Fußball: Westfalenliga
Derby an der Hütte: Kinderhaus freut sich auf Gievenbeck

Münster -

Derbyzeit in Kinderhaus: Und was für ein Derby! Die Westfalia empfängt den 1. FC Gievenbeck. Das letzte Treffen ist schon lange her – und auf diesem hohen Niveau ist es sogar eine Premiere. Hochspannung also an der Hüte, wenn sich die Trainer-Freunde Marcel Pielage und Florian Reckels gegenseitig die Punkte abluchsen wollen.

Freitag, 02.10.2020, 17:26 Uhr aktualisiert: 05.10.2020, 18:11 Uhr
Joschka Brüggemann und dessen Westfalia-Mitstreiter wollen beweisen, auch in der Westfalenliga nach einem 0:4 wieder in die Spur kommen zu können.
Joschka Brüggemann und dessen Westfalia-Mitstreiter wollen beweisen, auch in der Westfalenliga nach einem 0:4 wieder in die Spur kommen zu können. Foto: fotoideen.com

So eine Begegnung auf Augenhöhe „hat es doch seit zig, zig Jahren nicht gegeben.“ Marcel Pielage muss diesen Fakt statistisch gar nicht genau belegen. Dem Trainer der Kinderhauser Westfalia reicht die Erkenntnis, dass seine Elf mit dem ersten Aufstieg in die Westfalenliga den 1. FC Gievenbeck am Sonntag (15 Uhr) zu einem Abtausch auf diesem Niveau treffen darf. „Und darauf freuen wir uns.“ Am „Hütte“-Rasenplatz dürfen freilich weniger Interessenten zusehen, als normalerweise angelockt werden dürften. Zumal es nach dem Heimspiel am Hauptplatz gegen Sinsen (20. September) Kritik gab – zu eng sollen hier einige beinander gestanden haben. Das Ordnungsamt appellierte an vernünftige Disziplin und erwartet die korrekte Organisation.

Gegentreffer bei Instagram

Pielages Sache ist eh der Sport und nach dem derben 0:4 gegen Erkenschwick hat er damit auch genug zu tun. Auf Instagram entdeckte er, dass die Sieger die vier Treffer per Video festhielten und forderte seinen Kader auf, da mal bitteschön reinzuschauen. „Dreimal springt keiner von uns hoch.“ Dreimal war der Ball drin. „Ich wünsche mir mehr Mut und mehr Cleverness, solche Szenen verteidigen zu können.“ Ein Derby mit „zu viel Feuer“ sei nicht sein Ding. „Ich will ein schönes Spiel sehen.“ Julian Sammerl wird es auf Kinderhauser Seite nicht mitprägen können (Verdacht auf Muskelfaserriss). „Diese vielen Ausfälle passen uns gar nicht in den Kram“, stöhnt Pielage.

Seine Sorgen kann FCG-Coach Florian Reckels nachvollziehen. Aus sportlicher Sicht und auch aus einer freundschaftlichen Verbundenheit mit Pielage. Die beiden Experten tauschen sich regelmäßig aus. Fußball ist ihr Thema, aber nicht nur.

Personalsorgen auf beiden Seiten

Reckels sah das 0:4 live und fand es „viel zu hoch.“ Er schätzt das Bemühen der Kinderhauser nach „Angriffsfußball“ hoch ein. Und wie Pielage will er „nicht zu viel in diese Derby-Situation“ packen. Gerade in derlei Duellen müsse man „die Emotionen im Griff haben.“ Die bestens aus den Startlöchern gekommenen Gievenbecker werden weiterhin Tom Gerbig und Jannik Balz ersetzen müssen sowie noch immer Johan Scherr, der wieder ins reguläre Training hineinschnuppert. „Diese Jungs sind potenzielle Stammelf-Kandidaten“, sagt Reckels und freut sich auf den Tag, an dem das Trio wieder parat steht.

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