Fußball: Regionalliga
Preußen Münsters mühsamer Aufbruch beim SV Rödinghausen

Rödinghausen -

Der SC Preußen Münster musste sich am Freitagabend mit einem 1:1 zum Auftakt der Fußball-Regionalliga beim SV Rödinghausen begnügen. Immerhin holte das Team von Trainer Sascha Hildmann einen Punkt – in den letzten Treffen mit den Ostwestfalen hatte es im Rahmen des Westfalenpokals stets Niederlagen gegeben. Für die Preußen glich Neuzugang Jules Schwadorf nach 47 Minuten aus.

Freitag, 04.09.2020, 20:40 Uhr aktualisiert: 05.09.2020, 09:17 Uhr
Elfmeter für Rödinghausen und Gelb für Simon Scherder nach dem Handspiel – Münster lag nach 29 Minuten mit 0:1 im Hintertreffen.
Elfmeter für Rödinghausen und Gelb für Simon Scherder nach dem Handspiel – Münster lag nach 29 Minuten mit 0:1 im Hintertreffen. Foto: Jürgen Peperhowe

Niemand hat je behauptet, dass der SC Preußen Münster in der Regionalliga mit wehenden Fahnen von Sieg zu Sieg eilen würde. Der erste Auftritt am Freitagabend lüftete vielmehr den Vorhang für die wahre Bühne, auf der sich der Drittliga-Absteiger in den kommenden 40 Gastspielen dieser Spielzeit mühsam seinen Applaus wird erarbeiten müssen. Mit einem leistungsgerechten 1:1 beim SV Rödinghausen startete Münster in die Saison.

Es waren zwar nur 300 Zuschauer im Stadion, dennoch gab sich der Stadionsprecher im sonnenüberfluteten Häcker-Wiehenstadion reichlich Mühe, auch die durch Corona-Auflagen verhinderten Fans der Gastgeber in den entlegensten Ecken des Weserberglands zu beschallen. Vor allem der genussvolle Hinweis auf die zurückliegenden Treffen mit den Preußen, ging dem munteren Lautsprecher locker von den Lippen. Dreimal kreuzten sich bislang die Wege beider Teams im Westfalenpokal, dreimal folgten Feiertage für den stets unterklassigen SV Rödinghausen. An diesem Freitag ging es erstmals auf Augenhöhe um Ligapunkte. Der amtierende Meister empfing den Drittliga-Absteiger, nominell war da im Vorfeld kein Favorit im Duell des „Dorfvereins“ mit dem „Großstadtclub“ auszumachen – und während der 90 Minuten dann aus Preußensicht leider auch nicht.

Die Gastgeber prüften die neu formierte Preußen-Abwehr auf undichte Stellen und wurden bereits nach zwei Minuten erstmals fündig, als Enzo Wirtz eine Hereingabe von Patrick Kurzen nur um Zentimeter verpasste. Es folgte eine muntere Startphase mit Chancen auch vor dem Tor der Platzherren, dem sich Alexander Langlitz und Julian Schauerte per Kopf sowie Joel Grodowski mit dem Fuß zumindest annäherten. Doch Rödinghausen blieb am Drücker, brachte die Preußen-Abwehr erst ins Wanken und schließlich zu Fall. Nach 28 Minuten warf sich Simon Scherder in den Schuss von Christian Derflinger – und legte möglicherweise unabsichtlich, definitiv aber unübersehbar Hand an. Den fälligen Elfer verwandelte Rick ten Voorde unter Max Schulze Niehues hindurch zur nicht unverdienten 1:0-Halbzeit-Führung (29.).

1. Spieltag, Saison 2020/21: SV Rödinghausen – SC Preußen Münster

1/25
  • Münsters Marcel Hoffmeier beweist Köpfchen gegen Rick ten Voorde.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Dennis Daube enteilt seinem Gegenspieler.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Niklas Heidemann im Zweikampf mit Patrick Kurzen.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Alexander Langlitz beim Kopfballduell.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Rick ten Voorde trifft vom Elfmeterpunkt zum 1:0 für die Gastgeber.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Jules Schwadorf gegen Nico Buckmeier.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Gelbe Karte für Simon Scherder nach seinem Handspiel im Strafraum.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Preußen-Coach Sascha Hildmann.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Niklas Heidemann setzt sich gegen Nico Buckmeier durch.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Marcel Hoffmeier versucht, Rick ten Voorde das Leder wegzuspitzeln.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Sehen Sie im Folgenden zahlreiche weitere Bilder der Begegnung.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  •  

    Foto: Jürgen Peperhowe
  •  

    Foto: Jürgen Peperhowe
  •  

    Foto: Jürgen Peperhowe
  •  

    Foto: Jürgen Peperhowe
  •  

    Foto: Jürgen Peperhowe
  •  

    Foto: Jürgen Peperhowe
  •  

    Foto: Jürgen Peperhowe
  •  

    Foto: Jürgen Peperhowe
  •  

    Foto: Jürgen Peperhowe
  •  

    Foto: Jürgen Peperhowe
  •  

    Foto: Jürgen Peperhowe
  •  

    Foto: Jürgen Peperhowe
  •  

    Foto: Jürgen Peperhowe
  •  

    Foto: Jürgen Peperhowe

Mit breiter Brust gingen die ohnehin robusten Gastgeber in die Kabine, ganz anders die Körpersprache bei den Preußen – exemplarisch die von Unglücksrabe Simon Scherder, der nach dem Gegentor völlig aus dem Gleichgewicht gebracht und akut rot gefährdet war. Der SC Preußen war zu diesem Zeitpunkt endgültig in der Regionalliga angekommen – und begann, sich zu wehren. Zwei Minuten nach Wiederanpfiff sorgte Neuzugang Schwadorf nach Vorarbeit von Neuzugang Justin Möbius für das erste Preußen-Tor dieser langen Saison und das Startsignal für die kurze aber hefige Sturm- und Drangphase der Gäste. Nur 60 Sekunden nach dem Premierentor hätte Schwadorf zum Man of the Match aufsteigen können, säbelte nach sehenswerter Vorarbeit von Grodowski aber freistehend vor dem Tor über den Ball. Nach einer weiteren Zeigerumdrehung segelt dann der abgefälschte Distanzschuss von Möbius knapp über das SVR-Tor. Das war es dann auch schon wieder, Rödinghausen nahm wieder teil am Spiel, das ohne weitere besondere Vorkommnisse zu Ende gehen sollte.

Fußballerisch war das kein Offenbarungseid.

Coach Sascha Hildmann

Hildmann schickte mit Joshua Holtby, Ousman Toray und Nicolaj Remberg die Neulinge Nummer sechs bis acht ins Rennen. Das war es für den Start. „Fußballerisch war das kein Offenbarungseid“, bilanzierte Coach Hildmann – der sich Sorgen um Schwadorf macht. Der Torschütze war auf die Schulter gefallen – und musste raus. Eine Diagnose steht aus.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7568024?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686137%2F2686209%2F2686789%2F
Nachrichten-Ticker