Fußball: Regionalliga West
Gastspiel in Straelen: Preußen Münster als Favorit an die Grenze

Münster -

Beim SV Straelen gastiert der SC Preußen Münster am Mittwoch um 19.30 Uhr. Sascha Hildmann, Trainer des Fußball-Regionalligisten, muss dabei weiterhin auf Dennis Daube, Jules Schwadorf und Roshon van Eijma verzichten, die aber Verletzungen oder Trainingsrückstände in wenigen Tagen aufgeholt haben dürften.

Dienstag, 15.09.2020, 18:00 Uhr aktualisiert: 15.09.2020, 19:26 Uhr
Auf seine Impulsen in der Offensive wird es in Straelen auch ankommen: Justin Möbius (rechts)
Auf seine Impulsen in der Offensive wird es in Straelen auch ankommen: Justin Möbius (rechts) Foto: Jürgen Peperhowe

Auf zur niederländischen Grenze im Kreis Kleve, Venlo ist nicht weit, die A40 dient als gute Orientierung. Denn der SC Preußen Münster betritt am 3. Spieltag der Fußball-Regionalliga West Neuland. Am Mittwoch (Beginn 19.30 Uhr) gastiert der Drittliga-Absteiger beim SV Straelen. Das Stadion an der Römerstraße wird zur Anlaufstelle für die Reisegruppe aus Münster.

In der Mitte der ersten englischen Woche ist der SCP gefordert. Vier Tage nach dem 4:0-Heimerfolg über den SV Bergisch Gladbach steht nun die Aufgabe beim Aufsteiger an. Die Rollen sind dabei klar verteilt, von den ambitionierten Gästen darf ein Erfolg erwartet werden. Die Hausherren aus Straelen werden sich wohlfühlen in der Rolle des Außenseiters und versuchen, dem SCP das Leben richtig schwer zu machen.

Kein Selbstläufer

Leichte Aufgaben? Preußen-Trainer Sascha Hildmann schüttelt nur mitleidig den Kopf. Er weiß zum einen, dass die Regionalliga eigentlich eine Mehr-Klassen-Liga ist, und sein SCP sollte sich bei allen noch auftürmenden Fragezeichen mindestens im oberen Tabellendrittel einsortieren. Da ist man nicht weniger als gegen Bergisch Gladbach der Favorit. Der 48 Jahre alte Fußballlehrer weiß aber auch, dass der „große Name“ Preußen Münster die letzten Kräfte bei den vermeintlichen „Underdogs“ freisetzen kann. Straelen ist eben doch keine leichte Aufgabe.

1000 Zuschauer am Samstag?

Aber Hildmann ist so selbstbewusst, dass er seiner Mannschaft den Sieg zutraut. Es wäre genau der richtige Beschleuniger für das kommende Heimspiel am Samstag gegen den VfB Homberg. Dann könnten erstmals rund 1000 Sitzplätze an Zuschauer vergeben werden können, wenn nun Beschränkungen durch die Landesregierung aufgehoben werden. Elf Spieltage mit Geisterspielen in der 3. Liga liegen hinter dem SCP, garniert mit dem Abstieg. Zuletzt durften erstmals 300 Menschen den 4:0-Heimsieg über Bergisch Gladbach verfolgen. Eine vierstellige Kulisse wäre – wow!

Ohne drei in Straelen

Trainer Hildmann wird in Straelen auf drei als Stammkräfte eingeplante Akteure verzichten müssen, Mittelfeldspieler Dennis Daube fällt noch eine Woche verletzt aus, Jules Schwadorf (Schultereckgelenks-Zerrung) steigt immerhin am Donnerstag ins Training ein. Innenverteidiger Roshon van Eijma hat seit Ende Februar nicht mit mit einer Mannschaft geübt. „Er braucht noch Anlauf“, gibt ihm der Coach noch Zeit, um in eine entsprechende Verfassung zu kommen. In der Defensive drückt der Schuh aktuell sowieso nicht, in der Offensive sind dagegen noch zwei, eher drei Planstellen frei, da stehen Transfers an. Hildmann: „Da haben wir große Konkurrenz, das zieht sich noch.“ In der Mittelfeldzentrale dürften nach dem guten Auftritt zuletzt Joshua Holtby und Dominik Klann gesetzt sein, Gianluca Przondziono muss sich nach überstandener Verletzung wohl gedulden.

  • SCP: Schulze Niehues – Langlitz, Scherder, Hoffmeier, Heidemann – Holtby, Klann – Schauerte, Möbius, Remberg – Grodowski.

 

Der Kader des SC Preußen Münster in der Saison 2020/2021

1/19
  • Tor: Max Schulze Niehues

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Tor: Marko Dedovic

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Abwehr: Jannik Borgmann

    Foto: Kirchner/Marco Steinbrenner via Imago
  • Abwehr: Okan Erdogan

    Foto: Kirchner/Marco Steinbrenner via Imago
  • Abwehr: Lukas Frenkert

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Abwehr: Niklas Heidemann

    Foto: Kirchner/Marco Steinbrenner via Imago
  • Abwehr: Alexander Langlitz

    Foto: Kirchner/Marco Steinbrenner via Imago
  • Abwehr: Julian Schauerte

    Foto: Kirchner/Marco Steinbrenner via Imago
  • Abwehr: Simon Scherder

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Mittelfeld: Dennis Daube

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Mittelfeld: Marcel Hoffmeier

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Mittelfeld: Joshua Holtby

    Foto: SCP
  • Mittelfeld: Dominik Klann

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Mittelfeld: Naod Mekonnen

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Mittelfeld: Gianluca Przondziono

    Foto: SCP
  • Angriff: Jules Schwadorf

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Angriff: Joel Grodowski

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Angriff: Justin Möbius

    Foto: Kirchner/Marco Steinbrenner via Imago
  • Angriff: Nicolai Remberg

    Foto: Kirchner/Marco Steinbrenner via Imago

 

Königs zum Wuppertaler SV

  • Marco Königs, der im vergangenen Januar ein zweites Mal zum SC Preußen gewechselt und nach dem Drittliga-Abstieg auf Jobsuche war, hat einen neuen Verein gefunden. Der 30-jährige Stürmer schließt sich dem Regionalliga-Rivalen Wuppertaler SV an. Hier spielt bereits mit Kevin Rodrigues Pires ein weiterer Ex-Preuße.
Gegner-Check

Am Samstag war der jüngste Trainer der Regionalliga West zu Gast im Preußenstadion: Helge Hohl aus Bergisch Gladbach ist gerade einmal 29 Jahre alt – und damit elf Monate jünger als die Nummer zwei in der Jahrgangswertung, die den nächsten Preußen-Gegner betreut. Bei Aufsteiger SV Straelen hat der 30-jährige Benedict Weeks das Kommando. Er tritt an der niederländischen Grenze in sehr große Fußstapfen, obwohl seine Vorgängerin eine deutlich kleinere Schuhgröße haben dürfte.

Die 96-fache deutsche Nationalspielerin Inka Grings führte den SV im März aus der Ober- in die Regionalliga. Im Juni räumte die zweifache Europameisterin dann überraschend ihren Platz, auf den schließlich Co-Trainer Weeks rückte. Weeks feierte einen gelungenen Ligaeinstand mit dem 1:1 (Torschütze Aram Abdelkarim) gegen die Zweitvertretung der Düsseldorfer Fortuna, kassierte dann aber bei deren Namensvetter in Köln eine empfindliche 0:3-Schlappe und wartet damit weiter auf den ersten Sieg der Saison.

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