Fußball: Oberliga
Schock in der Schlussminute für Preußen Münster II gegen SG Wattenscheid 09

Münster -

Als sich alle Beteiligten schon auf ein torloses Remis eingestellt hatten, traf der Gast doch noch. Preußen Münsters zweite Vertretung musste in der 90. Minute das bittere 0:1 gegen die SG Wattenscheid 09 hinnehmen. Die Partie war verloren.

Sonntag, 27.09.2020, 20:18 Uhr
Preuße Tobias Lackmann (rechts) und der Wattenscheider Fabian Kerellaj im Kampf um das Leder.
Preuße Tobias Lackmann (rechts) und der Wattenscheider Fabian Kerellaj im Kampf um das Leder. Foto: Wilfried Hiegemann

Ein finaler Patzer unterlief der zweiten Mannschaft des SC Preußen Münster auf der Außenbahn und die SG Wattenscheid 09 jubelte in der 90. Minute über den Siegtreffer von Verteidiger Agon Arifi, der zentral nicht gestört wurde. Das 0:1 (0:0) in der Oberliga war das „falsche“ Resultat in einem rassigen wie temporeichen Spiel – und die nach dem Wechsel klar spielbestimmenden Adlerträger stapften frustriert vom Kunstrasen.

Zumal das hier passierte: Jannik Borgmann, bestens in Form als zweite Regionalliga-Aushilfe neben Keeper Marko Dedovic, platzierte einen Kopfball nur an den Pfosten (82.). Und wenig später foulte sich SG-Kapitän Norman Jakubowski mit Gelb-Rot vom Platz. Die Überzahl führte jedoch nur einmal zur Torszene, als Tobias Heerings Schuss von 09-Torwart Maurice Horn nur abgeklatscht wurde, Sören Wald aber den zweiten Ball nicht traf.

„Wir hatten insgesamt eine gute Spielanlage und haben Wattenscheid dominiert. Aber unser Problem ist, dass wir zu viele Chancen liegen lassen“, sagte SCP-Trainer Sören Weinfurtner. Auch vermisste er die Genauigkeit in manchen Aktionen und „die letzte Entschlossenheit, die Standards zu nutzen“.

Das zunächst sehr offene Spiel war beiderseits geprägt von Leidenschaft und Laufarbeit, von Pressingphasen und knackigen Zweikämpfen. Chancen aber gab es kaum. Die beste vergab Leon Gensicke: Dedovic parierte stark im Herauslaufen (44.). Die drei vornehmlich offensiven Preußen hatten es schwer, sich durchzusetzen. Auch mangelte es an guten Pässen in die Spitze.

Schon der Auftakt der zweiten Halbzeit versprach Änderung: Burinyuy Nyuydine und Marius Lackmann besorgten Ali Gülcan eine Chance, dann hatten die Verteidiger Jan Klauke und Sven Rüschenschmidt nach Eckball zwei Szenen. Wattenscheid, von Trainer Christian Britscho zur Serie vollkommen neu aufgestellt und angesichts dessen schon bemerkenswert unterwegs, schuf keine Entlastung mehr. Der Ex-Ahlener Marvin Schurig sorgte von hinten heraus als pausenloser Ansager für Ordnung, aber seine Mitspielern fanden keine Mittel mehr, die nun auch läuferisch überlegenen Preußen um den sehr emsigen Heering zu gefährden. Mehrfach aber fehlte es den Münsteranern an den richtigen Entscheidungen, am wirkungsvollen Zupacken oder dem Qualitätszuspiel in die Spitze. Auch drei Wechsel änderten daran nichts. „Es darf uns nicht passieren, dass wir uns kurz vor Schluss außen per Doppelpass ausspielen lassen“, ärgerte sich Weinfurter über den Knockout.

Preußen II: Dedovic – Lackmann, Rüschenschmidt, Klauke, Borgmann, Mause – Burchardt, Heering – Gülcan (75. Pohl) – Duyar (57. Özmen), Nyuydine (79. Wald)

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