Fußball: Westfalenliga
Niemann beschert FCG einen glücklichen Punktgewinn

Versmold -

Die gute Nachricht ist, dass der 1. FC Gievenbeck auch nach Spieltag Nummer drei ungeschlagen bleibt. Die schlechte Kunde war beim 1:1 in Peckeloh, dass er kaum Mittel gegen die körperbetonte Spielweise des Aufsteigers fand. Immerhin konnte sich das Reckels-Team aber auf zwei Akteure verlassen.

Sonntag, 20.09.2020, 12:32 Uhr aktualisiert: 23.09.2020, 16:22 Uhr
Schaute im Versmolder Vorort genau hin: Florian Reckels. Am Ende war der FCG-Trainer mit dem Remis zufrieden, versprach aber Lehren aus dem Spiel zu ziehen.
Schaute im Versmolder Vorort genau hin: Florian Reckels. Am Ende war der FCG-Trainer mit dem Remis zufrieden, versprach aber Lehren aus dem Spiel zu ziehen. Foto: Jürgen Peperhowe

Die Tabellenkonstellation– der Dritte der Fußball-Westfalenliga empfing den Ersten – versprach viel, das zerfahrene Spielgeschehen hielt jedoch deutlich weniger. Keine Spitzenleistungen, keine fußballerische Feinkost. Immerhin blieb der 1. FC Gievenbeck nach dem 1:1 (0:1) beim SC Peckeloh wie der Kontrahent ungeschlagen. Mit dem Ergebnis konnte Trainer Florian Reckels leben, verriet aber durchaus eine andere Erwartung: „Der Punktgewinn ist glücklich, denn wir haben zu keiner Phase zu unserem Spiel gefunden. Denn wir wollen Fußball spielen. Immerhin haben wir uns aber nach der Pause gesteigert.“

Der Lohn für die Steigerung ließ nicht lange auf sich warten. Als Janes Niehoff vor dem Strafraum durchsteckte, ließ sich Tristan Niemann (52.) nicht lange bitten, machte bei seinem fünften Saisontreffer kurzen Prozess. Es war eine der wenigen Chancen des FCG.

Keine Chancen im Überfluss

Wobei auch die Hausherren nicht gerade üppig damit gesegnet waren. Nachdem Alban Shabani (17.) noch die Querlatte getroffen hatte, traf der SC-Kapitän später (38.) per Foulelfmeter. Die Abwehraktion stammte zuvor aus der Kategorie „unnötig durch unkluges Vorgehen.“

Schon vier Minuten vor dem Rückstand mussten die Gievenbecker durchatmen. Nach einer überhasteten Spieleröffnung spielte Torhüter Nico Eschhaus den Ball direkt in die Füße eines Gegners, der gedankenschnell den Konter über Shabani einleitete. Im letzten Moment fuhr Manuel Beyer unmittelbar vor der Strafraumgrenze dazwischen, war jedoch keineswegs letzter Mann. Auch wenn Markus Kleine-Tebbe, Coach der Hausherren, die „klarste Rote Karte der Welt“ forderte. Beyer bügelte mehrfach Unebenheiten in der münsterischen Defensive aus. Dabei zogen sich Unachtsamkeiten und „Stockfehler“ durch die gesamte Mannschaft. Von Eschhaus bis Miclas Mende.

Heubrock klärt auf der Torlinie

Das Verhalten beider Teams zeichnete sich derweil früh ab. Während der FCG mit Diagonalbällen hinter die Abwehrkette operierte, setzte der Gastgeber auf Körperkontakt, „bearbeitete“ den Gast. Das machte Eindruck. Wozu aber auch besonders zwei Chancen des Aufsteigers zählten. In Minute 66 verfehlte Sercan Özdil per Freistoß das Gästetor knapp. Nils Heubrock (72.) rettet sogar nach einem Eckstoß auf der Linie.

Am Ende war der 1. FC Gievenbeck somit gut bedient. „Unter dem Strich steht ein Punktgewinn. Aber wir werden aus dem Spiel lernen“, versicherte Trainer Florian Reckels – und weckte damit die nächste Erwartungshaltung.

FCG: Eschhaus – Gerbig (39. Kurk), Beyer, Mende, Conze – Heubrock – Niehoff (68. Fromme), Röhe, Keil, Geisler (62. Canisius) – Niemann

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