Handball: Oberliga-Qualifikation A-Junioren
Westfalia besteht dramatischen Stresstest gegen Emsdetten

Münster -

Sechs Sekunden vor Schluss schien der Oberliga-Traum von Westfalias A-Junioren-Handballerinnen noch geplatzt, ehe Tim Krönfeld den letzten Treffer der Partie und das entscheidende Tor der Qualifikationsrunde erzielte. 28:28 gegen den TV Emsdetten – Punktlandung für die Kinderhauser und der Startschuss für einen verdienten Feier-Abend ...

Montag, 28.09.2020, 18:36 Uhr aktualisiert: 04.10.2020, 11:42 Uhr
Befreiter Jubel nach dem Schlusspfiff: Die A-Junioren von Westfalia Kinderhaus sichern sich nach einem Zitterspiel das Ticket für die Oberliga.
Befreiter Jubel nach dem Schlusspfiff: Die A-Junioren von Westfalia Kinderhaus sichern sich nach einem Zitterspiel das Ticket für die Oberliga. Foto: Westfalia Kinderhaus

Spannung bis zur letzten Sekunde – das kostet Nerven und bringt eigentlich nur dann Spaß, wenn es zum Abschluss von einem Happy End gekrönt wird: Und weil die A-Junioren-Handballer von Westfalia Kinderhaus alle Regie­anweisungen am Samstag in der Dreifachsporthalle in Wolbeck perfekt in Szene setzten, wurde der Abpfiff der Partie zum Anpfiff der Aufstiegsfeierlichkeiten. Mit einem 28:28 (14:15)-Unentschieden gegen den TV Emsdetten sicherte sich der älteste Handball-Nachwuchs von Westfalia Kinderhaus punktgenau Platz zwei in seiner Qualifikationsgruppe und damit das Ticket für die Anfang November beginnende Oberligasaison.

Bis dahin hat Westfalia-Trainer Axel Müller Zeit, sein zerfleddertes Nervenkostüm wieder in Ordnung zu bringen. Die samstägliche Achterbahn war ein veritabler Stresstest für Trainer wie Spieler. „Dabei sind wir gut ins Spiel gekommen“, erinnert sich der Coach an einen ordentlichen Start in die ­Partie, die sein Team nicht verlieren durfte. Doch dann nahm das Drama in drei Akten seinen Lauf: Dem forschen Start der Kinderhauser folgten Nachlässigkeiten im Ballvortrag und in der Chancenverwertung sowie folgerichtig ein Gegner, der erst auf- und dann überholte.

17:24-Rückstand

Zur Pause lag Emsdetten mit einem Treffer vorn, Mitte der zweiten Halbzeit hupte der Oberliga-Express bereits in weiter Ferne. Emsdetten war auf 24:17 davongezogen – höchste Eisenbahn für den dritten und finalen Akt des Handball-Krimis. „Wir haben Tor um Tor aufgeholt, in den letzten zwei Minuten noch mal drei Treffer gutgemacht“, so Müller. Dennoch lag sechs Sekunden vor dem finalen Pfiff immer noch der TVE auf Oberliga-Kurs, ehe Tim Krönfeld mit seinem siebten und wichtigsten Treffer zum 28:28 den dramaturgischen Schlusspunkt setzte, und die Feierlichkeiten – im Rahmen der Coronaschutzvorgaben – einleitete.Tore: Krönfeld (7), Geister (6), Müller (5/2), Oeder, Klitz (je 4), Djahanschah (1/1), Ruholl (1)

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