Basketball: 2. Liga Pro B
WWU Baskets testen Hygienekonzept für 980 Zuschauer

Münster -

980 Zuschauer - das ist die vorerst magische Zahl für Basketballspiele am Berg Fidel. Die WWU Baskets haben in Kooperation mit der Stadt Münster ein Hygienekonzept auf die Beine gestellt, das den Härtetest am nächsten Freitag beim Saisonauftakt gegen die Iserlohn Kangaroos erfährt. WWU-Manager Helge Stuckenholz appelliert dabei: „Es ist eine Verpflichtung, damit extrem sorgsam und respektvoll umzugehen.“

Freitag, 09.10.2020, 20:00 Uhr aktualisiert: 11.10.2020, 17:54 Uhr
Basketball: 2. Liga Pro B: WWU Baskets testen Hygienekonzept für 980 Zuschauer
Sechs Zugänge, fünf davon für Zuschauer, für maximal 980 Menschen: Die WWU Baskets planen mit einem speziellen Konzept für den Saisonstart Foto: WWU Baskets

Denjenigen, denen ein Besuch des ersten Heimspiels der WWU Baskets vergönnt sein wird – denen wird es fast wie in einem Restaurant inklusive Sportevent ergehen. Der Service erfolgt am Platz, das Schlangestehen fällt aus, nebenan ist ausreichend Platz, Beinfreiheit ist garantiert. Außerdem: Man gehört zu den Auserwählten knapp 1000 Personen, die den Saisonauftakt in der Basketball-Pro-B erleben dürfen. Die WWU Baskets eröffnen die Spielzeit mit der Heimpartie gegen die Iserlohn Kangaroos am Freitag (20.30 Uhr). Der Sieger wird der erste Tabellenführer der Saison sein.

Herantasten an die 980

Doch was sich irgendwie vielversprechend anhört, ist für die Baskets ein diffizile Aufgabe. Das Hygienekonzept am Berg Fidel hat es in sich. Das, was Manager Helge Stuckenholz und seine Mitstreiter in Kooperation mit der Stadt Münster auf die Beine gestellt haben, ist dabei sehr beeindruckend.

Maximal 980 Personen werden in der Halle sein, praktisch nur Dauerkarten-Inhaber haben eine Chance auf einen Platz. „Wir werden uns vorsichtig an die maximal 980 Besucher herantasten“, sagt Stuckenholz, der mit ausverkaufter Halle ohne Corona hätte rechnen können: 3000 Menschen.

Fünf Zuschauergruppen

Die Gruppe der nun 980 wird aufgeteilt und findet Plätze in fünf Bereichen. Vor dem Einlass wird bei jedem Hallenbesucher die Temperatur gemessen, ab 38,0 Grad wird der Zutritt verwehrt. Zweite wichtige Erkenntnis, so Stuckenholz: „Es gibt keine Überschneidungen dieser Gruppen auf den Wegen. Das Zonenkonzept schafft autarke Besuchergruppen.“ Jeder Bereich hat einen eigenen Eingang, jeder Bereich kann nur zu einem bestimmten Zeitpunkt betreten und verlassen werden, Toiletten befinden sich im Außenbereich. Die Aktiven, die Trainerstäbe sowie die Spieltags-Offiziellen werden nicht in Kontakt mit einem einzigen Zuschauer kommen, die LED-Werbebanden sind die spürbare Grenze.

Ganz klar, überall in der Halle wird Nasen-Mund-Schutz erforderlich sein, nur am Sitzplatz darf dieser zum essen und trinken abgelegt werden. Stuckenholz und sein Team sind sich der Tragweite bewusst, dass sie fast 1000 Menschen in Corona-Zeiten zu einem Sportereignis in eine Halle lassen dürfen. „Es ist eine Verpflichtung, damit extrem sorgsam und respektvoll umzugehen. Keiner darf irgendetwas falsch machen oder die Regeln ignorieren“, appelliert Stuckenholz. Er weiß um den schmalen Grat, auf dem der Verein und die Zuschauer gemeinsam gehen. Stuckenholz: „Rücksicht aufeinander ist das wichtigste.“

Generalprobe in Karlsruhe

  • Sechs Tage vor dem Saisonstart testen die Baskets final – bei den PS Karlsruhe Lions, einem Top-Team der Pro A. Am Freitag brachen die Baskets auf, simulierten so die Abläufe für das erste Auswärtsspiel in zwei Wochen in Bernau. Die Zeit vor Ort nutzt Trainer Philipp Kappenstein auch zu Einzelgesprächen und Teamsitzungen. „Der Trip schließt die Vorbereitung ab.“
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