarbeitung der alten Pokalrunde ersetzte die Testspiele, die Corona-Krise das Teambuilding und ein beinahe Corona-Fall die Vorfreude auf die neue Spielzeit.

Donnerstag, 03.09.2020, 16:54 Uhr aktualisiert: 07.09.2020, 16:58 Uhr
Selten war ein skeptischer Blick angebrachter als vor der Spielzeit 2020/2021: VfL-Trainer Alois Fetsch.
Selten war ein skeptischer Blick angebrachter als vor der Spielzeit 2020/2021: VfL-Trainer Alois Fetsch. Foto: Jürgen Peperhowe

Am Sonntag beginnt die Landverschickung des VfL Wolbeck: Während die vier anderen Bezirksligisten aus Münster bewährte Kreise in Staffel 12 ziehen, hat es für den VfL sieben geschlagen. Eine Saison mit vielen Unbekannten: Teil 1 führt Trainer Alois Fetsch und seine Jungs zum SV Neubeckum.

  • Pokalfights anstelle von Testspielen: Der VfL probte den Ernstfall mit dem Ernstfall. War das ein Vor- oder ein Nachteil?

Die Pokalspiele sorgten für zunächst vor allem ein Terminchaos: „Die Ansetzungen und Verschiebungen haben unser Vorbereitungsprogramm massiv durcheinander gewirbelt“, so Fetsch. Zudem fehlten am Ende auch die Erfolgserlebnisse – zumindest mit Blick auf die nackten Ergebnisse: die 2:3-Niederlage im Halbfinale bei Greven 09 mit dem Nackenschlag in der Nachspielzeit und dann die Niederlage im Elferlotto gegen Freckenhorst beim Spiel um Platz drei – und damit die verpatzte Qualifikation für den Westfalenpokal. „Aber dann waren das doch irgendwie Vorbereitungsspiele. Da zählen für mich die Ergebnisse nicht, sondern die Leistung. Und die war vor allem in der zweiten Halbzeit in Greven top – und dann auch über 90 Minuten gegen Freckenhorst. Aber ganz ehrlich: Eigentlich freut man sich ja auf Pokalspiele, davon war zumindest bei mir nichts zu spüren.“

  • Das Thema Corona beschäftigt derzeit grundsätzlich alle, der VfL hat allerdings schon besonders unerfreulichen Kontakt mit dem Virus.

„Das war purer Stress“, erinnert sich Fetsch an den Abend vor dem Pokalhalbfinale, als er eine Telefonlawine in Gang setzen musste, weil ein VfL-Spieler Kontakt zu einer positiv getesteten Person hatte. Der fällige Test sorgte tags drauf zwar für Entwarnung, doch Fetsch und der VfL waren schon mal mitten im Thema, das sie voraussichtlich durch die Spielzeit begleiten wird: „Glaubst du, dass die Saison zu Ende gespielt wird“, hat Fetsch seine Zweifel.

  • Wie lief die Vorbereitung?

„Höchstens sechs Mann in einer Kabine, Teambesprechung draußen, keine Chance auf einen Mannschaftsabend, keine Gelegenheit, die neuen Spieler ordentlich zu integrieren.“ Fetsch hat diese Probleme nicht exklusiv, dennoch war die Vorbereitung „schon schräg und alles andere als optimal“. Auf das obligatorische Mannschaftsfoto verzichtete der VfL. „Nur zu sechst in der Kabine, aber 30 Mann auf dem Foto. Das macht keinen Sinn.“

  • Kann dabei so etwas wie Vorfreude aufkommen?

„Bei mir zumindest nicht 100 Prozent. Bei den Spielern denke ich schon, dass alle richtig heiß sind und versuchen werden, sich für einen Startplatz am Sonntag richtig reinzuhängen.“

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7565457?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686137%2F2686209%2F2686789%2F
Nachrichten-Ticker