Fußball: Oberliga
Personal-Rotation hilft dem SC Preußen Münster II

Münster -

Der Staffelleiter hat gut zu tun, um die Spiele der Fußball-Oberliga ins anspruchsvolle Programm zu bekommen. Zehn Partien fielen bisher aus, noch ist das Szenario für Reinhold Spohn beherrschbar. Preußen Münsters Zweite durfte ihren Plan bisher durchziehen. In der Kaderplanung ist die gestiegene Belastung bereits berücksichtigt worden.

Montag, 19.10.2020, 17:38 Uhr
Elias Demirarslan hat beim SCP den Sprung von der U 19 in die Zweite gepackt.
Elias Demirarslan hat beim SCP den Sprung von der U 19 in die Zweite gepackt. Foto: Peter Leßmann

Vier coronabedingte Spielausfälle an nur einem Wochenende: In der Fußball-Oberliga packte der Virus jetzt nachhaltig zu. Staffelleiter Reinhold Spohn (Herne) sieht die Lage aber nicht als dramatisch an. „Bisher gab es insgesamt zehn Spielausfälle. Zwei Begegnungen haben bereits neue Termine“, sagte Spohn auf Nachfrage. „Wir sind froh über jedes Spiel, dass regulär ausgetragen wird.“

Die auf 21 Teams aufgestockte Klasse muss einige „Englische Wochen“ verkraften. Und problematische Bedingungen sind wettertechnisch noch zu erwarten. „Ich rechne damit, dass auch aufgrund der steigenden gesundheitlichen Gefahren der nächsten Monate eher mehr Partien ausfallen“, sagt Sören Weinfurtner, der Trainer der Zweiten des SC Preußen.

Er und die anderen Verantwortlichen haben vor der Serie den Bereich beeinflusst, den sie regulieren können. Und die Kader für Regional- und Oberliga personell aufgerüstet. „Uns war klar, das 40 Spieler für zwei Seniorenteams, die mehr als 80 Spiele bestreiten müssen, niemals ausreichen werden.“ Jetzt stehen 46 Kicker parat.

Ganz bewusst wurde der Weinfurtner-Kader, der in den Vorjahren eher knapp besetzt war, in der Breite verstärkt. 28 Spieler sind in den neun absolvierten Runden schon eingesetzt worden – inklusive der sieben Männer, die zum Kader der Ersten gehören und nach erfolgten internen Absprachen in der Oberliga eingesetzt werden. Die zwangsläufig folgende Rotation ist und bleibt Thema „in vielen Einzelgesprächen“, die Weinfurtner führen muss mit jenen, die außen vor bleiben. „Es gibt Härtefälle. Die Jungs wissen aber, dass wir viel wechseln und dass jeder die Chance hat, sich zu empfehlen.“ Eine Folge des Konkurrenzdrucks sei spürbar. „Das Niveau im Training ist bemerkenswert hoch“, wertet Weinfurtner. Das Spielniveau steigt auch, wie beim 5:1 über Schermbeck nachdrücklich bewiesen.

Der voll gepackte Oktober hält für die SCP-Zweite noch Spiele in Hamm (Sonntag) und gegen Siegen (Donnerstag, 29. Oktober) parat. Im November wird es mit zwei Begegnungen vergleichsweise ruhig. An den zwei besonderen Sonntagen Allerheiligen und Totensonntag ruht der Ball, dazu steht in der ungeraden Liga das spielfreie Wochenende an.

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