Fußball: Regionalliga West
2:1 gegen Wiedenbrück: Der SC Preußen ist zurück in der Erfolgsspur

Münster -

Der SC Preußen Münster hat auf die 0:1-Niederlage am vergangenen Samstag bei RW Essen die richtige Antwort gegeben. Zwar brillierte der Regionalligist am Mittwochabend gegen den SC Wiedenbrück nicht, gewann aber beim 2:1 (2:1) auch sein viertes Heimspiel – vor der Saison-Rekordkulisse von 1997 Zuschauern.

Mittwoch, 21.10.2020, 21:52 Uhr aktualisiert: 22.10.2020, 11:08 Uhr
Überflieger: Nicolai Remberg hat hier die Lufthoheit und klärt vor Wiedenbrücks Durim Berisha.
Überflieger: Nicolai Remberg hat hier die Lufthoheit und klärt vor Wiedenbrücks Durim Berisha. Foto: Jürgen Peperhowe

Zurück in der Erfolgsspur vor der saisonalen Rekordkulisse. Wobei das 2:1 (2:1) des SC Preußen Münster über den SC Wiedenbrück keine Gala war, wie auch 1997 Zuschauer zwar ein Lichtblick in der Corona-Krise sind – mehr aber auch nicht. Immerhin gewonnen, das 0:1 aus Essen verdrängt, die Pflicht erfüllt.

„Das 1:0 war glücklich. Nach dem 2:0 kann man das souveräner machen“, befand Münsters Trainer Sascha Hildmann. Und: „Wiedenbrück hatte eine gute Spielanlage. Irgendwann bekomme ich graue Haare und eine hohe Stirn, wenn das immer so knapp läuft.“ Die Tore von Julian Schauerte (21.) und Joshua Holtby (25.) sorgten nicht für Sicherheit. Die Gäste antworteten mit dem 1:2, wurden aber nach 70 Minuten durch die Rote Karte gegen Viktor Maier geschwächt. „Ich bin angefressen und enttäuscht“, sagte Trainer Daniel Brinkmann. Damit nicht genug: „Das ein toller Rahmen gewesen für diese Umstände. Aber zur Roten Karte möchte ich mich nicht äußern.“ Maier stehen wohl schwere Tage bevor.

Gut 20 Minuten tat sich der SCP mal so richtig schwer mit dem offensiv eingestellten Gast. Wenig bis gar nichts ging. Die Führung fiel dementsprechend überraschend. Es war ein Geschenk der Gäste, als David Hüsing und Tormann Marcel Hölscher uneins über den Ball waren. Pech für Wiedenbrück, dass das im eigenen Fünfmeterraum war. Und Pech auch, dass da auch noch Schauerte stand und zur Führung abstaubte. „Ich habe halt ein wenig spekuliert“, erklärte der Routinier nach der Partie lapidar.

Keine fünf Minuten später ließ es sich Holtby nicht nehmen, aus knapp 20 Metern die Kugel zum 2:0 ins SCW-Tor zu schlenzen. Ein Kunstschuss. Kurz und knackig hatten die Preußen die Verhältnisse gedreht.

Langlitz in die Wolken

Jetzt lief es etwas besser, Ousman Touray kam fast zum Abschluss, Alexander Langlitz feuerte den Ball in die Wolken, Wiedenbrück war erst einmal der Spaß genommen. Die Konstellation war perfekt für die Hausherren, genau das, was man für ein Flutlichtspiel vor eigenem Anhang braucht. Nur es war ein kurzes Glück.

Bis zur 42. Minute: Ein vermeintliches Wiedenbrücker Handspiel, vermutlich von Lukas Demming, vor dem SCP-Strafraum ahndete Schiedsrichter Leonidas Exuzidis aus Castrop-Rauxel nicht, Phil Beckhoff nutzte die Gunst und bediente Torschütze Maier perfekt. Das 1:2 holte die Ostwestfalen zurück in die Partie. Hildmann: „Wir haben mit dem Pfiff gerechnet und blieben nicht straff in diesem Moment.“

SC Preußen Münster - SC Wiedenbrück

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  • 1997 Zuschauer kamen am Mittwochabend ins Stadion an der Hammer Straße.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Am 10. Spieltag empfing der SC Preußen Münster den SC Wiedenbrück.

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  • Die Gäste gelten als Remis-Könige und wollten auch in Münster Zählbares holen. Hier ist SCP-Akteur Julian Schauerte (2.v.r.) im Zweikampf mit Robin Twyrdy.

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  • Abtasten zu Spielbeginn: In der Szene geht der Preuße Niklas Heidemann (r.) ins Duell mit Niklas Szeleschus.

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  • In der 22. Spielminute erfolgte der erste Torjubel im Stadion: Die Fans freuten sich über das 1:0 durch Julian Schauerte (r.).

