Volleyball: Bundesliga Frauen
USC Münster liefert sich mit Wiesbaden ein typisches Eröffnungsspiel

münster -

Am Ende hatten sie noch Kraft für ein kurzes Freudentänzchen. Über zwei Stunden dauerte der Saisonauftakt des USC Münster, der sich mit dem VC Wiesbaden lange beharkte – und der letztlich der glückliche Sieger war in einer Partie, die so typisch war für ein Eröffnungsspiel.

Sonntag, 04.10.2020, 20:22 Uhr
Gefordert in der Annahme, stark im Angriff: Adeja Lambert war bei ihrem USC-Debüt die beste Angreiferin der Partie.
Gefordert in der Annahme, stark im Angriff: Adeja Lambert war bei ihrem USC-Debüt die beste Angreiferin der Partie. Foto: Jürgen Peperhowe

Ganz viel Kampf, nicht unbedingt viel weniger Krampf – die Partie des USC Münster gegen den VC Wiesbaden kann man getrost in die Kategorie „typisches Auftaktspiel“ packen. Beide Mannschaften zeigten sich beim 3:2-Erfolg des Gastgebers nur bedingt konstant und machten damit den Season-Opener zu einem zweistündigen Krimi. „Das Negative ist, dass wir nicht gut gespielt haben und es Wiesbaden oft zu einfach gemacht haben. Es gab zu viele Abs“, sagte Kapitänin Barbara Wezorke, die den Matchball per Block verwandelt hatte. „Das Positive“ aber wollte die 27-Jährige dann doch nicht vergessen. „Und das war, dass wir den Sack zugemacht haben und als Team in den engen Situationen funktioniert haben.“

Doch in den 125 Minuten Spielzeit gab es auch genügend Phasen, in denen die Unabhängigen eben nicht so gespielt haben wie erhofft. „Am Anfang war es sicher die Nervosität“, meinte Wezorke, die sich selbst nicht von der Aufregung des Saisonstarts freimachte. Aber dass sich der USC in jedem Abschnitt – ausgeklammert ist nur der Tiebreak – einen Fehlstart leistete und sich damit in die Bredouille brachte, ist darauf nicht zu schieben. „Das war super unnötig. Eigentlich war unsere Annahme ok, bis auf das erste Drittel in den Sätzen“, monierte die Mittelblockerin.

Nur gut, dass sich Münster davon nicht beeindrucken ließ, sich den Widerständen stellte und immer weiter an sich glaubte. „Das war Kampf-Volleyball. Wiesbaden hat sehr gut verteidigt, wir haben im zweiten und vierten Satz keine Lösungen gefunden und uns dann doch aus schwierigen Situationen befreit“, sagte Trainer Teun Buijs.

Maßgeblich beteiligt an dem Happy End war Adeja Lambert. Die Amerikanerin war bei ihrem Debüt gleich punktbeste Angreiferin (23 Zähler), behielt auch unter dem Dauerbeschuss – 43-mal musste Lambert annehmen – die Nerven. „Sie hat es toll gemacht. Und sie wird auch noch stabiler.“ Wie die gesamte Mannschaft. Und das ist auch eine der guten Nachrichten des Sonntags.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7617027?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686137%2F2686209%2F2686789%2F
Nachrichten-Ticker