Fußball: Bezirksliga
Auszeit beendet: Sebastian Hänsel sieht bei Concordia „weiterführende Perspektive“

Münster -

Eine Auszeit hatte sich Sebastian Hänsel verordnet. In Ruhe und mit Muße wollte sich der Fußball-Trainer Gedanken machen über seine Arbeit, wollte diese auf den Prüfstand stellen. Die Pause aber ist im Januar vorbei, dann übernimmt der ehemalige Coach des BSV Roxel den Bezirksligisten Concordia Albachten – und das nicht nur wegen der örtlichen Nähe zur Anlage an der Hohen Geist.

Mittwoch, 07.10.2020, 17:12 Uhr aktualisiert: 07.10.2020, 18:55 Uhr
Die Übergabe der (Amts-)Geschäfte vollzieht sich fließend: Sebastian Hänsel wird in Albachten dem Trainer Truckenbrod nicht auf den Wecker gehen, aber seine Präsenz allmählich steigern.
Die Übergabe der (Amts-)Geschäfte vollzieht sich fließend: Sebastian Hänsel wird in Albachten dem Trainer Truckenbrod nicht auf den Wecker gehen, aber seine Präsenz allmählich steigern. Foto: fotoideen.com

Der seit zwölf Jahren in Münster heimische Sebastian Hänsel hat demnächst den ganz kurzen Weg zum Fußballtraining. Der mit Familie in Albachten lebende 38-Jährige übernimmt wie berichtet die Bezirksliga-Concordia im Stadtteil, wenn Jens Truckenbrod nach der Halbserie wieder aussteigt. Die Nähe zum Platz und die Kenntnisse der Gegebenheiten sind gut und schön, aber diese Umstände allein sorgten nicht für den Wiedereinstieg des gebürtigen Leipzigers.

„Wenn ich sehe, was sich in dem Club alles entwickelt hat und noch entwickeln kann, dann empfinde ich eine Perspektive, die eine weiterführende ist“, sagt Hänsel. Es gebe „kreativen Spielraum“ und mit der Bezirksliga „eine spannende Klasse.“ Auf höherem Niveau kennt er sich aus: Nach seiner Zeit bei den U-19-Junioren von Borussia führte er drei Serien lang den BSV Roxel durch die Westfalen- und Landesliga. Bis er bekannt gab, eine Pause einlegen zu wollen. Aus freien Stücken.

Motivation neu entfacht

Die Pandemie sorgte für eine früher als gewollt beginnende Auszeit, die Hänsel genutzt hat. „Ich musste meine Arbeit als Trainer evaluieren – während eines Engagements bleibt einem doch keine Zeit dafür.“ Erst recht nicht für einen Berufstätigen und Papa. Hänsel rekapitulierte den Verlauf seiner Engagements, holte sich Feedback dazu und grübelte lange darüber nach, „wie man ein Team und die einzelnen Spieler darin weiterentwickeln kann. Da habe ich jetzt Ansätze gefunden.“ Und mithin ist die Motivation neu entfacht.

Gespräche mit Bergs, Rowald und Truckenbrod

In Albachten führte er diverse Gespräche mit dem Vorsitzenden Jürgen Bergs und dem Sportlichen Leiter Lasse Rowald, den er aus Borussia-Zeiten kennt. „Es geht auch darum, wie ich mich als Trainer entwickeln kann“, sagt Hänsel mit Bedacht. „In Albachten finde ich gute Voraussetzungen vor.“

Einer ambitionierten Fortbildung widmet er sich aktuell bereits. Er büffelt sich zur DFB-Elite-Jugend-Lizenz. Hier geht – wie derzeit auch andernorts – vieles online, ehe eine Präsenzwoche in der Sportschule Kaiserau folgt. Und Mitte November der Abschluss.

Mit Trainer Truckenbrod spricht Händel auch wiederholt und hat verabredet, einen „fließenden Übergang“ hinzubekommen. Ab Ende November wird er sich häufiger am Platz sehen lassen, aber sicher nicht bei Spielen in Bank-Nähe stehen. „Für mich geht es erst einmal darum, eine Bindung zum Team zu finden“, sagt Hänsel. Abgemacht ist intern, dass Co-Trainer Abdel Belkadi der Assistent bleibt.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7621876?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686137%2F2686209%2F2686789%2F
Nachrichten-Ticker