Fußball: Westfalenliga
2:4 gegen Theesen – beim 1. FC Gievenbeck greift Ernüchterung um sich

Münster -

Erst die Niederlage im Derby bei Westfalia Kinderhaus, nun die 2:4-Niederlage gegen den VfL Theesen auf eigenem Platze. Die Leichtigkeit, die der 1. FC Gievenbeck zu Saisonbeginn an den Tag gelegt hatte, ist verflogen. „Ein Tag, an dem alles zusammenkam“, sagte FCG-Coach Florian Reckels, der nach dem zwischenzeitlichen 0:4 aber lobende Worte für die Moral seiner Mannen fand.

Montag, 12.10.2020, 10:30 Uhr aktualisiert: 16.10.2020, 17:40 Uhr
Voller Einsatz: Der Gievenbecker Tristan Niemann (r.) stoppt Theesens Yves Sander mit letzter Konsequenz
Voller Einsatz: Der Gievenbecker Tristan Niemann (r.) stoppt Theesens Yves Sander mit letzter Konsequenz Foto: Wilfried Hiegemann

Durch die zweite Niederlage am Stück greift Ernüchterung um sich beim 1. FC Gievenbeck. In einem Westfalenligaspiel voller seltsamer Zutaten setzte es vor 200 Zuschauern ein 2:4 (0:3) gegen die spielerisch limitierten, aber mit einem Höchstmaß an Effektivität aufwartenden Bielefelder Gäste des VfL Theesen. Die hatten auch den Mann des Tages im Aufgebot.

VfL-Torjäger Marvin Höner (26), der 2013 mit seinem Wechsel von Arminia Bielefeld zu Ajax Amsterdam Schlagzeilen schrieb, beim niederländischen Vorzeigeclub aber verletzungsbedingt ohne Perspektive blieb, traf in überragender Manier dreimal – mit technischer Klasse und Kaltschnäuzigkeit. Wer so einen Ausnahmespieler aufstellen kann, darf auch sieben Kollegen um ihn herum gruppieren, die vornehmlich fürs Saubermachen zuständig sind und Konter einleiten.

Niehoff am Knie verletzt

Dem FCG fehlte Janis Niehoff nach Trainingsverletzung. Der Meniskus hat Schaden genommen, dem Kreativen droht eine längere Auszeit. Wieder mit einer Dreierkette startend, lagen die Münsteraner nach fünf Minuten im Hintertreffen. Höner spielte sehenswert Anton Mand und Miclas Mende auf engem Raum aus.

Der Elf von Trainer An­dreas Brandwein, der im Amt seine 16. Saison (!) in Folge erlebt, gefiel die nun gültige Rollenverteilung. Fünf Abwehrspieler und zwei Staubsauger-Akteure ließen kaum Platz übrig. Dem FCG unterliefen zudem viele Fehlpässe, auch stand er nicht kompakt zwischen den Mannschaftsteilen. Und er hatte Grund zum Hadern: Tristan Niemann traf korrekt, aber der oft falsch liegende Spielleiter Simon Stute (Salzkotten) erkannte das 1:1 ab. Christian Keil und Mand wurden elfmeterreif gefoult – die fälligen Sanktionen setzte es nicht. Dafür nach VfL-Konter das 2:0 (32.) durch Kai-Niklas Janz. Und Höner ließ den zu passiven Manuel Beyer vor dem zweiten Einschuss zuschauen (45.).

Martin an die Latte, dann ins Tor

Mit einer Viererkette und neu besetzten Flügeln wollte Gievenbeck die Wende erzwingen. Louis Martin traf an die Torlatte (51.). Höner machte es in scheinbarer Leichtigkeit besser gegen zwei Kontrahenten und besorgte das 4:0 (54.). Es sollte Theesens letzter Schuss aufs Tor bleiben.

Fortan dominierte der Gastgeber, der sich unablässig bemühte und dabei auch eine griffige Struktur aufwies. Niemann vergab eine beste Möglichkeit (66.), aber Martin per Abstauber (68.) und Julian Conze per Kopf nach Mende-Freistoß (79.) verkürzten noch.

„Ein Tag, an dem alles zusammenkam“, sagte Trainer Florian Reckels. „Nicht nur nach dem 0:1 hatten wir unsere Szenen, aber wir waren insgesamt zu fehlerhaft. Wir haben dann alles versucht und dieser Phase nach den Nackenschlägen gilt mein Kompliment“, so der Coach.

FCG: Eschhaus – Beyer, Mand (46. Martin), Mende – Röhe, Heubrock (77. Leser), Conze, Brüwer (68. Fromme) – Geisler (68. Kurk) – Niemann, Keil

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