Volleyball: 3. Liga Frauen
3:1-Sieg: VCO dominiert das Derby bei BW Aasee

Münster -

Die Vorfreude war auf beiden Seite groß vor dem Derby. Nach dem Stadtduell herrschte aber nur auf Seiten des VC Olympia Münster Zufriedenheit. Im Lager von BW Aasee dagegen regierte Ernüchterung nach dem 1:3, bei dem der Gastgeber in den ersten beiden Sätzen den Talenten vom Bundesstützpunkt deutlich unterlegen war-

Sonntag, 20.09.2020, 18:58 Uhr aktualisiert: 25.09.2020, 15:30 Uhr
Luisa Lüpken stemmte sich mit den Blau-Weißen vergeblich gegen den VCO um Meret Singer (M.) und Nele Broszat, die nicht nur im Block dem Gastgeber überlegen waren.
Luisa Lüpken stemmte sich mit den Blau-Weißen vergeblich gegen den VCO um Meret Singer (M.) und Nele Broszat, die nicht nur im Block dem Gastgeber überlegen waren. Foto: Wilfried Hiegemann

Trainer Justin Wolff war voll des Lobes für seine Mannschaft. „Wir haben sehr, sehr guten Volleyball gespielt, das Team hat sich hervorragend an die Taktik gehalten und ist sehr energiereich und zielstrebig aufgetreten“, sagte der Coach des VC Olympia Münster, der das Drittliga-Derby bei BW Aasee über nahezu die komplette Spielzeit dominierte und letztlich verdient mit 3:1 (25:11, 25:14, 25:27, 25:22) gewann.

Zufrieden war Wolff, der an der Bonhoefferstraße gleich auf fünf Spielerinnen (alle Lehrgang der U-17-Nationalmannschaft) sowie auf die verletzte Nikola Schmidt verzichten musste. Doch die Talente vom Bundesstützpunkt scherte dies überhaupt nicht, konsequent zog die Truppe um Zuspielerin Lea Venghaus, Angreiferin Pia Mohr und Libera Erika Kildau ihren Streifen durch. Bis in die Mitte des dritten Durchgangs, in dem Wolff dann ins Geschehen eingriff. Beim 13:10 wechselte er Prisca Jeschke und Carolin Beining für Venghaus und Meret Singer ein, beim 19:12 folgten dann Hannah Hartmann und Melissa Vasi für Mohr und Kapitänin Kaia Baker. Die Statik des VCO-Spiels war damit entscheidend verändert, BWA nutzte die Gelegenheit zum Anschluss. „Die junge Garde soll ja an die Liga herangeführt werden, auch wenn es diesmal nicht geklappt hat“, erklärte Wolff seine personellen Veränderungen. „Es war dann beeindruckend, wie wir im vierten Satz dann wieder da waren.“

Blau-weißer Katzenjammer

Katzenjammer herrschte dagegen bei den Blau-Weißen. „Wir hatten uns schon mehr erhofft. Die ersten beiden Sätze waren gruselig, waren unterirdisch“, sagte BWA-Coach Annacker. „Wir waren schlecht und nicht präsent, der VCO hat es sehr gut gemacht und hat es konsequent heruntergespielt.“ Dass sein Team den dritten Satz noch „erkämpft“ hat, war ein Trostpflaster, Annacker aber wusste das Zustandekommen einzuschätzen. Etwas besser lief dann der vierte Durchgang für die Blau-Weißen, die aber nach dem schnellen 3:8 für eine Wende nicht mehr in Frage kamen. „Der vierte Satz war in Ordnung, mehr aber auch nicht“, sagte Annacker nach dem 96-minütigem Derby.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7593673?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686137%2F2686209%2F2686789%2F
Nachrichten-Ticker