Fußball in Münster
Kein Spielraum in Kinderhaus – Maske ist Pflicht

Münster -

Die Corona-Pandemie nimmt weiter massiv Einfluss auf das Sportgeschehen der Welt, davon sind auch Münsters Fußballer nicht verschont. Daher wappnen sich die Vereine, setzen die Vorgaben um – oder gehen wie Westfalia Kinderhaus sogar einen Schritt darüber hinaus.

Freitag, 16.10.2020, 17:44 Uhr aktualisiert: 20.10.2020, 13:21 Uhr
Beispielhaft und vorbildlich mit Mund-Nasen-Schutz:
Beispielhaft und vorbildlich mit Mund-Nasen-Schutz: Foto: Austermann

Westfalia Kinderhaus setzt nicht auf die Einsicht, sondern schafft Fakten. „Bei den Heimspielen der ersten Mannschaft herrscht auf dem gesamten Platz Maskenpflicht. Da machen wir von unserem Hausrecht Gebrauch“, sagt Sven Schlüter, Corona-Beauftragter des Vereins, vor der Partie des Westfalenligisten gegen den SV Mesum unmissverständlich. Das gilt für die 70 Tribünengäste ebenso wie für die darüber hinaus noch 170 zur Verfügung stehenden Stehplätze. Denn auf dem Rasenplatz an der Großen Wiese ist bei 240 Schluss. Um auf Nummer sicher zu gehen in Sachen Zutritt, besteht die Möglichkeit des Karten-Vorverkaufs über Walter Budde (walter-budde@t-online.de oder 01515/352 5227). Die Einhaltung der Maskenverwendung kontrolliert eine große Anzahl ehrenamtlicher Ordner.

Mit der uneingeschränkten Pflicht des Mund-Nasen-Schutzes (MNS) während der 90 Minuten entspricht Kinderhaus den Vorstellungen und Hoffnungen des Kreisvorstandes. Der sprach vor Wochenfrist eine „zwingende Empfehlung“ aus. „Mit Blick auf die nicht gegebene Rechtsgrundlage für eine Verpflichtung haben wir mit der deutlichen Formulierung eine Erwartungshaltung verbunden“, räumt Norbert Krevert ein. Die konsequente Umsetzung in Münsters Norden dürfte dem Kreisvorsitzenden gefallen.

Derbys wecken Zuschauer-Interesse

Gerade am kommenden Sonntag, wenn auch Borussia Münster zum Landesligaderby den BSV Roxel erwartet oder der TuS Hiltrup den 1. FC Gievenbeck zum münsterischen Westfalenliga-Duell empfängt, dürfte es am Zuschauer-Interesse nicht mangeln, schnell die maximale 300er-Grenze erreicht werden. Um den Zutritt möglichst reibungslos zu gestalten und Wartezeiten im Eingangsbereich zu vermeiden, bieten immer mehr Vereine auch die FLVW- CheckInn-App an. Dort können sich die Fans registrieren lassen. Per Scan mittels QR-Code ist im Eingangsbereich das Einloggen und ein schneller Zugang möglich. „Ich benötige inzwischen nur 15 Sekunden, um mich anzumelden“, verweist Daniel Tollkamp auf die Umsetzung. „Wer im Münsterland auf Fußballplätzen unterwegs ist, sollte sich registrieren lassen“, rät der stell­vertretende TuS-Abteilungsleiter.

Unter www.flvw.app/tushiltrup ist dies Registrierung beispielsweise auch vereinsübergreifend möglich. Ansonsten verfahren die Clubs aber beim Zugang weiterhin zweigleisig, bieten zur Erfassung der Daten auch das vom FLVW empfohlene Formblatt an.

„Im Eingangsbereich, im Clubheim und bis zum Erreichen des Sitz- oder Stehplatzes besteht Maskenpflicht. Dann nicht mehr. Bei uns ist ja einfach genügend Platz, um den Abstand zu gewährleisten“, sagt der TuS-Fußballchef Rolf Neuhaus zu den Bedingungen, die die Besuchern am Osttor in Hiltrup erwarten.

Offene Ohren und Einsicht erwarten die Verantwortlichen der Borussia. „Wir werden die Zuschauer beim Betreten der Anlage und auch durch wiederholte Durchsagen darauf hinweisen, den Mund-Nasen-Schutz zu tragen“, sagt Herbert Goßen. Mehr als den Besuchern die Empfehlung ans Herz zu legen, bleibt dem Geschäftsführer von Borussia Münster nicht. Die klare Ansage wie in Kinderhaus bleibt ein Einzelfall.

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