Fußball: Oberliga
Preußen-Reserve unterliegt durch Blitz-K.o.

Münster -

Erst eins, dann zwei, dann drei, dann vier – dann .... Normalerweise wird so das Weihnachtsfest eingeläutet, an diesem Sonntag war es die zweite Saison-Niederlage der Oberliga-Reserve des SC Preußen Münster: 0:4 gegen den FC Gütersloh – keine schöne Bescherung.

Sonntag, 13.09.2020, 20:42 Uhr aktualisiert: 18.09.2020, 10:14 Uhr
Kopfarbeit: Preußens Tobias Heering (2.v.l.) bekommt hier seinen Kopf an den Ball.
Kopfarbeit: Preußens Tobias Heering (2.v.l.) bekommt hier seinen Kopf an den Ball. Foto: Peter Leßmann

„Hoffentlich geht das nicht in diesem Tempo weiter“, stöhnte am Sonntag einer der 300 Besucher auf der Preußentribüne, als SCP-2-Keeper Steffen Westphal bereits nach elf Minuten zum zweiten Mal den Ball aus den Maschen holte. Und mit Blick zu mir: „Dann müssen Sie sich gleich noch einen neuen Block holen.“ Die Sorge des älteren Herrn dem Chronisten gegenüber war nicht ganz unbegründet, denn der FC Gütersloh demonstrierte gerade im Minutentakt, wie man Tore schießt. Und die Ostwestfalen machten dabei mehr als deutlich, dass der Weg in der Oberliga Westfalen in dieser Saison nur über sie führen wird. Den Anspruch haben sie ohnehin an sich selbst, und das mit einer intakten Truppe aus dem Vorjahr, die noch sinnvoll verstärkt worden ist.

Keine Entschuldigung – aber eine Klarstellung

Leidtragende am Sonntag war die Preußen-Reserve. Sie hatte gerade versucht, die Partie offen zu gestalten, da lag sie bereits hoffnungslos im Hintertreffen. Lars Beuckmann (8. Minute) und Ilias Illig (11.) hatten den Torreigen der Gäste eröffnet, den Dimitrios Nemtsis (24.) und Tim Manstein (44.) bereits vor der Pause zum Endstand ausbauten. Für einen Trainer ist es immer eine undankbare Aufgabe, eine 0:4-Niederlage zu erklären. Erst recht, wenn dieser Spielstand schon nach 44 Minuten Bestand hat. Aber Sören Weinfurtner versuchte es. Dabei wollte der Coach der Preußen-Reserve nichts beschönigen, nichts verharmlosen, nichts verschweigen. Aber er wollte schon einige Dinge klarstellen.

Schiedsrichter mit Schwächen

„Eines vorweg. Gütersloh war klar besser, hat verdient gewonnen. Und wir waren in der ersten Halbzeit richtig schlecht.“ Aber mit 0:4 hätte man nicht in die Kabine gehen müssen. Leider sei der Unparteiische Inan Bulut nicht unbedingt Freund der Preußen gewesen. Weinfurtner: „Dem 0:1 ging ein Einwurf für Gütersloh voraus, den wir hätten kriegen müssen. Beim 0:2 lag eine Abseitsstellung vor, und beim 0:4 hat sich der Freistoßschütze das Leder fünf Meter zu weit nach vorne gelegt.“ Dass Sören Wald beim Stand von 0:2 ein Foulelfmeter versagt worden ist, sollte an dieser Stelle noch hinzugefügt werden. Immerhin haben die Preußen alles auf Video, so dass sich der Referee die Dinge noch einmal in Ruhe anschauen kann. „Das wird er im Übrigen auch tun“, freute sich Weinfurtner, „denn der Mann möchte noch dazulernen.“

Charakterfrage

Mit der leisen Hoffnung, wenigstens die zweite Halbzeit zu gewinnen, hatte Weinfurtner seiner Truppe in der Pause die Charakterfrage gestellt. Aber es langte nur zum torlosen Remis, da Kürsat Özmen drei Chancen liegen ließ. Zuerst schoss er zu schwach, dann zu spät und köpfte schließlich zu hoch. Es blieb also beim 0:4, und einen neuen Block brauchte es auch nicht.

  • SCP 2:
  • Westphal – Mause, Rüschenschmidt-Sickmann, Klauke, Deiters (36. Hering) – Pohl, Burchardt – Duyar (46. Nyuydine), Wald, Gülcan (46. Schmidt/60. Lackmann) - Özmen
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7581674?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686137%2F2686209%2F2686789%2F
Nachrichten-Ticker