Fußball: Oberliga
Nyuydine trickst, trifft und legt vor für die Preußen-Zweite

Münster -

Preußen Münsters Oberliga-Fußballer haben sich im Abendspiel im Stadion den zweiten Dreier der Spielzeit geholt. Mit 3:1 wurde Westfalia Herne geschlagen – in einem Vergleich völlig unterschiedlicher Stile. Ein 19-Jähriger drückte dem Duell den Stempel auf. Und das gegen sein Ex-Team.

Donnerstag, 24.09.2020, 22:22 Uhr aktualisiert: 29.09.2020, 17:28 Uhr
Blick auf den Ball im Vorwärtsgang:
Blick auf den Ball im Vorwärtsgang: Foto: SCP/Marcel Weskamp

Oberligasieg Nummer zwei für die Zweite des SC Preußen Münster, die im Abendspiel gegen Westfalia Herne im Duell der völlig unterschiedlichen Herangehensweisen den „Man of the Match“ aufboten. Der 19-jährige frühere Nullachter Burinyuy Nyuydine traf beim 3:1 (1:1) doppelt und legte Ali Gülcan ein Tor auf. Er kam vor der Saison aus Herne...

Mit Nicolai Remberg, Okan Erdogan, Naod Mekonnen und Jannik Borgmann wurde ein Quartett aus der Ersten eingesetzt, was vor allem in der Abwehr für Umbesetzungen sorgte. Borgmanns Physis war gefordert, denn Herne warf wie gehabt seine Tugenden rein: Leidenschaft, Physis, Intensität. Gerne wurde der lange Ball in die Spitze geschlagen und nachgesetzt. „Dass heute nicht die feine Klinge entscheidet, war uns klar“, sagte Trainer Sören Weinfurtner, dessen Elf die Zweikämpfe annahm.

Und die Tiefe suchte: Remberg eilte mit Tempo allen weg, aber sein Abspiel kam nicht ideal. Linksverteidiger Loris Deiters musste, am Knie verletzt, zeitig raus (27.). Dann griff der jetzt in Ochtrup lebende gebürtige Münsteraner Nyuydine ganz tief in die Trickkiste, spielte im 16-Meterraum nacheinander mehrere Gegner aus und traf wunderbar per Chip-Ball (42.). Obschon die Preußen auf die Standards der Westfalia vorbereitet waren und deren Kopfballstärke kannten, markierte Enes Bilgin (45.) nach Freistoß per Kopf den Ausgleich. Beim Gast gab Linksverteidiger Nico Lübke seinen Einstand. Der Münsteraner hielt im ersten Spiel nach überstandenem Kreuzbandriss eine Stunde durch.

Herne drückte nach dem Seitenwechsel zunächst unverdrossen. Es dauerte, bis die Preußen wieder zu ihrem technisch sauberen Aufbauspiel fanden. Die schnellen Leute setzten ihre Vorteile um: Der eingewechselte Ali Gülcan schickte Nyuydine los, der hartnäckig blieb im Laufduell und den Passgeber zu dessen 2:1 einsetzte (69.). Damit nicht genug: Herne kam auch nicht mehr hinterher, als Außenverteidiger Marius Mause links klug vorzog und, na klar, Nyuydine einsetzte zum 3:1 (71.).

„Es ist schwer, gegen diesen Gegner über alle Phasen hinweg Lösungen zu finden. Aber wir haben uns belohnt, zwei saubere Konter gespielt und die Kontrolle behalten“, sagte Weinfurtner. Sonntag geht es wieder daheim (Kunstrasen) gegen die SG Wattenscheid 09 – mit einer ganz anders besetzten Elf.

SCP II: Westphal – Mause, Erdogan, Klauke, Borgmann, Deiters (27. Lackmann) – Mekonnen, Burchardt (65. Heering) – Remberg – Duyar (65. Gülcan), Nyuydine (86. Özmen)

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7600997?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686137%2F2686209%2F2686789%2F
Nachrichten-Ticker