Volleyball: Frauen-Bundesliga
Klares 0:3 – der USC Münster ist chancenlos beim Dresdner SC

Münster -

Nichts zu holen gab es für den USC Münster am Samstag beim Dresdner SC. Mit 0:3 (14:25, 22:25, 16:25) unterlagen die Unabhängigen dem Pokalsieger, dem es die Unabhängigen besonders in den Sätzen eins und drei zu leicht machten. Hoffnung gibt allein der zweite Durchgang, in dem Münster auf Augenhöhe agierte. Zumindest zeitweise.

Samstag, 24.10.2020, 21:26 Uhr aktualisiert: 28.10.2020, 20:45 Uhr
Trainer Teun Buijs erlebte mit dem USC um Nele Barber (l.) und Barbara Wezorke (r.) eine klare Niederlage in Dresden.
Trainer Teun Buijs erlebte mit dem USC um Nele Barber (l.) und Barbara Wezorke (r.) eine klare Niederlage in Dresden. Foto: Jürgen Peperhowe

Sicher, das Auswärtsprogramm zum Saisonstart der Volleyball-Bundesliga war für den USC Münster happig. Erst ging es zum Titelkandidaten SSC Palmberg Schwerin, nun am Samstagnachmittag zum Pokalsieger Dresdner SC. Schwere Aufgaben, die die Unabhängigen mit einer Nullnummer beendeten. Wie schon in Mecklenburg-Vorpommern gab es auch in Sachsen ein 0:3 (14:25, 22:25, 16:25) – und da es zudem aus den Heimspielen gegen den VC Wiesbaden (3:2) und die Roten Raben Vilsbiburg (2:3) nur drei Punkte gab, darf man nach vier Partien von einem Fehlstart sprechen. Dem USC steht ein ungemütlicher Herbst bevor.

Im Februar noch hatte Münster 3:0 an der Elbe gewonnen, davon aber war die Mannschaft von Trainer Teun Buijs acht Monate später weit entfernt. Zu viele Baustellen taten sich auf bei den Gästen auf, die nach einer soliden Anfangsphase (7:7 durch den Punkt von Liza Kastrup) abreißen lassen mussten. Knackpunkt war einmal mehr die Annahme. Dresden nahm verstärkt Anika Brinkmann ins Visier, die wie etwa beim Zähler zum 9:13 (Aufschlag Jennifer Janiska) plötzlich Probleme hatte. Münster hatte es schwer, seine Angriffe durchzubekommen, zu wenig variabel und zu eindimensional waren die USC-Versuche. Gleich sechsmal war der DSC vor 150 Zuschauern per Block erfolgreich. „Uns hat sicher die Durchschlagskraft im Angriff gefehlt, fast das ganze Match über“, sagte Buijs. „Da war uns Dresden überlegen.“

Zurück in den Satz gekämpft

Die Unabhängigen waren angeknockt, beim 4:8 drohte gar eine ganz herbe Packung. Doch der Kampfgeist, er stimmte. Und so arbeitete sich der USC zurück in den Satz. Die im ersten Abschnitt eingewechselte Nele Barber, die eine ordentliche Partie ablieferte, glich zum 9:9 aus. Nach einem Block von Brinkmann, die sich stabilisierte und mit Barber sowie Libera Linda Bock die Annahme in dieser Phase zusammenhielt, war die Buijs-Truppe beim 11:10 erstmals nach dem 4:3 im ersten Durchgang wieder vorne. Ja, Münster steigerte sich in allen Elementen, war nun eine Zeit lang auf Augenhöhe – und war beim 17:15 auf einem guten Weg.

Was aber folgte, waren zwei Fehler (Brinkmann, Taylor Nelson) sowie drei DSC-Zähler von Maja Storck, Camilla Weitzel und Janiska. Dresden war drei Punkte enteilt und blieb auch beim 23:22 cool. Kapitänin Lena Stigrot legte zwei Satzbälle auf, gleich den ersten verwandelte Emma Cyries. Per Servicewinner. „Wir hatten die Möglichkeit, zum 18:15 und 18:16, haben diese nicht genutzt“, sagte Buijs. „Aber der zweite Satz hat gezeigt, dass wir mitspielen können gegen eine Mannschaft wie Dresden. Dafür müssen wir 100 Prozent Konzentration haben, die haben wir noch nicht durchgängig.“

Jennifer Janiska beendet die Partie

Das Ende des zweiten Durchgangs passte in das USC-Bild des Samstagabends, der bitter endete. Spätestens ab dem 1:5 war klar, dass auch der zweite Osttrip ohne Handfestes ausgehen würde. Der Pokalsieger spielte es souverän herunter (12:4, 20:13), Münster schaffte den Anschluss nicht mehr. Und, wie hätte es anders sein sollen, war ein Annahmefehler – diesmal von Barber gegen Janiska – der Schlusspunkt eines bis auf Abschnitt zwei enttäuschenden Auftritts. „Dresden war klar besser. Wir sind nicht zu frieden, 14 und 16 Punkte in den Sätzen sind zu wenig“, konstatierte Buijs, der sich auf der langen Heimreise durch den späten Samstagabend viele Gedanken machen musste, wie er den USC in die Spur bekommt.

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