Volleyball: Bundesliga Frauen
Nach dem 2:3 gegen die Raben: Was dem USC bleibt, ist viel Arbeit

Münster -

Drei Punkte nach drei Spielen, das hatte sich der USC Münster sicher anders vorgestellt. Zumal die zweite Saisonniederlage des Volleyball-Bundesligisten am Sonntag gegen die Roten Raben Vilsbiburg nicht unbedingt nötig war. Trainer Teun Buijs hat viel Arbeit in der kommenden Woche und bis zum Spiel in Dresden am Samstag viel Arbeit vor sich.

Montag, 19.10.2020, 13:18 Uhr
Häufig kam Anika Brinkmann gegen Vilsburg, hier mit Josepha Bock (l.) und Lena Möllers im Block, durch. Zum Sieg reichte es nicht, weil ihre Teamkolleginnen und sie ab dem vierten Satz zu viele Fehler machten.
Häufig kam Anika Brinkmann gegen Vilsburg, hier mit Josepha Bock (l.) und Lena Möllers im Block, durch. Zum Sieg reichte es nicht, weil ihre Teamkolleginnen und sie ab dem vierten Satz zu viele Fehler machten. Foto: Jürgen Peperhowe

Niederlagen, das ist keine neue Erkenntnis, sind immer schmerzhaft. Die einen mehr, die anderen weniger. Das 2:3 des USC Münster am Sonntag gegen die Roten Raben Vilsbiburg aber hat den Unabhängigen sicher mehr weh getan, gehört sie doch in die Kategorie vermeidbar. „Wir haben uns selbst geschlagen“, sagte denn auch Anika Brinkmann, die nach dem 0:3 beim SSC Palmberg Schwerin zum zweiten Mal bei einer Niederlage zu Münsters wertvollsten Spielerin gekürt wurde.

Eine Auszeichnung, auf die die 34-Jährige zu gerne verzichtet hätte, wenn, ja wenn beim USC dafür die Drei im Endergebnis vorn gestanden hätte. „Aber unsere Fehlerquote war einfach zu hoch, besonders in den wichtigen Momenten“, sagte die Rückkehrerin, die mit 22 Punkten und einer Angriffsquote von 51 Prozent die Partie beendete. Damit war sie mit Kapitänin Barbara Wezorke (17 Zähler/57 Prozent) und Demi Korevaar (15/61) die treibende Kraft der Abteilung Attacke, die auch Liza Kastrup und Nele Barber belebten. „Im Angriff waren wir besser“, erklärte Trainer Teun Buijs, der gleich drei Gründe anhängte, warum es nicht mit einem Erfolgserlebnis geklappt hat. „In der Annahme waren wir schlechter. dafür hat Vilsbiburg hinterher besser aufgeschlagen und Änderungen im Block und Angriff vorgenommen, die funktioniert haben“, so der Niederländer.

Brinkmann: „Satz vier ist der Knackpunkt“

Dabei sah er wie die 305 Zuschauer – am ersten Spielag gegen den VC Wiesbaden waren es 270 – auch, dass beide Teams sich nach guten Phasen schnell auch wieder verunsichern ließen. Die Raben im dritten Durchgang, der USC im zweiten und vierten, den Brinkmann als „Knackpunkt“ bezeichnete. „Wenn wir da nachlegen, sieht es anders aus. Aber wir haben besonders in der Annahme zu viele Fehler gemacht.“ Und damit den Gast aus Niederbayern wieder aufgebaut, der den Schwung mit in den Tiebreak nahm. „In Satz fünf ist Vilsbiburg mit viel Adrenalin gegangen, wir waren dagegen noch enttäuscht. Es hat gedauert, bis wir uns wieder finden, aber da war es zu spät“, meinte Brinkmann. Zwar bügelte der USC das 4:9 und 6:10 noch einmal aus, glich zum 12:12 aus. Die Aufholjagd aber endete jäh, zwei Raben-Blocks – es waren die Nummer 14 und 15 im Vergleich zu den zehn von Münster – besiegelten das Schicksal des USC.

Kein optimaler Saisonstart

Der steht nach dem 3:2 gegen Wiesbaden, dem 0:3 in Schwerin und dem jüngsten 2:3 nun mit drei Punkten da – ein optimaler Saisonstart sieht sicher anders aus, zumal es die beiden kommenden Aufgaben beim Dresdner SC und gegen Allianz MTV Stuttgart in sich haben. „Ich habe es vorher ja schon gesagt, dass wir als Mannschaft noch nicht fertig sind. Wir haben noch viel Arbeit, müssen uns in der Annahme verbessern“, sagte Buijs mit dem Verweis auf den bis auf Libera Linda Bock neu formierten Riegel um Brinkmann, Barber und Adeja Lambert, die anders als gegen Wiesbaden diesmal so ihre Probleme hatte und zu Beginn des zweiten Abschnitts Barber weichen musste. „Adeja ist eine gute Angreiferin, muss an der Annahme aber noch arbeiten“, meinte der 60-Jährige.

Was dem USC bleibt, ist die Erkenntnis, dass „der Teamgeist und der Spirit“ (Buijs) stimmen. „Und wir haben einen Punkt geholt“, sagte Brinkmann, die „viele gute Sachen“ gesehen hat. Diese konstant abzurufen, wird die Kunst im weiteren Saisonverlauf kommenden Wochen sein.

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