Basketball: Spielbetrieb
Frühestens ab Januar geht es unter den Körben um Punkte

Münster -

Die Pandemie und ihre Folgen greifen auch in den Spielbetrieb der Basketballer ein. Nach einer Videokonferenz mit seinen Vereinen hat der Westdeutsche Verband den Saisonstart, geplant für den 31. Oktober, in den Januar 2021 verschoben. Für die Mannschaften der beiden Staffeln der 2. Regionalliga gilt das noch nicht – sie werden jetzt gesondert um eine Stellungnahme gebeten.

Dienstag, 20.10.2020, 18:20 Uhr aktualisiert: 25.10.2020, 20:52 Uhr
Leo Padberg (l.) zog es von der Ersten in die UBC-Zweite. Wann er für die eingreifen darf, ist noch offen.
Leo Padberg (l.) zog es von der Ersten in die UBC-Zweite. Wann er für die eingreifen darf, ist noch offen. Foto: Jürgen Peperhowe

Nach einer Videokonferenz, zu der Vertreter von 150 Vereinen geladen waren, hat das Präsidium des Westdeutschen Basketball-Verbandes den für den 31. Oktober geplanten Start des von ihm geführten Spielbetriebs verschoben. Nach der Diskussion scheint es auch denkbar, dass die Saison anders als geplant oder sogar gar nicht durchgeführt wird.

Angesichts der aktuellen Entwicklungen teilte der Verband um Präsident Uwe Plonka mit, „und auch aus unserer gesamtgesellschaftlichen Verantwortung heraus ... bleibt uns aber derzeit auch nach überwiegender Meinung der Vereine keine andere Möglichkeit, als den Saisonstart für die Senioren- und Jugendligen zu verschieben.“

Statt Ende Oktober soll die Saison im Erwachsenenbereich unterhalb der 2. Regionalliga sowie in allen Jugendklassen im Januar 2021 starten. „Vielleicht sind dann die Infektionszahlen so, dass ein verkürzter Spielbetrieb bis Juni 2021 stattfinden kann“, schreibt der WBV. Der hatte Pläne für alle denkbaren Fälle längst ausgearbeitet.

Die 1. Regionalliga spielt bereits seit dem 25./26. September und bleibt bei ihrem Plan. Für den Bereich der 2. Regionalligen im Seniorenbereich ist über eine Saisonstartverlegung noch nicht entschieden worden. Zur Überraschung mancher Konferenzteilnehmer wurde eine in Kürze folgende Abstimmung mit den betroffenen Vereinen im schriftlichen Verfahren beschlossen. Bei den Herren sollten 28 Teams in zwei Staffeln spielen – darunter die Zweite des UBC Münster unter Trainer Christoph Schneider und die SG Telgte-Wolbeck Baskets unter Marc Schwanemeier. Den Vereinen ist freigestellt, an einer wie auch immer ausgestalteten Saison teilzunehmen. Sagt ein Club ab, sollen ihm keinerlei Nachteile dadurch entstehen – weder finanziell wie etwa durch Strafzahlungen noch spieltechnisch wie etwa durch einen Verlust der Ligen-Zugehörigkeit.

Für den UBC sagte Schneider, dass er im Team und im Gesamtverein ein Meinungsbild einholt, bevor entschieden wird. Ähnlich äußerte sich Schwanemeier. Schneider findet es „wichtig, dass das Training für alle Teams aufrechterhalten werden darf.“ Der Verband hat das ausdrücklich so festgehalten und schreibt auch: „Die Möglichkeit, bis zum Saisonstart Freundschaftsspiele auszutragen bleibt jedem Verein, jeder Mannschaft natürlich unbenommen.“ Diesbezüglich lassen einige Clubs aber schon Vorsicht walten und streichen Tests, deren Austragung sie in aktuelle Risikogebiete führen würden.

Die münsterschen Oberligisten im Seniorenbereich – Westfalia Kinderhaus und TuS Hiltrup sowie die Damen des UBC Münster – werden mithin frühestens im Januar um Punkte spielen. Wenn überhaupt.

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