Fußball: Westfalenliga
Gievenbeck verwöhnt mit gutem Fußball, geizt aber mit Toren

Münster -

Der 1. FC Gievenbeck macht zum Start dieser Punkterunde so richtig Spaß. Am Sonntag besiegte er den ostwestfälischen Konkurrenten TuS Tengern völlig verdient mit 3:0. Einige Zuschauer beklagten Versorgungsprobleme

Sonntag, 27.09.2020, 18:50 Uhr aktualisiert: 01.10.2020, 17:57 Uhr
Kollektiver Gievenbecker Jubel nach der 1:0-Führung-.
Kollektiver Gievenbecker Jubel nach der 1:0-Führung-. Foto: Wilfried Hiegemann

Für die leckere Bratwurst und die schmackhaften Fritten ist die Imbissbude im Gievenbecker Sportpark schon lange berühmt. Und es gab sogar Zeiten, da ging man ausschließlich wegen der Nahrungsaufnahme zum Fußball. Das mit den Speisen hat sich nicht geändert, wohl aber das mit der Einstellung der Besucher. „Das kannste dir richtig gut angucken“, befand ein Zuschauer am Sonntag nach einer knappen halben Stunde. Und gleichzeitig steckte er in einem Dilemma. Denn er war von seinen drei Kumpels ausgeguckt worden, die nächste „Mantaplatte für alle“ zu besorgen. Aber er fand einfach den Absprung nicht. „Wenn ich jetzt gehe, verpasse ich garantiert das nächste Tor.“ Ergo musste sich das Quartett bis zur Halbzeitpause gedulden.

Nach 25 Minuten hatte der 1. FC Gievenbeck gegen den TuS Tengern mit einer 2:0-Führung die halbe Miete im Sack. Der Ordnung halber muss zugestanden werden, dass der Gast dabei kräftig mitgeholfen hat. Denn nach 15 Minuten beförderte Julian Meyer einen Eckball von Miclas Mende ins eigene Tor. Und zehn Minuten später misslang Torhüter Alexander Fischer ein Rettungsversuch, als er Christian Keil anschoss und der dann Tristan Niemann auf die Reise zum 2:0 schickte. Damit war Tengern (nach gutem Beginn) endgültig der Zahn gezogen. Das Team kam zu keiner nennenswerten Torchance und durfte froh sein, dass die Hausherren erneut durch Niemann in der 63. Minute „nur“ den 3:0-Endstand markierten.

„Ich bin total zufrieden. Wir haben hinten überhaupt nichts zugelassen und vorne jede Menge Chancen herausgespielt. Dass wir vollkommen verdient gewonnen haben, wird wohl niemand bestreiten.“ Das Fazit von FCG-Trainer Florian Reckels darf für das gesamte Team als Kompliment angesehen werden. Auch wenn sich die Herren Heubrock, Fromme, Canisius, Niehoff und Martin mit Sicherheit die Frage stellen werden, warum sie sich nicht auch in die Torschützenliste eingetragen haben. Die Chancen waren da. „Wenn man jetzt meckert, dass wir höher gewinnen mussten, dann sollte man auch lobend erwähnen, dass wir uns so viele Möglichkeiten herausgespielt haben“, stellte Trainerlegende Reinhard Töller die Kritiker ruhig. Und begab sich zur Frittenbude.

FCG: Eschhaus – Röhe, Beyer, Mende, Conze – Geisler (73. Martin), Heubrock – Niehoff (78. Leser), Canisius (63. Fromme), Keil (73. Mand) – Niemann

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