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  • Torschütze Julian Schauerte ließ sich für seinen Treffer feiern....

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  • Dem wollte der SC Wiedenbrück - hier in Person von Hendrik Lohmar (l.) im Zweikampf mit Joshua Holtby - was entgegensetzen und zurückschlagen.

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  • Doch erneut konnnte sich nur vier Minuten nach dem Führungstreffer der SC Preußen Münster freuen: Torschütze Joshua Holtby (l.) bejubelt mit Niklas Heidemann das 2:0.

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  • Dem Anhang des SC Preußen Münster gefiel der Auftakt der Partie.

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  • Der Aufsteiger Wiedenbrück war phasenweise ein ebenbürtiger Gegner und hielt dagegen wie hier Durim Berisha (l.) gegen Nicolai Remberg.

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  • Das Engagement der Wiedenbrücker wurde belohnt: In der 42. Spielminute traf Viktor Maier zum 1:2.

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  • Die Gäste hatten es nach dem Anschlusstreffer eilig - und waren auf den nächsten Treffer aus...

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  • Das 2:1 war aus münsterischer Sicht kein Ruhekissen - es wurde weiter verbissen gekämpft.

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  • Der SC Wiedenbrück drängte auf den Ausgleich, schwächte sich in der 70. Minute aber mitentscheidend selbst: Torschütze Viktor Meier wurde vom Platz gestellt.

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  • Abpfiff im Preußen-Stadion....

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  • Der SC Preußen Münster hatte die Überzahl zwar nicht zu einem weiteren Treffer nutzen können - siegte letztlich aber knapp mit 2:1.

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  • Es folgen weitere Impressionen vom Spiel....

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  • SC Preußen Münster - SC Wiedenbrück - Scherder gegen Lucas Klantzos

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  • SC Preußen Münster - SC Wiedenbrück - Hildmann

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  • SC Preußen Münster - SC Wiedenbrück - Scherder gegen Durim Berisha

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  • SC Preußen Münster - SC Wiedenbrück - Rote Karte für Viktor Maier durch Schiri Leonidas Exuzidis

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  • SC Preußen Münster - SC Wiedenbrück - Benedikt Zahn gegen Durim Berisha

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  • SC Preußen Münster - SC Wiedenbrück - Schiri Leonidas Exuzidis trennt Schauerte und Viktor Maier, der eine rote Karte bekommt

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  • SC Preußen Münster - SC Wiedenbrück - Niklas Heidemann gegen Niklas Szeleschus

    Foto: Jürgen Peperhowe

Der SCP wackelte, noch bevor die Stunde geschlagen hatte, versuchte sich SCP-Coach Hildmann an der Kurskorrektur, wechselte doppelt, es half nicht wirklich. Die Gäste machten Druck, Münster konterte nicht. Zerfahren.

Rot für Viktor Maier

Es passierte nicht wirklich viel, ehe Farbe ins Spiel kam. Marcel Hoffmeier und Maier überhäuften sich mit einer Reihe von Nickeligkeiten, ehe der Wiedenbrücker eine Tätlichkeit am Preußen-Verteidiger versuchte – Linienrichter Tim Zahnhausen hatte es gesehen, 70 Minuten waren vorbei.
Münsters Chancen folgten erst spät.

In der 81. Minute kam der eingewechselte Benedikt Zahn zu einer Chance, wenig später Okan Erdogan, dann noch mal Zahn mit einer „1000-Prozentigen“, ehe Justin Möbius die Latte traf und Joel Grodowski scheiterte. Am Ende gab es Chancen satt, der SCP hatte es sich selber schwer gemacht – aber dann doch gewonnen. Immerhin.

Münster: Schulze Niehues - Langlitz, Scherder, Hoffmeier, Heidemann - Daube (85. Klann), Erdogan - Schauerte, Holtby (73. Möbius), Touray (57. Grodowski)- Remberg (57. Zahn).

Wiedenbrück: Hölscher - Latkowski (78. Geller), Twyrdy, Berisha, Hüsing - Lohmar (82. Klantzos), Demming, Kaptan - Beckhoff (73. Osawe), Maier, Szeleschus (57. Tia).

Tore:1:0 Schauerte (21., keine Vorarbeit), 2:0 Holtby (25., Pass Schauerte), 2:1 Maier (42., Pass Beckhoff)

Zuschauer: 1997

Schiedsrichter: Exuzidis (Castrop-Rauxel)

Rot: Maier (70.) Tätlichkeit an Hoffmeier

Gelb: - / Beckhoff, Latkowski, Demming

Bes. Vorkommnis: Gelb für SCP-Trainer Hildmann wg. unsportlichem Verhaltens.

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