Fußball: Frauen-Westfalenliga
Wacker fährt auf der Einbahnstraße nur zu einem 1:1

Münster -

Furios waren die Fußballerinnen von Wacker Mecklenbeck gestartet – mit einem 8:1-Erfolg beim SC Wiedenbrück. Doch die Ernüchterung folgte sogleich, gegen den Aufsteiger FC Donop-Voßheide reichte es nur zu einem 1:1. Eine „gefühlte Niederlage“ für Trainer Daniel Vedadi.

Sonntag, 27.09.2020, 18:56 Uhr aktualisiert: 01.10.2020, 17:58 Uhr
Paule Funke (M.) und ihre Teamkolleginnen probierten alles, doch Milena Szymkowiak (r.) und Tina Rother verteidigten mit dem FC Donop-Vossheide konsequent und retteten damit ein 1:1.
Paule Funke (M.) und ihre Teamkolleginnen probierten alles, doch Milena Szymkowiak (r.) und Tina Rother verteidigten mit dem FC Donop-Vossheide konsequent und retteten damit ein 1:1. Foto: Wilfried Hiegemann

Einbahnstraßen-Fußball an der Egelshove, aber nur ein 1:1 (0:1) für die dominierenden Westfalenliga-Fußballerinnen von Wacker Mecklenbeck. Gast und Aufsteiger FC Donop-Voßheide aus Lemgo jubelte erleichtert nach 90 Minuten, dem Dauerdruck der auch spielerisch eindeutig überlegenen Münsteranerinnen die Stirn geboten zu haben. Auch mit Glück.

Dabei schuf sich „DonVoß“, wie der Club sich selbst nennt, eine ideale Ausgangsposition für sein Spiel. Nach fünf Minuten traf Stürmerin Nele Busch, weil Wacker auf der linken Seite den Raum zur Hereingabe ließ. Dabei war Mecklenbecks Angreiferin Neele Kesse extra nach hinten gespurtet, um den Raum zu schließen – vergeblich. Direkt nach dem Nackenschlag kam Paula Funcke zum Kopfball, setzte den aber zu drucklos aus dem Stand heraus. Kesse war wie gehabt Wackers Solo-Stürmerin und wurde vor der Pause nur unzureichend angespielt. Das Spiel lief kaum über die Flügel, die personell massiv besetzte Mitte ließ nur wenig Platz. Auch die Standards aus dem Halbfeld kamen nicht gefährlich, bei den Ecken sah das schon anders aus.

Schwung durch vier Wechsel

„Das wirkte fast so, als fehlte uns die Frische“, sagte Trainer Daniel Vedadi später. Er musste auch etliche technische Fehler monieren, die Wackers Aufbauspiel immer wieder unterbrachen. Die Gäste verließen sich auf das gute Positionsspiel der Abwehrchefin Tina Rother, die oft klärte, und suchten nur dosiert die Konterchancen.

Britta Stein kam als erste von vier Einwechselspielerinnen für Wacker. Insgesamt belebte Vedadi damit durchweg seine Elf. Die packte nun mit größerer Entschlossenheit zu, gewann die zweiten Bälle und frischte das Flügelspiel auf. Stein verpasste nach Eckball knapp, Funcke war per Direktabnahme glücklos und wiederholt trudelte der Ball nach Hereingaben nur knapp an einer Zielspielerin oder der Torlinie vorbei. Die schnelle Abwehrspielerin Luca Selle lief die weiten Zuspiele der Gäste ab, die nur vereinzelt die schnellen Offensiven suchten. Nachdem Donop-Voßheide beinahe ein Eigentor unterlaufen war, sah Torfrau Laura Fuhlhage beim Stein-Weitschuss nicht sicher aus – der Ball prallte von der Torlatte der 1:1-Torschützin Luisa Faber vor die Füße (66.). Auch sie war eingewechselt worden. Ihr folgte Paula Weber auf den Platz, die freistehend den Ball nicht unter Kontrolle bekam. Trotz des unablässigen Bemühens belohnte sich Mecklenbeck kein zweites Mal.

Vedadi: „Ungewöhnlich viele Fehler“

„Das fühlt sich wie eine Niederlage an“, sagte Vedadi enttäuscht und meinte auch die Unzulänglichkeiten im Passspiel oder bei der Ballannahme. „So eine Menge an Fehlern ist ungewöhnlich für uns.“ Wacker:Krützmann – Düking, Selle, Schipke, Bezhaev – Funke, Haack (46. Stein) – Dircks (72. Weber), Geldschläger (61. Faber), Funcke (78. Zinn) – Kesse

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