Fußball:Regionalliga West
Echter Härtetest für Preußen Münster bei RW Essen

Münster -

Eigentlich wäre alles angerichtet für einen stimmungsvollen Samstagnachmittag: Ein Duell zweier alter Rivalen, die sich schon lange aus dem Weg gegangen sind. Ein Top-Spiel mit wegweisendem Charakter, ein Kräftemessen halt. Doch Corona trübt die Vorfreude nur 300 Zuschauer sind zugelassen. Ein Vorteil für den SC Preußen, der bei RW Essen einem echten Härtetest unterzogen wird?

Freitag, 16.10.2020, 17:40 Uhr aktualisiert: 16.10.2020, 17:51 Uhr
Zweiter Einsatz und gleich in der Startelf bei den Preußen im Derby in Essen: Neuzugang und Angreifer Benedikt Zahn (l.)
Zweiter Einsatz und gleich in der Startelf bei den Preußen im Derby in Essen: Neuzugang und Angreifer Benedikt Zahn (l.) Foto: Jürgen Peperhowe

Die Vorzeichen sind in der Tat nicht schlecht für den SC Preußen Münster. Nahezu der komplette Kader steht zur Verfügung, die Trainingswoche soll eine gute gewesen sein, das sonst wortgewaltige und frenetische Heimpublikum ist außen vor – was soll schieflaufen für den SC Preußen Münster am Samstag um 14 Uhr im Auswärtsspiel bei RW Essen in der Fußball-Regionalliga? West-Schlager, Topspiel, Kräftemessen, Standortbestimmung.

Auf Herz und Nieren

Münsters Trainer Sascha Hildmann kann der Bezeichnung Standortbestimmung nur bedingt etwas abgewinnen: „Die hatten wir schon gegen Rödinghausen, bei der Niederlage in Köln oder auch gegen Lotte.“ Soll heißen, dass sein SC Preußen schon mehrfach in dieser Saison auf die Probe gestellt wurde. Aber der 48 Jahre alte Fußballlehrer weiß auch die Begegnung nun an der Hafenstraße richtig einzuordnen: „Natürlich ist das Spiel gegen Essen etwas Besonderes.“ Eben, denn die Preußen werden nicht nur auf Herz und Nieren geprüft, sondern nach der Begegnung vermutlich wissen, wo die Reise in der Regionalliga in dieser Saison hingehen wird.

Essens Ausgangslage sei eine bessere als die des SCP gewesen. „Sie haben Automatismen den ganzen Sommer schon einüben können und haben den Kader frühzeitig zusammengestellt. Wir mussten mehr Hürden überspringen“, resümiert Hildmann. Der Drittliga-Absteiger hätte im viel höheren Takt sein Aufgebot zusammen stellen müssen. Und damit ist RWE an diesem Samstag in der Favoritenrolle, Münster dagegen der chancenreiche Außenseiter. Will der SCP aber dauerhaft ganz oben in der Tabelle mitmischen, dann wäre ein Lebenszeichen in dieser Partie in Form eines Erfolgserlebnisses angesagt. Das ist der übliche Druck im Derby.

Nur 300 Zuschauer

Essen hätte dabei für das erste Aufeinandertreffen seit zehn Jahren angeblich 20 000 Karten verkaufen können, Münster wäre, wenn möglich, mit einigen Tausend Anhängern angereist – Covid-19 und der daraus resultierende Inzidenzwert von 60.4 (Freitag) mit 424 Corona-Infizierten in der Stadt lässt gerade einmal 300 Zuschauer zu.

Robust vor filigran?

„Für solche Spiele spielt man eigentlich Fußball“, sagt Hildmann. Und: „Wir wissen um die Schwere der Aufgabe.“ Die Physis wird dabei wohl ein Thema sein, möglicherweise stehen deshalb robuste Spieler wie Okan Erdogan und Angreifer Benedikt Zahn in der Startelf, filigranere Akteure der Marke Dominik Klann oder Osman Atilgan stünden auf der Kippe. Jules Schwadorf und William Møller fehlen.

  • mögliche Aufstellung SCP: Schulze Niehues - Langlitz, Scherder, Hoffmeier, Heidemann - Daube, Erdogan - Schauerte, Holtby, Grodowski - Zahn

 

Der Kader des SC Preußen Münster in der Saison 2020/2021

1/20
  • Tor: Max Schulze Niehues

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Tor: Marko Dedovic

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Abwehr: Jannik Borgmann

    Foto: Kirchner/Marco Steinbrenner via Imago
  • Abwehr: Okan Erdogan

    Foto: Kirchner/Marco Steinbrenner via Imago
  • Abwehr: Lukas Frenkert

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Abwehr: Niklas Heidemann

    Foto: Kirchner/Marco Steinbrenner via Imago
  • Abwehr: Alexander Langlitz

    Foto: Kirchner/Marco Steinbrenner via Imago
  • Abwehr: Julian Schauerte

    Foto: Kirchner/Marco Steinbrenner via Imago
  • Abwehr: Simon Scherder

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Mittelfeld: Dennis Daube

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Mittelfeld: Marcel Hoffmeier

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Mittelfeld: Joshua Holtby

    Foto: SCP
  • Mittelfeld: Dominik Klann

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Mittelfeld: Naod Mekonnen

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Mittelfeld: Gianluca Przondziono

    Foto: SCP
  • Angriff: Jules Schwadorf

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Angriff: Joel Grodowski

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Angriff: Justin Möbius

    Foto: Kirchner/Marco Steinbrenner via Imago
  • Angriff: Nicolai Remberg

    Foto: Kirchner/Marco Steinbrenner via Imago
  • Angriff: Osman Atilgan

    Foto: Picasa

 

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