Fußball: Tribünengespräch
Kniesels Comeback-Freude wird jäh gestoppt

Münster -

Im Kreispokal hatte Jan Kniesel mächtig zugelangt, sechs Treffer glückten ihn beim 14:0-Pokalerfolg von Westfalia Kinderhaus beim FC Mecklenbeck. Der offensive Mittelfeldspieler schien seine Leidenszeit endgültig hinter sich zu lassen – ehe die nächste Verletzung ihn Sonntag ausbremste. Ganz ungebremst ist derweil die von Yannick Bauer trainierte Borussia aus Münster.

Montag, 14.09.2020, 17:48 Uhr aktualisiert: 20.09.2020, 12:32 Uhr
Gleich mehrfach Grund zur Freude: Borussia-Trainer Yannick Bauer. Am Tag bevor sein Team Sieg Nummer zwei in der Landesliga einfuhr, sicherten sich zwei seiner Spieler einen besonderen Titel.
Gleich mehrfach Grund zur Freude: Borussia-Trainer Yannick Bauer. Am Tag bevor sein Team Sieg Nummer zwei in der Landesliga einfuhr, sicherten sich zwei seiner Spieler einen besonderen Titel. Foto: oet

Die Freude über die Rückkehr auf den Platz und das Mitwirken in einem Punktspiel währte nicht lange. Nach nur vier Minuten stand Jan Kniesel wieder auf der Schattenseite. Mit einem Muskelfaserriss im Oberschenkel war für den 27-Jährigen die Westfalenliga-Partie von Westfalia Kinderhaus in Lünen beendet. Die nächste Leidenszeit wartet auf den offensiven Mittelfeldspieler. Dabei schien die letzte nach zwei Kreuzbandverletzungen endlich vergessen.

„Das ist schon nervig und frustrierend. Seit März habe ich mich quasi vorbereitet und gefreut. Aber was soll ich machen?“, zuckte Kniesel am Tag danach mit den Schultern. Bereits vor einem Jahr und nach dem Umzug vom Natur- auf Kunstrasen handelte er sich eine ähnliche Blessur ein. Dreimal fing er zu früh an. „Daraus habe ich gelernt“, versichert er. Marcel Pielage wird es beobachten. „Vor dem Winter wird das wohl nichts mehr“, mutmaßt der Trainer, ehe er ergänzt: „Jan hatte es sich durch eine gute Vorbereitung so verdient.“

Göcking beschönigt nichts

Verdient fiel indes die erste Niederlage bei der Ligapremiere aus. „Es hätte zur Pause schon 0:6 stehen können“, beschönigte Co-Trainer Gerrit Göcking nichts. Zudem störte ihn die Optik. „Erst hatten wir kein Spiel, dann keinen Punkt und sind nun auch noch Letzter. Es ist ungewöhnlich, dass alle Teams nach zwei Spieltagen schon einen Zählern haben.“

Während auch der SC Preußen Münster II in der Oberliga noch ohne Zähler, dafür aber schon mit acht Gegentoren dasteht, herrscht an der Grevingstraße eitel Sonnenschein – zumindest im Landesliga-Betrieb. Der umkämpfte, etwas glückliche, aber „nicht unverdiente“ 1:0-Sieg (Trainer Yannick Bauer) bei der SG Bockum-Hövel bescherte dem Aufsteiger den zweiten Sieg und damit Platz vier. Vielmehr als diese Momentaufnahme freute es den Coach, dass sein Team nicht nur umgehend die Scharte aus dem Kreispokal (0:1 beim VfL Sassenberg) ausgewetzt hat. Auch die Art und Weise, wie Borussia in Halbzeit eins seine Spielweise durchsetzte, beeindruckte Bauer. „Das war der Fußball, den wir sehen wollen.“

Dass seine Jungs kicken können, bewiesen schon am Samstag Moritz Pauli und Cebrail Demir: Sie gewannen bei der von Wolbecks Trainer Lois Fetsch organisierten ersten Fußballtennis-Stadtmeisterschaften den Titel.

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