Fußball: Bezirksliga
Comeback als Trainer: „Ein Truckenbrod hat immer Bock“

Münster -

Einst war er Dauerbrenner in der 3. Liga, der Jens Truckenbrod. Der frühere Preußen-Fußballer ist ein Enthusiast des Sports. Längst in Münster heimisch, steigt er wieder bei Concordia Albachten ein. Als Trainer. Im Interview erklärt er nicht nur, wie es zum Comeback gekommen ist.

Freitag, 04.09.2020, 16:51 Uhr aktualisiert: 08.09.2020, 17:54 Uhr
Da geht‘s lang: Jens Truckenbrod
Da geht‘s lang: Jens Truckenbrod Foto: Johannes Oetz

Irgendwie ist er nicht wirklich weg gewesen. Jens Truckenbrod hatte sich nur als Spieler eingereiht. Unerwartet hat er nun aber wieder Verantwortung übernommen – und das Team von Bezirksligist Concordia Albachten als Trainer.

 

Können Sie nicht ohne Concordia Albachten?

Jens Truckenbrod: Das würde schon gehen. Aktuell genieße ich den Luxus, mit dem Rad zum Platz zu radeln. Dort kann ich meinem Job nachgehen und nun wieder der ersten Mannschaft helfen. Auf Dauer werde ich das aber nicht können.

Wie nah waren und sind Sie an der Mannschaft?

Truckenbrod: Ich war ab und an beim Training, habe mich aber auf das Kicken und den Aufbau meiner Selbstständigkeit gekümmert. In Sachen Taktik und Training war ich bis vor zwei Wochen raus.

Aber Sie sind schon wieder auf Betriebstemperatur?

Truckenbrod: Ja, das geht schnell. Auch weil man als Trainer gefordert ist, Ansagen zu machen und Entscheidungen zu treffen.

Haben Sie viel verändert?

Truckenbrod: Nee, ich hatte ja nur wenige Trainingseinheiten. Zudem hat mein Vorgänger gute Arbeit geleistet.

Wo klemmt es denn noch?

Truckenbrod: Ich hätte gerne noch einen Stürmer. Aber den sucht ja jeder Verein.

Sehen Sie denn ansonsten Schlüsselpositionen oder -spieler im Kader?

Truckenbrod: Max Heimsath ist hinten eine Bank, zudem hoffe ich auf Dominik Volmer, setze auf Torhüter Maximiian Jonis. Aber es gibt einige Schlüsselspieler.

Die Entscheidung, bis Winter das Traineramt zu übernehmen, ist in Stein gemeißelt und befristet?

Truckenbrod: Ich habe es mir abgewöhnt, festzulegen, wann was ist. Ich habe zunächst bis zur Winterpause zugesagt. Auch damit der Verein den Markt beobachten kann. Bis Mitte Dezember hat der Club also Ruhe.

Wird es dabei in der Saison 2020/21 auch weiterhin den Spieler Jens Truckenbrod geben?

Truckenbrod: Ich schließe nichts aus, halte mir die Frage offen. Sicher ist: Ein Truckenbrod hat immer Bock auf Fußball!

Ohne aber die berufliche Neuorientierung aus den Augen zu verlieren?

Truckenbrod: Ja, darum habe ich tatsächlich lange überlegt. Doch der Verein gibt mir die Möglichkeit, die Anlage zu nutzen. Auf dem Weg.

Was muss man sich darunter vorstellen?

Truckenbrod: Ich unterstütze und fördere Talente oder Sportler auf mentaler Ebene und bei der Karriereplanung. Das müssen nicht zwingend Profis sein.

Zunächst aber steht der Saisonstart an. Dabei wartet immerhin ein Heimspiel gegen den SV Bösensell. Das eben gegen einen Nachbarn und Aufsteiger.

Truckenbrod: Das ist doch etwas Schönes! Ich mag Spiele, wo gleich scharf gestellt wird. Da lauert nicht die Gefahr, dass man in die Saison hinein trudelt. Das sind einfach brisante Duelle.

In einer anderen Liga waren Sie aber auch ein Thema, als der SC Preußen auf der Suche nach einem Metzelder-Nachfolge war ...

Truckenbrod: Das war nur eine Anerkennung durch die lokale Presse. Mehr leider nicht. Aber dass mein Name genannt wurde, hat etwas von Wertschätzung. Lust zu helfen habe ich auf jeden Fall.

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